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Wer Berufsfeuerwehrmann werden möchte (oder Berufsfeuerwehrfrau) sieht sich einer besonderen Herausforderung gegenüber. Die Berufsfeuerwehrausbildung ist keine gewöhnliche Lehrstelle. Doch nie waren die Chancen, einen Job bei der Feuerwehr zu ergattern so hoch wie heute. Der Bedarf an Nachwuchs ist groß. Die Möglichkeiten für eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr sind vielfältig: Ob direkt nach der Schule als duale Ausbildung oder als reine Berufsfeuerwehr-Ausbildung, eine handwerkliche Ausbildung ist längst nicht mehr überall zwingend Bedingung. https://www.feuerwehrmagazin.de/wissen/berufsfeuerwehr-ausbildung-berufsfeuerwehrmann-werden-fragen-und-antworten-41521  


Digitalfunk Feuerwehr: Seit einigen Jahren ist das Thema Digitalfunk bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) relevant. Die Umstellung von analoger auf digitale Technik bringt Vor- und Nachteile mit sich. Wir klären auf.

Digitalfunk Feuerwehr: Verstanden – Ende

Seit der Projektierung und Einführung im Jahr 2006 funken die meisten Feuerwehren in Deutschland digital. Die Umstellung hat bei vielen Nutzern auch für Unmut gesorgt. Ein wesentlicher Grund dafür sei der weitgehend stabile Einsatz des Analogfunks über viele Jahre, erklärt Harald Schulenberg, Leiter des Sachgebiets Kommunikationstechnik der Feuerwehr Bremen. Erwartungen, die an den Digitalfunk gestellt werden, könnten bis heute nicht abschließend erfüllt werden, sagt der Berufsfeuerwehrmann. Als Gründe nennt er zum Beispiel fehlende bundesweite Regelungen zum Senden des Status sowie dem Umgang mit Not-, Hilfe- und Katastrophen-ruf per Funkgerät. Symbolfoto: Christian Patzelt

Die Drehleiter ist immer noch das wichtigste Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr. [caption id="70529" align="aligncenter" width="600"] Die Drehleiter der Feuerwehr Wanzleben. Foto: Buchenau[/caption]

Die Drehleiter im Dienst der Feuerwehr

Die Drehleiter dient:
  • zur Sicherstellung des zweiten in der Bauordnung geforderten Rettungswegs für die Bewohner,
  • als Angriffs- und Rettungsweg für die eigenen Kräfte (Stichwort: Anleiterbereitschaft),
  • zur Brandbekämpfung und Abriegelung von oben,
  • zum Transport von Patienten für den Rettungsdienst,
  • als Arbeitsplattform bei Einsätzen der Technischen Hilfeleistung, zum Beispiel Sturmeinsätze,
  • zum großflächigen, blendfreien Ausleuchten von Einsatzstellen,
  • als Kran für Lasten bis zirka 4.000 Kilogramm,
  • als Anschlagpunkt für Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen.

Drehleiter vs. Hubarbeitsbühne

Zwei große Pluspunkte hat die Drehleiter nach wie vor gegenüber den Hubarbeitsbühnen: Zum einen die kurze Rüstzeit von nur 90 Sekunden, in denen die Leiter abgestützt, aufgerichtet, um 90 Grad gedreht und voll ausgefahren werden kann. Zum zweiten die maximale Masse von 16 Tonnen für die schwerste Standardleiter, die DLAK 23/12, wodurch sie auf allen Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen für die Feuerwehr genutzt werden kann. In den vergangenen Jahren haben die Drehleitern eine weitere rapide technische Aufwertung erfahren, wodurch sie nahezu alle Vorteile bieten, die auch eine HAB aufweisen kann: permanente Wasser- und Stromversorgung sowie Scheinwerfer am Korb, leistungsfähige Lastösen, Aufnahmemöglichkeiten für Rollstühle sowie Schwerlasttragen und damit verbunden maximale Lastkapazitäten von 500 Kilogramm im Korb, Multifunktionssäulen für Rollgliss, Überdrucklüfter, Lichtquellen und Monitore. Außerdem sind sie in Sachen Arbeitsbereiche durch die Einführung von Gelenkarmen – zum Teil sogar teleskopierbar – und vergrößerten Arbeitsbereichen auch bei der Erreichbarkeit schwieriger Einsatzorte den HABn mittlerweile gleichwertig.

DIN 14043

In der DIN 14043 „Hubrettungsfahrzeuge für die Feuerwehr – Drehleitern mit kombinierten Bewegungen“ geht es um die so genannten Automatik-Drehleiter. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Bewegungen Aufrichten, Ausfahren und Drehen gleichzeitig möglich sind. So steht die Normbezeichnung DLAK 23/12 für eine automatische Drehleiter mit Korb, die eine Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer Nennausladung von 12 Metern ermöglicht. Dieser Drehleitertyp ist das in Deutschland am häufigsten eingesetzte Hubrettungsfahrzeug. Weiter nennt die Norm noch die kleineren DLAK 12/9 sowie 18/12 sowie deren Ableger DLA für eine Drehleiter ohne Korb. Diese spielen aber in Deutschland genauso wenig eine Rolle wie die halbautomatischen Drehleitern, bei denen die Bewegungen nur nacheinander gefahren werden können. Daneben umfasst die DIN 14043 auch Leiterklasse ab 30 bis zu 56 Metern. Auf der Interschutz 2015 in Hannover stellten die beiden bedeutendsten Firmen in diesem Segment eine 64-Meter-Leiter (Rosenbauer, bis dahin Metz Aerials) und eine 68-Meter-Leiter (Magirus) vor. Insgesamt enthält die europäische Norm jedoch keine Leistungsklassen, sondern sicherheitstechnische Festlegungen. Erst im nationalen Teil werden zur Anwendung empfohlene Drehleitertypen und die Standardbeladung aufgeführt. Der Normausschuss NA 031-04-08 AA „Hubrettungsfahrzeuge“ empfiehlt eine Truppbesatzung (1/2) sowie zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft auch bei beengten Verhältnissen eine Mindestbelastbarkeit des Rettungskorbs von zwei Einsatzkräften bei einer Abstützbreite von weniger als 4,5 Metern. Nur so ließen sich die den Typen zugeordneten Nennrettungspunkte erreichen. Des Weiteren wird empfohlen, eine Fahrzeugbreite von 2,5 Metern nicht zu überschreiten. [shop-widget id="context-content-ad"] Drehleitern bestehen aus einem Fahrgestell, dem Podium mit Geräteräumen und einem kraftbetätigten Ausleger in Form einer Leiter mit oder ohne Rettungskorb. Der Motor des Fahrgestells erzeugt auch die für den Betrieb des Hubrettungssatzes notwendige Energie über eine am Nebenantrieb angeflanschte Ölpumpe. Dies ermöglicht es, alle Bewegungen ohne Winkelbegrenzung der Drehbewegung auszuführen. [1216]


Zu den Einsatzleitfahrzeugen zählen laut der Vornorm DIN SPEC 14507  Einsatzleitwagen (ELW) 1 und 2 sowie Kommandowagen. Ein ELW 1 nach Teil 2 dieser Vornorm ist ein mit Kommunikationsmitteln ausgestattetes Fahrzeug. Es dient vornehmlich dem Einsatzleiter zur Anfahrt und zur Erkundung der Einsatzstelle. Weiter ist es ein Hilfsmittel zur Führung von taktischen Einheiten sowie Verbänden mit Führungsassistenten, jedoch ohne stabmäßige Führung. Seine Besatzung besteht mindestens aus einem Trupp (1/2), also einem Fahrer/Funker, einem Führungsassistenten sowie dem Einsatzleiter. [caption id="75968" align="aligncenter" width="600"] Einsatzleitwagen 1 der Freiwilligen Feuerwehr Falkensee. Foto: Patzelt[/caption] Mit Kommunikationsmitteln und anderer Ausrüstung zur Führung taktischer Einheiten ausgestattet, dient der ELW 2 vorwiegend der Einsatzleitung als Hilfsmittel zum Führen von Verbänden oder sonstigen Einheiten mit Führungsassistenten und einer stabsmäßigen Führung. Weiter ist er auch Hilfsmittel einer operativ-taktischen Führungskomponente, zum Beispiel einer Technischen Einsatzleitung im Katastrophenfall. [caption id="75969" align="aligncenter" width="588"] ELW 2 der Feuerwehr Oldenburg. Foto: Rüffer[/caption] Als Fahrgestell sollen serienmäßige Lastkraftwagen mit Kofferaufbauten verwendet werden. Ebenso ist ein Abrollbehälter in Verbindung mit einem Wechselladerfahrzeug (WLF) möglich. Die Norm empfiehlt ausdrücklich den Einbau eines Unfalldatenspeichers (UDS) zur Dokumentation des Herganges eines Unfalls oder einer kritischen Fahrsituation. Insbesondere ist dabei eine Aufzeichnung der Zustände von Kennleuchten beziehungsweise Kennsignaleinheiten sowie der akustischen Warneinrichtung sicherzustellen. Der ELW 2 soll in folgende Räume gegliedert sein:
  • Raum A für Fahrer und zwei Beifahrer (entfällt bei der Verwendung eines Abrollbehälters),
  • Raum B als Kommunikationsraum mit drei Arbeitsplätzen,
  • Raum C als Führungsraum mit mindestens sieben Arbeitsplätzen.

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Viele Kinder träumen davon, später Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu werden. Kein Wunder also, dass Feuerwehr Spielzeug  sehr gefragt ist. Feuerwehrmann Sam, bekannt aus Fernsehen, Kino und Hörspiel, steht bei Kindern hoch im Kurs. Aber er gibt auch anderes spannendes Feuerwehr Spielzeug. Ein Überblick. 

Bobby-Car der Extraklasse: Magirus Fire Truck-Rutscher

Mit diesem Bobby-Car sind leuchtende Kinderaugen vorprogrammiert. Denn der Fire Truck-Rutscher verfügt über elektrisches Blaulicht mit Martinhorn, Lenkrad mit integrierter Hupe und einer Anhängeröse. Es gibt eine verschluckbaren Kleinteile. Geeignet ab einem Jahr. Preis: 69,95 Euro
Info: www.shop.feuerwehrmagazin.de

Auf Youtube und Vimeo veröffentlichen Feuerwehren Videos - insbesondere Imagefilme und Clips über Einsatzfahrten und Übungen. Mittlerweile können in fast allen populären sozialen Netzwerken Videos gepostet werden: Facebook, Twitter, Instagram und Co. Diese Videos lassen sich wiederum auf Internetseiten bequem einbetten, müssen nicht mehr extra hochgeladen werden.

Wir wollen Eure Imagevideos!

Weil Feuerwehr Videos ein ideales Mittel zur Mitgliedergewinnung sind, will das Feuerwehr-Magazin die besten Feuerwehr Imagefilme küren! Dafür haben wir den Wettbewerb Goldener Florian gestartet. Mehr dazu in der Mai-Ausgabe! Wie Ihr Feuerwehr Videos am besten selber drehen könnt, zeigen wir Euch übrigens hier.

So müssen Feuerwehr Videos aussehen

"Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was wir hier machen? Dacht ich's mir doch. Kommen Sie mal mit!" Unter diesem Motto hat die Freiwillige Feuerwehr Düsseldorf zusammen mit Schauspielern einen aufwändigen Imagefilm produziert. Gezeigt werden die vielfältigen Aufgaben einer FF. Dafür drehte drei Tage lang ein Filmteam  in Wittlaer. Und das Ergebnis lässt sich sehen:

Zu Feuerwehrfahrzeugen zählen alle Kraftfahrzeuge, die als Einsatzmittel bei der Feuerwehr genutzt werden. Hierzu gehören zum Teil auch die Feuerwehr-Anhänger. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in ihrem Einsatzzweck, dementsprechend in Aufbau und Beladung sowie der Besatzung.

Das Feuerwehr-Magazin ist die auflagenstärkste Feuerwehrzeitschrift im deutschsprachigen Europa. Zwölf Hefte und zwei Sonderhefte werden jedes Jahr in der Redaktion erstellt. Täglich veröffentlicht die Redaktion News auf feuerwehrmagazin.de, Postings in Facebook und Instagram, Tweets auf Twitter und regelmäßig Videos auf YouTube.  

In 15 Bundesländern gibt es Landes-Feuerwehrschulen. In Bremen werden die Feuerwehrschulen durch die Stadtgemeinden betrieben ...

Knapp 1 Million Menschen sind in Deutschland in einer Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Das sind etwa 95 Prozent aller Feuerwehrmitglieder....

Das Merkschema AAAACEEEE nutzen die meisten Feuerwehrleute, um sich die Gefahren an der Einsatzstelle zu merken. Es steht für:
  • A wie Atemgifte
  • A wie Angstreaktion
  • A wie Ausbreitung
  • A wie Atomare Gefahren
  • C wie Chemische Gefahren
  • E wie Erkrankung
  • E wie Explosion
  • E wie Elektrizität
  • E wie Einsturz


Eine Jugendfeuerwehr ist die Jugendgruppe einer Freiwilligen Feuerwehr. Wir geben Euch auf Feuerwehrmagazin.de Ideen, Tipps und wichtige Hinweise rund um die Jugendfeuerwehr.

Wer ist in Deutschland für den Katastrophenschutz verantwortlich? Welche Organisationen beteiligen sich am Katastrophenschutz? Welche Rolle spielt die Feuerwehr und wie sieht die Ausstattung aus?

Kommandowagen (KdoW) dienen vorwiegend der Einsatzleitung zur Anfahrt sowie zur Erkundung von Einsatzstellen. Als Fahrgestell kommen Personenkraftwagen mit geschlossenem, serienmäßigem Aufbau ohne Trennwand zwischen Fahrer- und Mannschaftsraum zum Einsatz, die Sitzplätze für mindestens drei Personen – einschließlich des Fahrers – bieten. Dazu sind mindestens drei Einstiegstüren vorzusehen. KdoW werden der Kategorie 1 (straßenfähig) nach DIN EN 1846-2 zugeordnet. Dennoch wird als Antriebsart – vor allem zur Erkundung von Einsatzstellen – ein Allradantrieb empfohlen. Der Motor muss den mit der zulässigen Gesamtmasse belasteten KdoW innerhalb von 15 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen. Ebenfalls empfiehlt die Norm ausdrücklich den Einbau eines Unfalldatenspeichers (UDS) zur Dokumentation des Herganges eines Unfalls oder einer kritischen Fahrsituation. Insbesondere ist dabei eine Aufzeichnung der Zustände von Kenn-leuchten beziehungsweise Kennsignaleinheiten sowie der akustischen Warneinrichtung sicherzustellen. Beladung und Ausrüstung sind unfallsicher, vor allem im Hinblick auf den Insassenschutz, zu lagern.



Für den Personentransport nutzen Feuerwehren Mannschaftstransportwagen (MTW). Diese Feuerwehrautos werden häufig nur mit MW abgekürzt beziehungsweise als Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) bezeichnet. Genutzt werden Sieben-, Acht- und Neunsitzer. Mannschaftstransporter der Feuerwehr auf Ford Transit. Aufgebaut werden MTW der Feuerwehr auch auf Opel Movano und Renault Trafic. Einige Feuerwehren setzen auch auf Umnutzungen, beispielsweise alte Einsatzleitwagen (ELW) 1 und Notarzt-Einsatzfahrzeugen (NEF) zu MTW umzurüsten. Einen hohen Nutzwert haben die MTW für die Jugendfeuerwehr - für die Mobilität im Ort ohne eine Löschfahrzeug in Beschlag zu nehmen sowie die Fahrten zu Ausflügen und Zeltlagern. [1224]


Was 1866 mit einem kleinen Feuerwehr-Ausrüstungs-Geschäft in Linz (Österreich) begann, entwickelte sich zu einem globalen Branchenriesen. Rosenbauer ist der größte Hersteller von Feuerwehr-Fahrzeugen und -Geräten.

Ein Rüstwagen ist nach DIN 14555-3 ein Feuerwehrfahrzeug mit einer feuerwehrtechnischen Beladung, einem betriebsbereit ein- oder angebauten Lichtmast, einer eingebauten und vom Fahrzeugmotor angetriebenen maschinellen Zugeinrichtung sowie einem ebenfalls vom Fahrzeugmotor angetriebenem Generator.

In unserem Branchenguide - einer großen Firmendatenbank - präsentieren wir die Unternehmen der Feuerwehrbranche.

Bei einem Tanklöschfahrzeug (TLF) handelt es sich um ein Löschfahrzeug mit einer vom Fahrzeugmotor angetriebenen Feuerlöschkreiselpumpe, einer Einrichtung zu schnellen Wassergabe oder einer Schnellangriffseinrichtung, einem Löschwasserbehälter sowie einer feuerwehrtechnischen Beladung für einen Trupp. Vorrangigen Aufgabe sind die Bereitstellung von Löschwasser abseits befestigter Wege und Ausbringung von großen Mengen Löschwasser. Nach aktueller Norm gibt es drei Tanklöschfahrzeuge: TLF 2000, TLF 3000 und TLF 4000 beziehungsweise PTLF 4000.


Einsätze nach Starkregen gehören generell zum Alltag der Feuerwehr. Wird die Feuerwehr zu einem Einsatz "Keller unter Wasser" alarmiert, ist die Lage jedoch genauso unklar wie bei einem Brand. Und auch die Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden.Einsätze nach Starkregen gehören generell zum Alltag der Feuerwehr. Wird die Feuerwehr zu einem Einsatz "Keller unter Wasser" alarmiert, ist die Lage jedoch genauso unklar wie bei einem Brand. Und auch die Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden.

Elektro-Gefahren beim Einsatz von Tauchpumpen

Selbst bei einem vermeintlichen Standardeinsatz "Keller unter Wasser" in einem Wohngebäude kann eine erhebliche bis lebensbedrohliche Gefährdung durch überflutete Elektroinstallationen und -geräte für Einsatzkräfte bestehen, welche diese nicht erkennen können. Daher gilt insbesondere: Bereiche mit überfluteten elektrischen Installationen und -geräten nicht betreten.  Zunächst die Spannungsfreiheit herstellen (lassen), beispielsweise durch den Netzbetreiber.  Schaltelemente in überfluteten Bereichen dürfen durch elektrotechnische Laien nicht bedient werden. Nur die auf den Einsatzfahrzeugen zur Verfügung gestellte, genormte und geprüfte Ausrüstung (zum Beispiel Stromerzeuger, Kabeltrommel, Tauchpumpe) benutzen.  Achtung bei Photovoltaikanlagen und Solarstromspeichern im überfluteten Bereichen. Hier ist eine schnelle Spannungsfreischaltung häufig nicht möglich. Tim Pelzl, Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Einen weiteren Hinweis liefert auch die Fachempfehlung des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF): Verwendung von elektrischen Pumpen der Feuerwehr möglichst nur an Stromerzeugern der Feuerwehr. Sollte dies aufgrund der Einsatzsituation nicht realisierbar sein und es muss beispielsweise die Hausstromversorgung genutzt werden, darf der Anschluss nur über einen Personenschutzschalter (Nennstrom von maximal 30 Milliampere, allpolige Abschaltung, Schutzleiterüberwachung, Schutzart IP 54) erfolgen. Er muss nahe an der Stromentnahmestelle installiert werden. Weitere Hinweise aus der Fachempfehlung: Tauchpumpe nicht in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen.  Keine brennbaren Flüssigkeiten, Säuren, Laugen, Lösemittel mit der Tauchpumpe fördern.  Tauchpumpe nicht am Stromkabel zu Wasser lassen. Zu den Gefahren für die Mannschaft zählen auch die Schadstoffe, die sich im Wasser befinden. So sollten die Schläuche und Geräte, die im Wasser liegen, nie ohne Handschuhe – bestenfalls mit Gummihandschuhen – angefasst werden. Es gilt, die Schläuche nach dem Fördern von Schmutzwasser in die Schlauchwäsche zu geben. Alle anderen Geräte sind ausreichend mit klarem Wasser zu spülen beziehungsweise zu desinfizieren (besonders bei fäkalienbelastetem Wasser).

Einsätze effektiv und schnell abarbeiten

Nach der Feststellung der Gefahren an der Einsatzstelle sollte sich der Einheitsführer in der Erkundung folgende Frage stellen: Wie ist das Wasser in den Keller hineingekommen? Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass es zeitnah auch über den gleichen Weg wieder abläuft. Sofern nur das Rückschlagventil des Bodenablaufs defekt ist, kann das Wasser, nachdem sich der Rückstau in der Kanalisation abgebaut hat, wieder normal hierüber entweichen. Außerdem muss der Einheitsführer die Wasserhöhe ermitteln. Der Einsatz einer Tauchpumpe ist in der Regel nur bei einem Wasserstand von über 8 Zentimetern möglich. Sollte er sich darunter befinden, liegt es im Ermessen der Feuerwehr, wie hoch der Schaden ist, den das Wasser anrichten kann. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen Wohnräumen und reinen Lagerkellern. Aber natürlich können auch in Letzteren Werte lagern. Nach dieser Erkundung richtet sich die Entscheidung, ob ein Einsatz der Feuerwehr überhaupt möglich beziehungsweise nötig ist. Für die Positionierung der Tauchpumpe sollte die tiefste Stelle – bestenfalls ein Schacht oder ähnliches – gewählt werden. Um den Wasserstand an der Tauchpumpe hochzuhalten, können die Einsatzkräfte mit Kehrwerkzeug das Wasser in die Richtung schieben. Eine sehr gute Idee ist auch, zusätzlich eine Barriere um die Pumpe zu schaffen, damit das Wasser sich dort sammelt.  Um das Wasser optimal nach draußen zu fördern, darf die C-Schlauchleitung keine Knicke haben. Und die Feuerwehr muss darauf achten, wohin sie das Wasser fördert. Lässt sie es nah am Einsatzobjekt wieder in die Kanalisation laufen, kann ein Kreislauf entstehen. Und je nach Wassertiefe: Wathose nicht vergessen. [918]

DIN EN 14466 – Feuerlöschpumpen – Tragkraftspritzen

Sicherheits- und Leistungsanforderungen, Prüfungen

Diese Norm gilt für Tragkraftspritzen mit Feuerlöschpumpen nach EN 1028 („Feuerlöschpumpen – Feuerlöschkreiselpumpen mit Entlüftungseinrichtung“), die von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden und weder in Feuerwehrfahrzeugen fest eingebaut sind noch längere Zeit unbeaufsichtigt betrieben werden. Die zulässige Umgebungstemperatur liegt zwischen -15 und 35 Grad Celsius. Gemäß der DIN EN 14466 ist eine Tragkraftspritze eine durch einen Motor angetriebene Pumpe, die durch manuelle Kraft getragen werden kann und nicht dauerhaft in einem Feuerwehrfahrzeug eingebaut ist. [caption id="66912" align="aligncenter" width="600"] Mächtig viel Dampf beim Tragkraftspritzen-Test des Feuerwehr-Magazins. Fünf unterschiedliche Modelle testeten die Maschinisten-Ausbilder aus dem Kreis Ammerland. Foto: Preuschoff[/caption] Um die Betriebszeiten der PFPN im Einsatz verlängern zu können, wird der Einbau einer Fremdbetankungseinheit empfohlen, sofern der Hersteller eine Betankung während des laufenden Betriebes nicht zulässt. Hierfür steht entweder ein Dreiwegehahn mit Schnellkupplungsanschluss NW 6 Millimeter zur externen Versorgung über ein Kraftstoffentnahmegerät aus einem 20-Liter-Kanister zur Verfügung oder es wird direkt ein 20-Liter-Kanister als Kraftstofftank verwendet. Dieser kann dann entsprechend laufend getauscht werden. Die in dieser Norm angegebene Tragkraftspritze PFPN 10-1000 ersetzt die TS 8/8 aus der ehemaligen DIN 14410. Dabei sind auch die ehemaligen Typen TS 2/5, TS 4/5 und TS 24/3 nicht mehr erfasst, da hierfür keine genormten Pumpentypen nach DIN EN 1028 mit äquivalenten Leistungswerten mehr zur Verfügung stehen. Somit gilt jetzt die PFPN 6-500 als kleinster genormter Pumpentyp, da bei ihr die Kreiselpumpe FPN 6-500 (500 l/min bei 6 bar) eingebaut werden kann. https://www.feuerwehrmagazin.de/wissen/5-ergebnisse-des-tragkraftspritzen-tests-66911 Ebenso werden hinsichtlich der verwendeten Kupplungen am Saugstutzen sowie an den Druckabgängen keine Anforderungen in der Norm genannt. Diese sind in Europa nicht genormt, die Ausführung muss daher bei der Bestellung zwischen Anbieter und Käufer vereinbart werden. Gleiches gilt für die Umriss- und Gestellmaße. Es wird empfohlen, die aus der Vorgängernorm übernommenen Maße weiter anzuwenden, um unnötige Umbauten in den Fahrzeugen zu vermeiden. Die Tragkraftspritze muss die in EN 1028-1 festgelegten Garantiepunkte erfüllen.
  • geodätische Nennsaughöhe 3 m: 1.000 l/min bei 10 bar und Nenndrehzahl (+/- 5 Prozent);
  • geodätische Nennsaughöhe 7,5 m: 500 l/min bei 10 bar;
  • geodätische Saughöhe 3 m: 500 l/min bei 12 bar und einer Drehzahl unterhalb der Höchstdrehzahl.