Oyten (NI) – Die Freiwillige Feuerwehr Oyten (Kreis Verden), Ortsfeuerwehr Bassen, hat im Oktober 2024 ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) in Dienst gestellt. Die offizielle Übergabe mit symbolischer Schlüsselübergabe folgte im April 2025 im Beisein von Gästen aus Feuerwehr und Verwaltung.
Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 der Ortsfeuerwehr Bassen auf Mercedes-Benz Atego 1530 AF mit Ziegler-Aufbau. (Bild: Boas)
Das HLF basiert auf einem Mercedes-Benz Atego 1530 AF mit Allradantrieb und feuerwehrtechnischem Auf- und Ausbau von Ziegler aus Giengen an der Brenz. Die Indienststellung erfolgte am 12. Oktober 2024. Bereits einen Tag später rückte das HLF 10 zu einem ersten Einsatz, einem Saunabrand der Kategorie F2, aus.
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Ein halbes Jahr danach, im April 2025, lud die Ortsfeuerwehr Bassen zur feierlichen Übergabe an der Großen Straße ein. Nach Angaben der Gemeinde Oyten nahmen mehr als 100 Gäste an der Veranstaltung teil. Bürgermeisterin Sandra Röse überreichte dabei symbolisch den Fahrzeugschlüssel an Gemeindebrandmeister Holger Mindermann und Ortsbrandmeister Matthias Meyer.
Das HLF 10 verfügt über einen Sechszylinder-Dieselmotor des Typs OM 936 LA mit einer Leistung von 220 kW (299 PS). Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 16.800 Kilogramm. Das Fahrzeug ist für eine Gruppenbesatzung ausgelegt. In der Mannschaftskabine können sich Angriffs- und Wassertrupp gleichzeitig mit Atemschutz ausrüsten; zudem werden Wärmebildkameras mitgeführt.
Der Aufbau in ALPAS-3-Ausführung verfügt über sieben Geräteräume. Zur Löschwasserversorgung ist ein Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 2.500 Litern verbaut. Die Feuerlöschkreiselpumpe erreicht eine Förderleistung von 2.000 Litern pro Minute bei einem Ausgangsdruck von zehn Bar und ist mit einer Pump-&-Roll-Funktion ausgestattet. Ein fest installierter Anschluss für einen Wasserwerfer befindet sich auf dem Dach.
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Außerdem ist ein Schaummitteltank mit 120 Litern verbaut, ergänzt durch zusätzliche Schaummittelkanister. Die Schaummittelabgabe erfolgt über einen Zumischer; am Heck sind entsprechende Abgänge vorhanden.
Für Einsätze der Technischen Hilfeleistung führt das Fahrzeug umfangreiche Ausrüstung mit, darunter hydraulische Rettungsgeräte, Hebekissen, Motorsägen, Trennschleifer, Material zur Airbagsicherung, Glasmanagement sowie ein Stabilisierungssystem. An der Fahrzeugfront ist eine Seilwinde mit einer Zugkraft von 50 kN installiert. Zur Ausleuchtung der Einsatzstelle stehen ein pneumatischer Lichtmast sowie eine Umfeld- und Heckwarnbeleuchtung zur Verfügung.
Mit der Indienststellung des HLF 10 wurde ein LF 8/6 aus dem Baujahr 1998 außer Dienst gestellt. Die Kosten für das neue HLF 10 belaufen sich auf 450.000 Euro.