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Wer kommt beim Alarm zum Einsatz? Reichen die Kräfte aus? Welche technischen Lösungen bietet der Markt für einen schnellen Überblick?
Handy als Melder

Feuerwehr Alarm Apps: Vor- und Nachteile

Digitale Alarmierungen über Apps sind mittlerweile bei vielen Feuerwehren Standard. Häufig verfügen Lösungen sogar über eine Rückmeldefunktion. Mit dieser lässt sich feststellen, ob ausreichend Kräfte zur Besetzung der Fahrzeuge verfügbar sind oder, ob beispielsweise benachbarte Wehren nachgefordert werden müssen. Doch die Alarmierung über Apps hat nicht nur Vorteile. Wir klären Euch über die Vorzüge und Nachteile von Alarm Apps bei der Feuerwehr auf.

Feuerwehr Alarmierungs Apps: Welche Soft- & Hardware und was bei der Beschaffung beachtet werden muss.
Die Vorteile von Feuerwehr Alarmierungs Apps liegen sprichwörtlich auf der Hand: Rückmeldefunktion, einfache Bedienbarkeit oder Zusatzfunktionen wie Dienstkalender. Doch bei einer Beschaffung müssen auch die Nachteile bedacht werden. Die vorschnelle Handlung kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Foto: Runnebaum; Montage: Wagner.

Vorteile:

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  • Rückmeldefunktion zur Einsatzbereitschaft, mit der gegebenenfalls schnell nachalarmiert werden kann.
  • Meist einfache Programmierung und Konfiguration.
  • Funkversorgung in Gebäuden kann durch WLAN sichergestellt werden.
  • Einfache Dokumentation des Einsatzes möglich sowie statistische Analysen zur Brandschutzbedarfsplanung.
  • In der Regel kein Zeitverzug bei Alarmauslösung.
  • Die Kräfte müssen theoretisch keinen Meldeempfänger mehr mitführen.
  • Günstiger, da theoretisch keine Melder beschafft und programmiert werden müssen.
Download: Alarmierungs-Apps

12 wichtige Punkte, die Ihr bei der Beschaffung einer Alarmierungs-App beachten solltet, eine große Marktübersicht mit 23 Feuerwehr App-Anbietern sowie Expertenmeinungen zu dem Thema findet Ihr im Download 'Alarmierungs-Apps'

1,50 €
AGB

Nachteile:

  • Gesetzgebung komplex: Datenschutz und Verschlüsselung müssen gewährleistet sein.
  • Mobilfunknetz kann insbesondere bei Großschadenslagen überlastet sein und somit Alarmierungen nicht oder nur teilweise zustellen.
  • Generell: Je mehr Software eingesetzt wird, desto fehleranfälliger ist ein System.
  • Wenn die Datenübermittlung über Server läuft, sollten diese optimalerweise redundant angebunden sein, falls einer ausfällt. Ansonsten wäre die Alarmierung für alle Einsatzkräfte gleichzeitig unterbrochen.
  • Akkulaufzeit von Smartphones ist meist wesentlich geringer als die von Pagern.
  • Smartphones können eher Ziel von Hackerangriffen sein.
  • Gegebenenfalls muss die Feuerwehr eine Leitlinie zur Internet-Nutzung und Installation von Antiviren-Software herausgeben, wenn sie eine App nutzen möchte.
  • IT-Unternehmen sind relativ dynamisch. Somit besteht die Gefahr, dass Software vom Stand der Technik überholt wird, kein Support mehr gewährleistet wird oder eine Firma vom Markt verschwindet.
  • Haftungsfragen bei Verstoß gegen Datenschutzgesetze oder Nichtalarmierung müssen geklärt werden.
  • Wenn ein Smartphone ausfällt, muss der Nutzer ein neues Gerät selber kaufen beziehungsweise die Reparaturkosten übernehmen.

 

Feuerwehr Alarmierung durch App mit Einsatzmonitor
Foto: Sander

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Der Melder ist mitzuführen. Punkt. Aus. Ende.

    Als Zusatzalarmierung, ja.
    Als erster Alarmierungsweg, nein.

    Ich weiß gar nicht, wieso man darüber diskutieren muss. Wenn ich Kommentare wie „Beides ist mir zum mitnehmen zu viel…“ dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Ich bezweifle das der LdF bzw. der KBM dieses Denken für gut befinden.

    In diesem Sinne.
    Mein Handy piept. Ich muss zum Einsatz.

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  2. Das mit der Zeitverzögerung ist bei uns auch so. Aber erst seit unsere Telefonanlage im Feuerwehrhaus auf schnelles Internet umgestellt wurde. Vorher war es so, dass wenn die Sirene den ersten Ton geschmissen hat, alle Handys geklingelt haben. Jetzt leider erst beim zweiten Lauf. Funktionieren tuts seit 10 Jahren tadellos.
    Wir arbeiten mit “Alarmruf Telekom”

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  3. Hallo, es kommt darauf an in welchem Bundesland Du wohnst (bzw. arbeitest) da sollte im Brandschutzgesetz (o.ä.) eine Formulierung stehen wie z.B. Der Arbeitgeber hat im Einsatzfall und auf für Lehrgänge freizustellen… weiter unten in den Paragraphen … die Kommune hat den Lohn für die o.g. Freistellung dem Arbeitgeber zu ersetzten. Ebenfalls sollte eine Formulierung zu finden sein … dem Feuerwehrangehörigen dürfen durch seinen Ehrenamtlichen Dienst keine Nachteile im Berufsleben widerfahren… DOCH – WER legt sich mit seinem Arbeitgeber an? Die Alarmierung über Handy ist keine offizielle Alarmierung lediglich als Zweitalarmierung zulässig weil die Telekom keine Garantie gibt dass der Alarmruf auch (schnell) durchgeht. Sirene und Pager laufen über eigene Netzte mit mehreren Redundanzebenen und sind daher kaum störanfällig.

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  4. Ich möchte auf Dauer mein Handy nicht immer mitführen müssen. Im Moment haben wir den A-Pager drauf. Der funktoniert ganz gut, aber wie gesagt, Unabhängigkeit vom Handy wäre mir lieber.

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  5. Sehe ich ganz genauso

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  6. Hallo zusammen,
    ich habe da mal eine Frage und hoffentlich kann mir die jemand beantworten.
    Wir in unserer kleinen Gemeinde haben vor längerzeit die Handyalarmierung eingeführt, da die meisten Feuerwehrleute außerhalb der Gemeinde ihren Arbeitsplatz haben und sonst nicht erreichbar wären.
    Meine Frage:
    Mein Arbeitgeber will alle privaten Smartphones etc. verbieten, die Handy´s dürfen nicht am Arbeitsplatz mitgeführt und müssen im Fahrzeug bleiben (am besten sogar ausgeschaltet). Ich bin in einem Bauplanungsbüro tätig und kann im Regelfall problemlos meinen Arbeitsplatz verlassen, doch mein AG hat kein Verständnis für diese Ehrenamt.
    Darf mein Chef mir mein Handy verbieten, auch wenn es zur Alarmierung dient?
    Mfg

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  7. Smartphone und Funkmeldeempfänger sind mir einfach zu viel zum Mitnehmen. Da bleibt das, was ich seltener brauche zuhause. SMS funktioniert bei uns bisher recht zuverlässig. Sirene läuft ja auch immer mit. Also keine Abschaltung wegen Nachtruhe oder so. Aber man hat halt gar keine Info, was los ist. Da würde ich mir seitens des Datenschutzes mehr Vertrauen in die Feuerwehrleute wünschen. Wer dann im Einsatz dabei ist, erfährt ja auch genug Sachen, die in der Öffentlichkeit absolut nichts zu suchen haben.

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  8. Hallo

    Kommt leider immer 404 nit found! 🙁

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  9. Wir haben das über eine WeiterleitungsApp ” …. Forwarder” (nicht Feuerwehrspezifisch) gelöst, funktioniert, aber ohne Rückkanal mit Stärkemeldung.

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  10. Wir hatten das gleiche Problem mit Alarmbox seit dem Update. Es gibt jedoch noch die alte Version auf der Seite des Herstellers
    https://dryden-digital.de/android-alarmbox-apps/#
    (hoffe der Fremdlink ist erlaubt).
    Diese installieren und keine Updates der App über den Appstore mehr machen!
    So funktionierts auch wieder bei uns aktuell.

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  11. Früher haben wir die Alarmbox verwendet, um SMS weiterzuleiten. Diese App wurde jedoch eingestellt. Gibt es hierzu eine Alternative? Einsatz-SMS kommt von der Leitstelle an eine Person, die wiederum an alle automatisch weitergeleitet werden soll.

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  12. Wenn der Melder geht dann hab ich keine zeit aufn Smartphone noch groß rumzutippen. Bzw bleibt dass dann oft zuhause liegen und da ist die app nutzlos.

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  13. Nur eine App für die Alarmierung der Feuerwehrkräfte zu nutzen, finde ich auch zu wenig. Da muss nur mal das Internet nicht funktionieren und dann ist es zu spät.

    Aber als Zusatzalarmierung u.a. zum Pager, zum Anruf (Sprachnachricht), zur E-Mail und SMS ist eine Alarmierungs App eine tolle Sache.
    Zumal kann man bei allen Kanälen, außer dem Pager, auch eine Rückmeldung geben, 1. ob man kommen kann / nicht kommen kann und 2. wann man beim Einsatzort ist.

    Tolle Sache und funktioniert wunderbar!

    Wir nutzen bei unserer Leitstelle die Alarmierungslösungen von Multibel.

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  14. Ich, sehe es wie Erik.
    Gerade die Datenschutzgeschichte, wenn per WhatsApp alarmiert wird, halte ich mit der undurchsichtigen Datenschutzgeschichte für fragwürdig.

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  15. Wir verwenden App-Alarmierung ausschließlich als redundante Option und Rückmelde-Mehrwert.
    Pager bleiben, Sirene bleibt, WhatsApp-Alarm bleibt, Alarmfax bleibt

    > Datenschutz-technisch werden nur Alarmstichwort übermittelt
    > Server sind extern beim Anbieter gehostet
    > WLAN im Gerätehaus ist vorhanden

    Wir haben ein Tablet mit Admin-Rechten auf dem Fahrzeug um im Notfall einen Alarm für Bereitschaftskräfte zu geben.

    Bis dato funktioniert die Alarmierung super; auf einem Gerät (Huawei P8) haben wir Probleme mit der lauten Alarmierung im lautlos Modus – ansonsten klappt das sehr gut

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  16. Und die Leitstelle muss ggf. auch noch mitmachen wollen/dürfen

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  17. => An Erik Robin: Es wird hier von Apps-Alarmierung gesprochen – also über Smartphone – nicht über Handy! Wir haben eine Anruf-Alarmierung über Festnetz/Handy – funktioniert technisch so weit. Nur ein Nachteil lässt sich bis dato nicht eleminieren: Eine Zeitverzögerung von einer halben Minute zur Sirene. Tja, die hochgelobte Technik 🙂

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  18. Die Abwägung der Vor- und Nachteile macht es eigentlich schon deutlich. Bei dermaßen schwerwiegenden Nachteilen sehe ich kaum eine Möglichkeit zur kompletten Umstellung auf die Handyalarmierung.

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