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Wissenschaftliche Auswertung einer Waldbrandübung mit Düsenschläuchen im Kreis Bautzen.
Löschflugzeuge sind umstritten

Politiker diskutieren über Waldbrandbekämpfung

Potsdam (BB) – Schwere Waldbrände im Jahr 2018 – und auch in diesem Jahr haben die Feuerwehren in Brandenburg mit großen Feuern in Waldgebieten zu kämpfen. Zuletzt vor wenigen Tagen in Jüterbog. Hier hatte sich das Feuer zu einem der größten Waldbrände der vergangenen Jahrzehnte in dem Bundesland entwickelt. In der Politik hat sich in der Folge eine Diskussion darüber entwickelt, ob die Feuerwehren im Land ausreichend für die Waldbrandbekämpfung ausgerüstet sind. 

In einer Diskussion im Brandenburger Landtag forderte CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben die Stationierung von Löschflugzeugen in Brandenburg. Er brachte dabei den Standort Welzow (Kreis Spree-Neiße) ins Gespräch, wie moz.de berichtete. Senftleben verwies auf die Förderung und entsprechende Pläne der Europäischen Union, innerhalb Europas Löschflugzeug-Standorte zu etablieren.

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Zum Thema: 

Der SPD-Innenminister Karl-Heinz Schröter lehnte die Idee als wenig sinnvoll ab, berichtete die Berliner Zeitung. Hubschrauber seien die bessere Wahl, dahingehend seien sich die Bundesländer einig. Obendrein würde die EU nicht den laufenden Unterhalt und Betrieb der Flugzeuge bezahlen – und Brandenburg verfüge nicht über ausreichend Seen in der für die Wasseraufnahme benötigten Größe.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich unterdessen an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) und an Innenminister Horst Seehofer (CSU) gewandt. Woidke habe die Bundespolitik darum gebeten, bei der Beschaffung von Hubschraubern auf die Einsatzfähigkeit im Katastrophenschutz zu achten.

Schon im Sommer 2018 hatte sich der Deutsche Feuerwehrverband im Gespräch mit dem Feuerwehr-Magazin gegen die Beschaffung von Löschflugzeugen in Deutschland ausgesprochen.

Der Waldbrand bei Jüterbog

Der tagelange Einsatz bei dem Waldbrand in Jüterbog wird in einer der nächsten Feuerwehr-Magazin-Ausgaben Thema eines ausführlichen Einsatzberichtes. Hier kamen mehrere Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr zum Einsatz. Nicht verpassen? Am besten gleich das Feuerwehr-Magazin im Abo bestellen! 

Ein Hubschrauber der Bundespolizei im Löscheinsatz bei einem Waldbrand in Jüterbog (Juni 2019). (Bild: Timo Jann)
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Diese “Brush-Trucks” wie sie in den USA vorkommen sind gar nicht schlecht für Wald- und Flächenbrände das stimmt. Ich mag die Dinger auch sehr.

    Nur versuch mal hierzulande bei einer Feuerwehr diese Fahrzeuge anzuschaffen. Da gibt es sicher wieder unzählige die sagen: “Was? Ein Fahrzeug nur für Wald- und Flächenbrände? Brauchen wir nicht! Steht eh nur rum.” Das diese Fahrzeuge aber die Wasserkapazität eines Tanklöschfahrzeugs haben können und deshalb auch bei anderen Bränden gut eingesetzt werden können ist denen egal.

    Zum Beispiel der Skeeter 6×6 Firewalker ( https://youtu.be/OgQ_pUZibuM ) hat drei Achsen, 4-5 Mann Besatzung, und 2200 Liter Wasser an Bord. Und und das Ding ist hoch geländegängig. Vor allem der Frontwerfer kann sehr hilfreich sein. Ich seh SO viele Videos von Flächenbränden aus den USA wo zwei Leute mit Zwei Brush Trucks die ganze Feuerfront abfahren und nur mit dem Frontwerfer das Feuer in Schach halten. ZWEI LEUTE!

    Aber so was wird man nie in Deutschland sehen, außer ein gut betuchter Privatmann schafft sich die an und hält sie in Bereitschaft um sie im Fall der Fälle den Feuerwehren zur Verfügung zu stellen. Aber welcher Reiche macht das schon?

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  2. Ich stimme dir da zu, bei großflächigen Bränden sind die Flugzeuge effektiver. Im Gebirge wohl eher die Hubschrauber. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Logistikkonzept mit Sattelzugmaschinen und verschiedenen Aufliegern und der einen oder anderen Arbeitsmaschine (Planierraupe für Brandschneisen) . Mit solchen Sattelzügen könnte man einen Pendelverkehr mit mindestens 28.000 Liter Wasser pro Fahrt. Was wäre denn deine Meinung zu den Waldbrand TLF aus den USA auf Ford F-550? Weniger als ein TLF und könnte auch relativ gut Bestückt werden für Vegetationsbrände. Da ich selber aus einer Erbschaft etwa 800 ha Mischwald (aktuell 30% Laub und 70% Fichtenbestand – mein Vorhaben ist die ökologische Umstellung und weg vom Wirtschaftswald) besitze überlege ich, ob ich mir ein oder zwei dieser Fahrzeuge zulegen sollte. Problem die Flächen sind über Nord , Ost und Süd verteilt.

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  3. Bevor mit der Diskussion über Löschflugzeuge / Hubschrauber begonnen wird, sollten zuvor erst einmal die Grundlagen stimmen!
    Dazugehört zunächst einmal eine geregelte flächendeckende Ausbildung und auch entsprechende PSA, Werkzeuge und ggf. Fahrzeuge.
    Zudem ein Gebiets übergreifendes Konzept für die Bekämpfung in Wald und Vegetationsbränden. Dies kann von Bundesland zu Bundesland bzw. von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich sein, da es hier wesentliche Unterschiede von der Landschaft aber auch der Infrastruktur gibt.

    Generell zu sagen Löschflugzeuge sind besser als Hubschrauber, würde ich nicht zustimmen.
    Nicht in allen Teilen Deutschlands ist es möglich ein Löschflugzeug während des Fluges zu füllen. Diese müssten landen und manuell befüllt werden. Hubschrauber sind in diesem Fall weitaus flexibler und können auch in kleineren Gewässern schnell befüllt werden.
    Was leider auch immer eine Rolle spielt, ist das Geld. Ein Hubschrauber kann wenn er nicht für Brandbekämpfung verwendet wird, einfacher für andere Aufgaben verwendet werden.

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  4. Wenn ich wieder lese… Politiker. Die meisten haben doch eh keine Ahnung. Löschflugzeuge könnten doch in der Ostsee Löschwasser auffüllen, bei einem Brand ist es doch egal ob ich jetzt Süß- oder Salzwasser draufgebe. Die wollen wieder nur sparen und sich dann ihre Diäten erhöhen. Dann sollen die Politiker doch beim nächsten Großwaldbrand selber löschen gehen.

    Flugzeuge können eben einfach mehr Löschwasser aufnehmen als ein Hubschrauber. Zudem stellt der angehängte Löschwasserbehälter ja auch ein Risiko dar für den Hubschrauber und die Besatzung.

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