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Flugplatz Welzow als Standort

Basis für europäische Löschflugzeuge in Brandenburg?

Welzow (BB) – Die Europäische Union will mit dem Projekt “rescEU” den Katastrophenschutz in Europa stärken. Das von der EU mit rund einer halbe Milliarde Euro finanzierte Projekt soll Ressourcen wie Feldlazarette, Pumpen aber auch Löschflugzeuge bereitstellen – und die Mitgliedsstaaten unterstützen, wenn im Katastrophenfall die eigenen Mittel nicht mehr genügen. Die Kleinstadt Welzow (rund 3.500 Einwohner) im Landkreis Spree-Neiße, südlich von Cottbus, möchte in diesen Plänen eine Rolle spielen. Die Idee: Auf einem See nahe des örtlichen Verkehrslandeplatzes könnten schwimmfähige Löschflugzeuge der EU stationiert werden, die in einem Radius von mindestens 400 Kilometern zum Einsatz kommen. 

Das berichtet RBB. Den Flugplatz hatte zu DDR-Zeiten die sowjetische Armee genutzt, er befindet sich unmittelbar neben dem Sedlitzer See. In der Kommunalpolitik wird der Plan positiv aufgenommen – die Bürgermeisterin erhofft sich neue Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region. Während das angrenzende Sachsen der Idee offen gegenüber steht, zeige sich das Brandenburger Ministerium eher skeptisch, berichtet RBB. Der Deutsche Feuerwehrverband hatte im Sommer 2018 Löschflugzeuge als “Symbolpolitik” kritisiert (siehe Beitrag “Brauchen deutsche Feuerwehren Löschflugzeuge?“). 

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Hier geht´s zum Originalbeitrag: “Welzow will Löschflugzeuge” (RBB, 19.02.2019)

Tipp: Richtiges Vorgehen bei Wald- und Flächenbränden

Alles, was ihr über die Bekämpfung bei Bränden in der Natur wissen müsst, steht in diesem Feuerwehr-Magazin-Sonderheft.

Ende September 2018 war die Idee erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden – hier ein Video-Beitrag von “Niederlausitz aktuell”:

Einsatzkräfte de FF Treuenbrietzen bekämpfen im Sommer 2018 einen Waldbrand. Könnten die Kräfte künftig durch in Brandenburg stationierte Löschflugzeuge unterstützt werden? Foto: FF Treuenbrietzen
Produkt: Download Heidebrand von 1975
Download Heidebrand von 1975
Der Heidebrand von 1975 gilt als schwerste Waldbrandkatastrophe Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg. 34.000 Kräfte kämpften mehrere Tage gegen die Flammen.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Bevor man über Löschflugzeuge nachdenkt, welche im Sommer sowieso in Südeuropa gebraucht werden, sollte man lieber mal mit der Beschaffung von vernünftigen Schaufeln (nicht wie auf dem Titelbild) und der einheitlichen Ausbildung (Basics in der Truppmannausbildung) und angepassten persönlichen Schutzausrüstung des Bodenpersonals für die Waldbrandbrandbekämpfung anfangen. Selbst wenn in Welzow eines Tages EU-Löschflugzeuge stationiert sein sollten, löst das nicht die Probleme der Bodentruppen.

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  2. Wäre das nicht etwas für die Flugplätze der Bundeswehr, die auf absehbare Zeit zu erheblichen Kosten ohne nennenswerten Flugbetrieb betrieben werden?

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