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Krank zum Feuerwehreinsatz - was ist erlaubt?
Handy als Melder

Feuerwehr Alarm Apps: Vor- und Nachteile

Digitale Alarmierungen über Apps sind mittlerweile bei vielen Feuerwehren Standard. Häufig verfügen Lösungen sogar über eine Rückmeldefunktion. Mit dieser lässt sich feststellen, ob ausreichend Kräfte zur Besetzung der Fahrzeuge verfügbar sind oder, ob beispielsweise benachbarte Wehren nachgefordert werden müssen. Doch die Alarmierung über Apps hat nicht nur Vorteile. Wir klären Euch über die Vorzüge und Nachteile von Alarm Apps bei der Feuerwehr auf.

Feuerwehr Alarmierungs Apps: Welche Soft- & Hardware und was bei der Beschaffung beachtet werden muss.
Die Vorteile von Feuerwehr Alarmierungs Apps liegen sprichwörtlich auf der Hand: Rückmeldefunktion, einfache Bedienbarkeit oder Zusatzfunktionen wie Dienstkalender. Doch bei einer Beschaffung müssen auch die Nachteile bedacht werden. Die vorschnelle Handlung kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Foto: Runnebaum; Montage: Wagner.

Vorteile:

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  • Rückmeldefunktion zur Einsatzbereitschaft, mit der gegebenenfalls schnell nachalarmiert werden kann.
  • Meist einfache Programmierung und Konfiguration.
  • Funkversorgung in Gebäuden kann durch WLAN sichergestellt werden.
  • Einfache Dokumentation des Einsatzes möglich sowie statistische Analysen zur Brandschutzbedarfsplanung.
  • In der Regel kein Zeitverzug bei Alarmauslösung.
  • Die Kräfte müssen theoretisch keinen Meldeempfänger mehr mitführen.
  • Günstiger, da theoretisch keine Melder beschafft und programmiert werden müssen.

12 wichtige Punkte, die Ihr bei der Beschaffung einer Alarmierungs-App beachten solltet,
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Expertenmeinungen zu dem Thema findet Ihr im Feuerwehr-Magazin 7/2019.

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Nachteile:

  • Gesetzgebung komplex: Datenschutz und Verschlüsselung müssen gewährleistet sein.
  • Mobilfunknetz kann insbesondere bei Großschadenslagen überlastet sein und somit Alarmierungen nicht oder nur teilweise zustellen.
  • Generell: Je mehr Software eingesetzt wird, desto fehleranfälliger ist ein System.
  • Wenn die Datenübermittlung über Server läuft, sollten diese optimalerweise redundant angebunden sein, falls einer ausfällt. Ansonsten wäre die Alarmierung für alle Einsatzkräfte gleichzeitig unterbrochen.
  • Akkulaufzeit von Smartphones ist meist wesentlich geringer als die von Pagern.
  • Smartphones können eher Ziel von Hackerangriffen sein.
  • Gegebenenfalls muss die Feuerwehr eine Leitlinie zur Internet-Nutzung und Installation von Antiviren-Software herausgeben, wenn sie eine App nutzen möchte.
  • IT-Unternehmen sind relativ dynamisch. Somit besteht die Gefahr, dass Software vom Stand der Technik überholt wird, kein Support mehr gewährleistet wird oder eine Firma vom Markt verschwindet.
  • Haftungsfragen bei Verstoß gegen Datenschutzgesetze oder Nichtalarmierung müssen geklärt werden.
  • Wenn ein Smartphone ausfällt, muss der Nutzer ein neues Gerät selber kaufen beziehungsweise die Reparaturkosten übernehmen.

–> Mehr zum Thema Feuerwehr Apps und App-Alarmierung findet Ihr auf unserer Themenseite

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Wer kommt beim Alarm zum Einsatz? Reichen die Kräfte aus? Welche technischen Lösungen bietet der Markt für einen schnellen Überblick?

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Nur eine App für die Alarmierung der Feuerwehrkräfte zu nutzen, finde ich auch zu wenig. Da muss nur mal das Internet nicht funktionieren und dann ist es zu spät.

    Aber als Zusatzalarmierung u.a. zum Pager, zum Anruf (Sprachnachricht), zur E-Mail und SMS ist eine Alarmierungs App eine tolle Sache.
    Zumal kann man bei allen Kanälen, außer dem Pager, auch eine Rückmeldung geben, 1. ob man kommen kann / nicht kommen kann und 2. wann man beim Einsatzort ist.

    Tolle Sache und funktioniert wunderbar!

    Wir nutzen bei unserer Leitstelle die Alarmierungslösungen von Multibel.

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  2. Ich, sehe es wie Erik.
    Gerade die Datenschutzgeschichte, wenn per WhatsApp alarmiert wird, halte ich mit der undurchsichtigen Datenschutzgeschichte für fragwürdig.

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  3. Wir verwenden App-Alarmierung ausschließlich als redundante Option und Rückmelde-Mehrwert.
    Pager bleiben, Sirene bleibt, WhatsApp-Alarm bleibt, Alarmfax bleibt

    > Datenschutz-technisch werden nur Alarmstichwort übermittelt
    > Server sind extern beim Anbieter gehostet
    > WLAN im Gerätehaus ist vorhanden

    Wir haben ein Tablet mit Admin-Rechten auf dem Fahrzeug um im Notfall einen Alarm für Bereitschaftskräfte zu geben.

    Bis dato funktioniert die Alarmierung super; auf einem Gerät (Huawei P8) haben wir Probleme mit der lauten Alarmierung im lautlos Modus – ansonsten klappt das sehr gut

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  4. Und die Leitstelle muss ggf. auch noch mitmachen wollen/dürfen

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  5. => An Erik Robin: Es wird hier von Apps-Alarmierung gesprochen – also über Smartphone – nicht über Handy! Wir haben eine Anruf-Alarmierung über Festnetz/Handy – funktioniert technisch so weit. Nur ein Nachteil lässt sich bis dato nicht eleminieren: Eine Zeitverzögerung von einer halben Minute zur Sirene. Tja, die hochgelobte Technik 🙂

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  6. Die Abwägung der Vor- und Nachteile macht es eigentlich schon deutlich. Bei dermaßen schwerwiegenden Nachteilen sehe ich kaum eine Möglichkeit zur kompletten Umstellung auf die Handyalarmierung.

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