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Die wichtigsten Knoten und Stiche für die Jugendfeuerwehr.
Lesen muss Spaß machen

Jugendfeuerwehr Zeitschrift selber machen

Schon einmal daran gedacht, eine eigene Jugendfeuerwehr-Zeitschrift oder Zeitung zu produzieren? Das ist nämlich prima Mitgliederwerbung und macht auch noch Spaß! Wir erklären Euch Schritt für Schritt, wie Ihr eine eigene Redaktion aufbaut und ein Heft plant.

Eine eigene Jugendfeuerwehr Zeitschrift oder Zeitung zu erstellen ist heutzutage weder kompliziert noch teuer. Sinnvoll ist es allerdings, wenn Ihr Euch vorher ein paar Gedanken zur Umsetzung macht. Wie die Jugendfeuerwehren Flechtorf und Barver mit den “Funkennews” und dem “Dorftratsch”. Foto: Rüffer/JF Flechtorf/JF Barver; Montage: Sander

Euer erster Schritt zur eigenen Zeitschrift oder Zeitung ist die Gründung einer Redaktion beziehungsweise eines Teams. Im Optimalfall kennt Ihr Kameraden, die gern schreiben, welche, die gern fotografieren oder gut zeichnen beziehungsweise malen können und vielleicht noch jemanden, der sich mit Bildbearbeitung und/oder Layout am PC auskennt. Zudem braucht Ihr noch jemanden, der gut organisieren und ein bisschen „Chef“ spielen kann. Ebenfalls nützlich sind Leute mit Video-Erfahrung. Vor allem dann, wenn Ihr Eure Zeitschrift auch online veröffentlicht und dort Kurzfilme beziehungsweise Interviews einbetten wollt.

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Wenn Ihr Euch in der Redaktion das erste Mal trefft, solltet Ihr Ideen sammeln:

Für wen schreibt Ihr eigentlich?

Nur für Kameraden oder auch für einen größeren Kreis, wie zum Beispiel befreundete Jugendfeuerwehren, Kinder und Jugendliche auf Euren Schulen – als Werbung für die JF – oder viel leicht sogar Eure Eltern? Je nach Zielgruppe könnt Ihr entweder etwas witziger und lässiger oder etwas förmlicher schreiben. Auch die Auswahl Eurer Themen richtet sich nach Eurer Zielgruppe.

Wollt Ihr einmalig oder regelmäßig veröffentlichen?

Zum Beispiel jedes halbe oder Vierteljahr über die Höhepunkte in Eurer JF? Tipp: Plant anfangs nicht zu ehrgeizig. Zwei bis vier Ausgaben pro Jahr sind erst mal realistischer als zwölf.

Welche Themen und welche Schwerpunkte wollt Ihr setzen?

Ein Hauptthema könnte etwa ein großer Ausflug, BF-Tage (dabei schon an einen JF-Pressesprecher gedacht?), andere größere Aktionen oder auch eine Darstellung Eurer letzten Übungsdienste sein. Ein anderer Ansatz: Ihr erklärt, wie die Fahrzeuge in Eurer Wehr aufgebaut sind, wie Einsatzkräfte ein Standrohr setzen müssen oder was Ihr für den Klima und Umweltschutz in der JF unternehmt. Und vielleicht schaut Ihr ja bei der Nachbarfeuerwehr oder einem Rettungshubschrauber-Standort vorbei und lasst Euch dort in einem Interview etwas erzählen.

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„Als Elternteil eines JF-Mitglieds würde ich übrigens auch gern lesen, ob und wie Probleme behandelt werden“, erzählt Jan-Erik Hegemann, Chefredakteur des Feuerwehr-Magazins. „Wie geht Ihr beispielsweise in der JF mit den Themen Ausländerfeindlichkeit, Homophobie, Mobbing oder Inklusion um?“

Wie möchtet Ihr über die Themen schreiben?

Am besten kauft Ihr am Bahnhofskiosk mal ein paar verschiedene Zeitschriften und Zeitungen. Schnell werdet Ihr sehen, dass es unterschiedliche Formen gibt, ein Thema journalistisch darzustellen, beispielsweise:

  • Reportage: Nimmt Euch mit zu einem Ort oder einem Geschehen, erklärt diese und lässt Euch daran teilhaben.
  • Foto-Reportage: Wie eine Reportage nur mit Fotos als Hauptelement.
  • Nachricht: Kurz, sachlich-informativ und neutral.
  • Bericht: Wie Nachricht, aber länger. Ordnet Sachverhalte – etwa durch Expertenmeinungen – ein.  
  • Portrait: Vorstellung einer Person, meist mit Interview-Elementen.
  • Interview: Originaltext eines Gesprächs, gegebenenfalls aber bearbeitet. Wird vom Interviewpartner autorisiert.
  • Kommentar: Sachlich begründete persönliche Meinung zu einem Thema.
  • Satire/Glosse: Heitere beziehungsweise ironische Behandlung eines Themas.

Mehr zum Thema:

Welche Rubriken wollt Ihr verwenden?

Neben den kleineren und größeren Artikeln könnt Ihr noch andere Rubriken und Textsorten einführen. Rubriken geben einer Zeitschrift eine Struktur, an der sich der Leser orientieren kann und weiß, worauf er sich bei einem Text einlässt. Zum Beispiel: „Inhaltsangabe“, „Vorwort/Editorial“, „Foto-(love-)Story“, „Witze-Seite/gesammelte Sprüche aus dem JF-Dienst“, „Kurzgeschichten“, „Gedichte“, „Enthüllungsstory“ (gegebenenfalls satirisch), „Termine/Info-Seite“, „Siegerlisten aus Wettbewerben“.

Was müsst Ihr unbedingt bringen?

Ein Impressum ist laut Presserecht verpflichtend! Darin listet Ihr unter anderem die Namen der Verantwortlichen sowie eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme (Anschrift, E-Mail) mit der Redaktion auf.

Welches Budget habt Ihr?

Wenn Ihr die Zeitschrift drucken lassen wollt, kostet das natürlich Geld. Doch in der Regel lassen sich örtliche Firmen, Sparkassen, Supermärkte, Bäckereien oder auch Friseure und andere Dienstleister prima als Anzeigenkunden einspannen.  Das heißt: Sie bezahlen Euch etwas Geld für den Druck, dafür müsst Ihr eine Anzeige in der Zeitschrift abdrucken. Oft haben Firmen eine ziemlich klare Vorstellung davon, wo und in welcher Größe diese platziert werden soll.

Es gilt: Je mehr Menschen Eure Zeitschrift lesen werden, desto mehr könnt Ihr einnehmen. Und natürlich darf Eure Zeitschrift auch etwas kosten. Bei Verträgen mit Anzeigenkunden sollte jemand von Euch geschäftsfähig beziehungsweise volljährig sein.

Wann soll das Magazin fertig sein?

Etwa zu einer bestimmten Veranstaltung, einer bestimmten Jahreszeit oder möglichst schnell?

Wie viele Seiten wollt Ihr füllen?

Erstellt am besten einen Druckplan: Auf welche Seite kommen welche Artikel/Beiträge und welche Anzeigen? Häufig ändert sich die Seitenzahl doch noch im letzten Moment, das ist ganz normal. Aber ganz wichtig: Wenn Ihr Eure Zeitschrift drucken wollt, muss die Gesamt-Seitenzahl inklusive Umschlag durch vier teilbar sein! Denn in der Druckerei wird ein Bogen Papier in der Mitte gefaltet (Doppelseite) und auf der Vorder- und Rückseite bedruckt. Das ergibt vier Seiten des Heftes auf einem Bogen.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Artikel “Lesen muss Spaß machen”, den Ihr im Feuerwehr-Magazin 5/2020 findet.

Darin erklären wir Euch noch, welche Erfahrungen die Jugendfeuerwehren Flechtorf und Barver mit ihren Zeitschriften gemacht haben, wie Ihr gute Texte schreiben könnt und warum unser Chefredakteur überhaupt Journalist geworden ist.

Feuerwehr-Magazin 5/2020
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