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Waldbrandbekämpfung der Zukunft

Braucht Deutschland Löschflugzeuge?

Prognosen zum Klimawandel gehen davon aus, dass die Vegetationsperioden hierzulande immer trockener werden. Heißt: weniger Regen im Frühjahr und Sommer. Die Waldbrände der vergangenen Jahre haben eindrücklich gezeigt, was das für Folgen hat. Doch den Berechnungen zufolge ist das nur der Anfang. Wie kann sich die Feuerwehr für Brände dieser Größenordnung besser aufstellen? Eine heiß diskutierte Lösung: Löschflugzeuge. Wir haben vier Experten gefragt, was sie davon halten.

Diskutiert wird seit einigen Jahren der Einsatz von Löschflugzeugen in Deutschland. Bereits kleine Maschinen wie diese PZL M-18 Dromader können 2.200 Liter Wasser aufnehmen und die Flugstunde ist finanziell vergleichsweise günstig, sagen Experten.  (Bild: DLFR)

“Je kritischer die Lage wird, desto wichtiger ist auch ein Auge aus der Luft”, sagt Jan Südmersen zur Taktik bei größeren Waldbränden. Südmersen ist unter anderem Mitbegründer und Vorsitzender des international tätigen Katastrophenschutzvereins @fire sowie Fachbuchautor. “Das kann eine Drohne, ein Flugzeug oder ein Hubschrauber sein.” Und nicht nur für das Lagebild können Luftfahrzeuge wertvoll sein. Bei den besonders verheerenden Vegetationsbränden in Treuenbrietzen (BB, 2018), Jüterbog (BB, 2019) und Gummersbach (NW, 2020) erfolgte auch Brandbekämpfung aus der Luft – mit Hubschraubern.

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Teure Hubschrauber von Polizei und Bundeswehr

Doch die sind teuer. Die Kosten für einen Hubschraubereinsatz betragen etwa zwischen 4.000 und 23.000 Euro. Pro Flugstunde wohlgemerkt und je nach Modell beziehungsweise Größe.

“Günstigste” Variante sind die leichten Transporthubschrauber Airbus Eurocopter EC 135 der Bundes- und Landespolizeien. Sie sind aber lediglich in der Lage, Außenlastbehälter mit maximal 500 Liter Wasser aufzunehmen. Behälter mit 2.000 Liter können durch mittelschwere Aérospatiale AS 332 “Super Puma” der Polizei getragen werden. Ihr Einsatz ist aber schon wesentlich teurer.

Im September 2018 gab die Bundesregierung als Antwort auf eine Kleine Anfrage an, bei der Bundespolizei-Fliegergruppe könnten deutschlandweit täglich bis zu fünf leichte und bis zu zwölf mittlere Transporthubschrauber mit den nötigen Lasthaken ausgerüstet werden. Hinzu kommen Hubschrauber der Landespolizeien sowie private Anbieter.

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Große Außenlastbehälter mit einer Kapazität von 5.000 Litern sind lediglich durch Sikorsky CH-53 der Bundeswehr nutzbar. Davon seien in der Saison von Mai bis August täglich im Schnitt zehn einsatzbereit, hieß es in der Antwort. Der Einsatz von NH 90-Hubschraubern zur Brandbekämpfung sei zudem in der Erprobung.

Die Anforderung von Hubschraubern der Polizei oder Bundeswehr zum Löschen mit Außenlastbehältern – wie hier mit einem Airbus Helicopters H155 (ehemals EC 155, vorn) und einem Sikorsky CH-53 (hinten) – ist nach wie vor schwierig und teuer. Doch insbesondere in der Anfangsphase eines Vegetationsbrandes ist ihr Einsatz extrem effektiv. Und: Anders als Löschflugzeuge eignen sich Hubschrauber auch zum Transportieren von Mannschaft und Material in unzugängliches Terrain. (Bild: Timo Jann)

Die Kapazität richtet sich aber auch nach den örtlich vorhandenen Löschwasser-Außenlastbehältern und Einsatzkräften, die zum Einhängen selbiger ausgebildet sind. Und es muss offene Gewässer geben. Heißt im Klartext: Hubschrauber sind generell nur in begrenzter Stückzahl zur Waldbrandbekämpfung verfügbar und teuer.

Löschflugzeuge aus umgerüsteten Agrarfliegern

Prof. Dr. Johann Georg Goldammer ist Leiter der Arbeitsgruppe Feuerökologie am Max-Planck-Institut für Chemie und der Universität Freiburg, Direktor des Global Fire Monitoring Center (GFMC) und Feuerwehrmann. Er plädiert dafür, als Ergänzung kleinere Löschflugzeuge mit 1,5 bis 3 Tonnen Zuladung einzusetzen: “Sie könnten eine Nische im mittleren nordöstlichen Flachland besetzen. Und da gibt es auch schon Erfahrungen aus der DDR, wo Agrarflieger geflogen sind, die auf Feldflughäfen betankt werden konnten.”

Umgerüstete Agrarflugzeuge, wie M-18 Dromader des polnischen Herstellers PZL oder Air Tractor AT-802 seien optimal, findet Michael Goldhahn, Pilot, Fluglehrer und Geschäftsführer der Deutschen Löschflugzeug Rettungsstaffel (DLFR). “Große Maschinen wie die Canadair CL-415-Amphibienflugzeuge ergeben in meinen Augen keinen Sinn für einen Einsatz in Deutschland”, sagt er.

Große Löschflugzeuge wie Canadair CL-415 oder dieser mittlerweile außer Dienst gestellte Supertanker von Evergreen ergeben aus Sicht einiger Experten keinen Sinn in Deutschland. (Wie der aktuelle Supertanker aussieht und was er leistet, erfahrt Ihr hier!)

Flugzeuge als schnelle und wirtschaftliche Lösung

“Eindeutiger Vorzug der Flugzeuge gegenüber Hubschraubern ist: es gibt keinen Downwash (Abwind) durch die Rotorblätter, der ein Feuer auch anfachen kann”, erklärt Prof. Goldammer. Mit einem Flugzeug käme das Wasser in einigen topographie- und wetterbedingten Situationen kompakter und präziser an.

Der DLFR-Geschäftsführer fügt hinzu: “Ich stimme auch der Behauptung nicht zu, dass Flugzeuge Hubschraubern im Gebirge oder anderen topografisch anspruchsvollen Arealen unterlegen sind. Es gibt in Deutschland kaum so enge Schluchten, dass sie nicht ebenso gut von einem Flugzeug angeflogen werden können.”

“Die Betriebskosten eines solchen Löschflugzeuges sind zudem bei vergleichbarer Wassermenge günstiger als die eines Hubschraubers”, so der Feuerökologe Goldammer. Dem pflichtet Goldhahn bei: “Bei einer Übung in Deggendorf haben wir die Löschkapazitäten einer Dromader mit denen von zwei Hubschraubern gleichzeitig getestet – einem EC 155 und einem EC 135. Das Ergebnis: Nach einer Stunde hatte die Dromader genau so viel Löschwasser abgeworfen, wie beide Hubschrauber zusammen. Und das, obwohl das Flugzeug einen längeren Weg zur Löschwasseraufnahme hatte. Man muss dabei berücksichtigen: Der EC 135 fliegt nur unter optimalen Voraussetzungen mit 500 Litern im Außenlastbehälter.”

Die Betankung der Flugzeuge mit Löschwasser sei dabei einfach und ungefährlich. “Geübtes Personal wie beispielsweise eine Flughelfer-Staffel kann die Dromader in weniger als einer Minute volltanken”, sagt Goldhahn. Die Einsatzkräfte nähern sich bei dem Vorgang dem Flugzeug von der Rückseite, was einen Kontakt mit dem Propeller ausschließe. Sie füllen das Löschmittel über zwei B-Anschlüsse ein, die sich unmittelbar hinter den Tragflächen befinden.

Flughelfer können Löschflugzeuge bei laufendem Motor über zwei B-Eingänge hinter den Tragflächen befüllen. Geübtes Personal soll das in weniger als einer Minute schaffen. (Bild: DLFR)

Goldhahn: “Das Wasser kann aus Hydranten oder aus Gewässern entnommen werden. Zudem ist der Einsatz von feuerhemmenden Löschmittelzusätzen (Retardant) möglich. Wir verwenden dabei umweltfreundliche und biologisch abbaubare Produkte.”

Weiterer Vorteil der kleinen Löschflugzeuge sei die schnelle Rüstzeit. “In 10 Minuten ist ein Flugzeug einer Bereitschaftsstaffel in der Luft und damit wesentlich schneller einsatzbereit als ein Hubschrauber, der erstmal den Außenlastbehälter mitnehmen muss”, so der DLFR-Geschäftsführer.

Munitionsbelastete Flächen hingegen seien für Flugzeuge und Hubschrauber gleichermaßen gefährlich. “Klar kann das Flugzeug durch seine höhere Geschwindigkeit schneller den Gefahrenbereich verlassen. Aber einer ausreichend großen Explosion entkommt keines der Luftfahrzeuge”, sagt Goldhahn.

Der Weg zur Löschflugzeug-Staffel

Größte Hürde sei indes die Schaffung von in Deutschland gültigen Pilotenlizenzen. Und die seien auch notwendig, da der Abwurf von mehreren Tonnen Wasser ein Risiko für die Bodenkräfte birgt, die in der Nähe bereitstehen müssen. “Da bräuchte es meiner Meinung nach ein Public-Private-Partnership”, sagt Goldammer. Also eine geregelte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden.

Goldhahn relativiert: “Nach 400 erfolgten Flugstunden kann ein Pilot in Deutschland eine Sprühberechtigung beantragen. Nur die ersten Ausbildungen zum Abwurf müssten im Ausland stattfinden, da hierzulande zu wenig Expertise vorhanden ist. Danach könnte aber ein Lehrbetrieb für Piloten auch in Deutschland aufgebaut werden.”

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Er sehe zwei vernünftige Wege zur Gründung einer Löschflugzeug-Staffel: “Entweder als gemeinnützige GmbH oder als Zweckverband. So ein Unternehmen darf meiner Meinung nach zwar keinen Gewinn erzielen, aber Sie können hier auch nicht mit ehrenamtlichen Hobbypiloten arbeiten. Der Markt für qualifiziertes Personal ist entsprechend klein und die Kosten müssen gedeckt werden.”

Für eine erste Staffel rechnet der Fluglehrer mit drei Flugzeugen und je einem Piloten, sodass zwei Piloten ständig einsatzbereit sein können. “Der Standort sollte zentral in Deutschland gelegen sein, um innerhalb von 1,5 Stunden jede Einsatzstelle erreichen zu können”, so Goldhahn. Zwei bis drei Bundesländer oder alternativ 30 bis 40 Kreise müssten sich zusammentun, um eine Staffel zu gründen. Langfristig sehe er die Notwendigkeit für sechs bis acht Flugzeuge, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg.

“Das Konzept für eine Löschflugzeug-Staffel liegt vor – inklusive kompletter Finanzierung”, sagt der DLFR-Geschäftsführer. “Bei meinen Berechnungen komme ich pro Einsatzstunde auf 3.700 Euro, darin ist alles enthalten: Beschaffung, Sprit, laufende Kosten und so weiter. Sogar der bezahlte Urlaub der Piloten ist mit eingerechnet.” Grundlage der Berechnung sei, dass jedes Flugzeug im Jahr mindestens 100 Stunden in der Luft ist – ob bei Einsätzen oder Übungen. Damit sei gewährleistet, dass die Piloten qualifiziert bleiben. Aktuell verfüge die DLFR über keine eigenen Flugzeuge.

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Und ein weiteres Hindernis ist noch zu stemmen. “Die Feuerwehr hat aktuell keine Möglichkeit der schnellen und unkomplizierten Anforderung zur Brandbekämpfung aus der Luft”, bemängelt Südmersen. “Es bräuchte klare Alarmierungswege und Regelungen zur Kostenübernahme. Der Einsatz von Fluggeräten ist in der Anfangsphase am effektivsten. In Spanien beispielsweise gibt es für Luftfahrzeuge eine Hilfsfrist von 15 Minuten. In Deutschland aktuell undenkbar. Auch weil die Kommunen erstmal Angst vor der großen Rechnung haben. Dabei wird häufig nicht bedacht: Eine Anforderung in einer frühen Phase senkt die Kosten, weil das Feuer schneller gelöscht ist. Für die frühe Nutzung von Löschflugzeugen würde die kurze Hilfsfrist aber auch bedeuten: Es bräuchte ein entsprechend dichtes Netz von Standorten. Da bin ich noch skeptisch.”

Löschflugzeuge nur Symbolpolitik?

Karl-Heinz Knorr, Erster Katastrophenschutzbeauftragter des Landes Bremen und damaliger Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) sagte gegenüber dem Feuerwehr-Magazin bei einem Interview im Juli 2018: “Der bereits sehr gute Brandschutz in Deutschland verfügt über sehr gute Ortskenntnisse und sehr kurze Eingreifzeiten, gute Infrastruktur in den Wäldern sowie kurze Meldezeiten. Anstelle von Löschflugzeugen sollten andere Punkte primär angegangen werden.” 

Er verwies darauf, dass es wichtiger sei, geländegängige Tanklöschfahrzeuge vorzuhalten, leichte Persönliche Schutzausrüstung für die Vegetationsbrandbekämpfung zu beschaffen, Einsatz und Führungskräfte besser zu schulen und die Verfügbarkeit von Bundeswehr-Hubschraubern zu erhöhen. “Bei einer Wetterlage mit erhöhtem Waldbrandgefahrenindex sollten mindestens zwei, besser drei Bundeswehr-Maschinen mit jeweils zwei Crews einsatzbereit im Bereich der potentiell gefährdetsten Gebiete stehen”, sagt Knorr. Insbesondere Sikorsky CH-53 mit 5.000-Liter-Außenlastbehältern sollten vorgehalten werden. Die wartungsarmen und platzsparenden Behälter seien außerdem schnell und leicht verfügbar.

“Wenn diese Punkte umgesetzt sind, hat niemand etwas gegen Löschflugzeuge – vorher sind sie nur Symbolpolitik!”, so der Landeskatastrophenschutzbeauftragte.

Alle Experten sind sich in einem Punkt einig: Hubschrauber werden auch in Zukunft unverändert ein wichtiger Bestandteil der Brandbekämpfung sein, zumal mit ihnen auch Personal und Gerät in unzugänglichem Terrain abgesetzt werden kann.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich bin der gleichen Meinung wie Herr Kühl.
    Warum kann man nicht eine oder zwei ausgediente Transall C130 wieder als Löschflugzeug umrüsten, so wie 1988 in Borstel beim Moorbrand.
    Diese Transall soll von der EU finanziert werden und in ganz Europa zum Einsatz kommen. Die Transall ist ein gutmütiges und robustes Flugzeug, mit der man alles machen kann. Klar ist, dass es keine Ersatzteile mehr gibt, man muss halt ein paar Euro mehr ausgeben für den Erhalt, was sich aber bei der zukünftigen Klimakatastrophe rentiert.

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  2. Hallo, mir geht es nicht unbedingt um Deutschland ! Warum ist man auf europäischer Ebene nicht in der Lage, für kommende Katastrophen ( die sicher kommen werden ! ) entsprechende Vorkehrungen zu treffen ? Für jeden Mist wird Geld zum Fenster rausgeworfen – warum nicht für Feuer- und Flutkatastrophen ? Und diese Einheiten entsprechend stationieren ! Haben wir hier z.B. nicht zig Flughäfen ? Sind wir hier nicht ziemlich mittig in Europa ? Ist nicht jedes europäische Land von Deutschland aus per Flugzeug in überschaubarer Zeit zu erreichen ?
    Ich verstehe nicht auf was man wartet !
    Grüße
    Matthias

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  3. Meine Frage zu dem Thema wäre, warum scheuen sich die Landkreise vor der Beschaffung von GTLF in Gebieten mit größerem Waldvorkommen?
    Jeder weiß, daß die Sommer möglicherweise heißer und trockener werden. Löschteiche sind in Wald und Feld Mangelware. Hier muß ein Umdenken stattfinden.

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  4. Wir müssen Anfangen vorzubauen in Sachen Waldbrandbekämpfung noch lassen sich die Brände mit den verfügbaren Mitteln bekämpfen.
    Aber in ein paar Jahren wird es anders aussehen und wir müssen uns darauf vorbereiten.
    Brandschutz durch Bundeswehr und Polizei Hubschrauber ist auf dauer sehr teuer und wenig effektiv.
    Deshalb ist es an der Zeit Löschflugzeugstaffeln aufzubauen wie hier auch Beispielsweise erläutert wurde.
    Das man die Ausbildung im Ausland einkaufen muss zeigt doch wie unvorbereitet man ist.
    3 Kleine Staffeln sollte man doch einrichten können, besonders in Nord und Ostdeutschland besteht und auch im Süden besteht wegen der vielen Truppenübungsplätze und auch großen Waldgebieten bedarf.

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  5. “Die Kapazität richtet sich aber auch nach den örtlich vorhandenen Löschwasser-Außenlastbehältern und Einsatzkräften, die zum Einhängen selbiger ausgebildet sind. Und es muss offene Gewässer geben” Meines Wissens nach ist es sehr wohl auch möglich Faltbehälter durch Bodencrews über Füllstutzen füllen zu lassen. Sollte das aus irgendeinem Grund bei den vorhandenen Behältern nicht der Fall sein, ließe sich das Problem durch Neubeschaffungen kostengünstig lösen. Geländegängige TLF, Löschrucksäcke und zentral organisierte Bodencrews zur Waldbrandbekämpfung wären sicher auf Dauer günstiger und nachhaltiger als Löschflugzeuge. Wir haben genug ehrenamtliches Personal, das teils sehr motiviert ist solche Aufgaben zu übernehmen, sofern Organisation und Ausbildung stehen.

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  6. Waldbrandbekämpfung in den Niederlanden mit Hilfe der Luftwaffe

    https://www.youtube.com/watch?v=MUyGFV7fkVY

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  7. Danke für den Hinweis. Satz ist zur Konkretisierung angepasst (“in unzugänglichem Terrain”). Beste Grüße aus der Redaktion, Nils Sander

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  8. Danke für den Hinweis. Ist korrigiert. Beste Grüße aus der Redaktion, Nils Sander

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  9. „Waldbrände werden am Boden gelöscht“ laute eine alte Weisheit. Wie so oft im Leben trifft dies aber eben nicht immer zu. Im Land Brandenburg z.B. sind große (Wald-) Flächen auf Grund der ehemaligen militärischen Nutzung hochgradig kampfmittelbelastet und daher für die Feuerwehr nicht zu betreten. Hier leisteten die besagten ehemaligen Agrarflieger (nach der politischen Wende) sehr gute Dienste- bis der Vertrag, sicher aus Kostengründen, gekündigt wurde. Inzwischen sind vor allem die Bundespolizei aber auch die Bundeswehr in Brandenburg verlässliche Partner in der Waldbrandbekämpfung geworden. Dennoch- und das belegen Forschungen von Forst und Feuerwehr aus DDR Zeiten, ist die Waldbrandbekämpfung aus der Luft mit Flugzeugen effektiver als mit Hubschraubern. Da ich sowohl die Agrarflieger als auch die Hubschrauber im Einsatz erlebt habe, kann ich das auch durchaus beurteilen. Es gibt ja in Brandenburg durchaus Bestrebungen ein oder mehrere von der EU- (co-) finanzierte Löschflugzeuge zu stationieren. Allerdings wird von entsprechend großen Maschinen gesprochen. Zweifelsfrei haben diese auch ihre Berechtigung- aber nicht in Deutschland und auch nicht als letztes Mittel der Wahl. Zum Einsatz würden diese Maschinen planmäßig ja erst kommen wenn alle nationalen Ressourcen gebunden sind. Auch hier kann ich aus eigenem Erleben nur sagen, in Griechenland, Spanien, Frankreich, Portugal und in den skandinavischen Ländern macht das sicher Sinn, aber in Deutschland benötigen wir einfach mehrere kleinere Maschinen die auch auf den vielerorts vorhandenen Verkehrslandeplätzen befüllt und betankt werden können. Ich möchte hier nicht falsch verstanden sein- wir werden Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr auch weiterhin benötigen, aber dem zunehmendem Klimawandel und den stetig älter werdenden Kampfmitteln in den Böden werden uns nicht dauerhaft verschließen können- und bei allen Rufen nach mehr und neuer Technik sollten wir den vorbeugenden Waldbrandschutz nicht vergessen….

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  10. Unsinn, wir brauchen die eine Novelle der Feuerwehrfahrzeuge. Ordentliche Fahrzeuge mit Geländegängigkeit und Sonderfahrzeuge, aber keine TSF hier TSF da, es muss endlich klar werden, Feuerwehr kostet und das nicht wenig.

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  11. Abgesehen von der falschen Bildunterschrift (es handelt sich, wie von Jörg Westphal bereits angemerkt um eine EC155, nicht um eine AS 332) ist auch der Satz “Anders als Löschflugzeuge eignen sich Hubschrauber auch zum Transportieren von Mannschaft und Material.” irreführend. Die französische Securite Civile setzt schon seit einige Jahren mehrere Dash 8-400MR ein, die neben der Brandbekämpfung auch für Pax, Cargo, Pax/Cargo oder MedEvac-Missionen eingesetzt werden kann.

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  12. Bei der nächsten Waldbrandsaison steht das wieder einmal ganz oben auf der Agenda.
    Leider bleibt das, wahrscheinlich auch wieder dabei aber
    Wieso muss Deutschland immer wieder etwas neues erfinden um der Welt etwas zu beweisen, daß klappt aber schon seit Jahren nicht mehr.
    Es gibt so viele gute Konzepte in den Nachbarländern, Europa oder sogar weltweit.
    Hier kann und darf man (ohne rot zu werden) sich abschauen, vielleicht auch Synergien nutzen. Planungen bzw. den Aufbau solcher Einheiten dann auf Kreis, Land, Bund oder Europaebene vorantreiben und auch einmal Erfahrungen anderer Länder hinzunehmen.
    Es gibt vielleicht auch die Möglichkeit dies, mit den grenzüberschreitenden “kleinen Absprachen”, zukünftig etwas größer aufzunehmen und umzusetzen.
    Wenn ich den grenzüberschreitenden Einsatz im Naturgebiet “de Meinweg” im letzten Jahr sehe fällt auf, daß Anforderungen von Material und heranschaffen von Wasser im Nachbarland (NL) wesentlich besser und schneller vonstatten gehen kann.
    Aber wie schon oben geschrieben, sehen wir uns im nächsten Jahr wieder an der gleichen Stelle……

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  13. Der Artikel ist sehr interessant.Im Artikel wurde kurz erwähnt, dass auf dem Gebiet der DDR schon Erfahrungen mit Löschflugzeugen gesammelt wurden. Nach 1990 bestand an diesen Erfahrungen offenbar kein Interesse mehr. Alle Agrarflugzeuge (Krug, Dromedar), die durchweg für die Waldbrandbekämpfung geeignet waren, wurden in alle Welt verkauft. Also erfinden wir das Fahrrad jetzt wieder neu.
    Noch ein Hinweis an die Redaktion. Die Bildunterschrift beim Foto mit den beiden Hubschraubern ist nicht ganz richtig. Bei dem abgebildeten Hubschrauber der Bundespolizei handelt es sich nicht um eine AS 332 Super Puma. Dargestellt ist ist das Muster EC 155 (H 155) und ist ein leichter Transporthubschrauber. Die Super Puma ist noch eine deutliche Nummer größer.

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