Produkt: Download 175 Jahre Metz
Download 175 Jahre Metz
Ausführliches Portrait: Aufstieg und Fall der Firma Metz.
Von Drehleiter bis Flughafenlöschfahrzeug

Die schönsten Feuerwehrfahrzeuge als Poster

Von der Drehleiter über Flughafenlöschfahrzeuge bis zum HLF – wenn uns jemand ein besonders schön fotografiertes Feuerwehrfahrzeug zuschickt, veröffentlichen wir es in unserer Heftmitte als Poster – oder ganz hip: als Centerfold. Hier haben wir eine Auswahl der schönsten Posterseiten aus den letzten Monaten zusammengestellt. Wer ein Poster zum Sammeln haben möchte: Die meisten Ausgaben könnt Ihr noch unter www.shop.feuerwehrmagazin.de noch versandkostenfrei bestellen.

Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

Leuchtendes Vorbild

„In die Planung und Vorbereitung rund um die Beschaffung des LF 10 haben wir über Jahre viel Zeit investiert“, sagt Markus Dümler, Kommandant der FF Weißenbrunn (BY, Gemeinde Leinburg, Kreis Nürnberger Land). Bisher rückte er mit seinen Aktiven mit einem LF 8, Baujahr 1987 aus. „Der Mercedes 709 D hatte die stolze Leistung von rund 90 PS“, erklärt Dümler und schmunzelt. Im hügeligen Einsatzgebiet der Wehr ging es daher nicht ganz so spritzig voran. Beim neuen Fahrzeug kommt das Fahrgestell wieder von Mercedes. Auch wenn das LF 10 mit einer zulässigen Gesamtmasse von 14.000 kg fast doppelt so schwer wie das LF 8 ist – der Atego 1430 ist dank seiner 300 PS deutlich zügiger unterwegs. Durch das automatische Getriebe können sich die Maschinisten auf das Fahren konzentrieren. Dank des Allradantriebes und einer Singlebereifung kann das LF 10 auch abseits von befestigten Straßen zum Einsatz kommen.

LF 10 der FF Weißenbrunn auf einem Mercedes Atego 1430 mit automatischem Getriebe und Singlebereifung. Den Aufbau des LF 10 fertigte die Firma Ziegler in ALPAS-Bauweise und der Ausführung mit sieben Geräteräumen. Auffällig sind die gelbe Stoßstange sowie die gelben Kotflügel. Foto: A. Müller

Bei einer Gesamtlänge von 7.300 Millimetern hat das Fahrgestell einen Radstand von 3.860 Millimetern. Der Aufbau des LF 10 fertigte die Firma Ziegler in ALPAS-Bauweise und der Ausführung mit sieben Geräteräumen. Die eingebaute Pumpe, eine FPN 10-1000, hat eine Leistung von 1.000 l/min bei 10 bar. Neben 1.200 Liter Wasser führt das LF 10 in einem zweiten Tank auch 120 Liter Schaummittel mit. Dieses kann über die Druckzumischanlage Foam System 12 dem Löschwasser beigefügt werden. Neben Standardgerätschaften wie Stromerzeuger, Beleuchtungssatz – natürlich in LED-Technik –, Tauchpumpe und Feuerlöscher sind unter anderem noch ein Wassersauger mit Zubehör, ein Satz Hebekissen, Unterbaumaterial und Gerätschaften für die Fahrzeugstabilisierung, ein tragbarer Wasserwerfer, ein Hydroschild und ein Schnelleinsatzzelt in den Geräteräumen zu finden.

Die vier Atemschutzgeräte haben ihren Platz in der geräumigen Z-Cab bekommen. Der pneumatische Lichtmast ist mit acht LED-Scheinwerfern bestückt. Licht, genauer gesagt blaues Licht, spielt beim LF 10 ebenfalls eine große Rolle. Neben den normalen blauen LED-Modulen auf der Fahrerkabine und am Fahrzeugheck sowie den beiden Frontblitzern im Kühlergrill besitzt das Fahrzeug auf beiden Seiten eine LED-Umfeldbe­leuch­tung Typ Z-Vision. Bei dieser sind in die drei auf jeder Seite in den Aufbau integrierten Leuchten im oberen Bereich weitere blaue LED eingefügt. Eine vierte Leuchte befindet sich auf jeder Seite zusätzlich noch über der Türe der Z-Cab.

Für den Schriftzug Feuerwehr an der Front, Türbeschriftungen und Konturbeklebung wurde ein leuchtendes Gelb gewählt. Dass das Löschfahrzeug wirklich zum Hingucker wird, liegt aber an der vorderen Stoßstange sowie den Kotflügeln: Sie strahlen in leuchtendem Gelb. „Und soweit wir wissen, sind wir die erste Feuerwehr hier in der Region, die sich für die gelbe Variante entschieden hat“, sagt Kommandant Dümler.

Dieses Fahrzeug haben wir in Heft 10/2019 vorgestellt. Das Heft könnt Ihr hier noch versandkostenfrei nachbestellen.

Ersatz für einen Robur

Einen Gerätewagen Logistik (GW-L) hat die FF Sellin auf Rügen (MV) in Dienst gestellt: Der Mercedes Unimog U 2450 ersetzt einen 35 Jahre alten Robur LO. „Dieser war mit Motorschaden ausgefallen, eine Reparatur lohnte nicht mehr“, sagt Wehrführer Karsten Steinwedel. „Das Fahrzeug war geländegängig und konnte Ausrüstung für Einsätze direkt an den Ostseestrand sowie in die Wälder rund um Sellin transportieren.“ Daher musste dringend ein neues geländegängiges Fahrzeug beschafft werden. Fündig wurde die Feuerwehr im Internet: In Österreich stand ein Unimog zum Verkauf. Die Firma Unitech in Grimmen (MV) nahm den feuerwehrtechnischen Umbau sowie die Lackierung und Folierung des ehemaligen Baufahrzeugs von Orange in Feuerrot vor.

Mit diesem Unimog U 2450 hat die FF Sellin auf Rügen einen 35 Jahre alten Robur LO ersetzt. Das Fahrzeug besitzt Seilwinde und Ladebordwand. Foto: Köhlbrandt

Markant ist die Seilwinde an der Front des Fahrzeugs, sie besitzt eine Zugkraft von 80 Kilonewton. Im Aufbau sind ständig drei Rollcontainer verladen: die Module Atemschutz, Ölbindemittel sowie Motorsäge und Mehrzweckzug. Im Feuerwehrhaus einsatzbereit befinden sich zwei weitere Rollcontainer mit Geräten zur Technischen Hilfeleistung, wie zum Beispiel einem zweiten Rettungssatz. Be- und entladen wird der GW-L über die Ladebordwand von Dautel mit einer Traglast von 2.000 Kilogramm. Eine Besonderheit: Der Aufbau des 1998 gebauten Unimog kann hydraulisch um 50 Zentimeter hochgefahren werden. „Das Fahrzeug ist ein hervorragender Ersatz für den Robur und für unsere vielfältigen Einsatzgebiete bestens geeignet“, betont Steinwedel.

Dieses Fahrzeug haben wir in Heft 3/2019 vorgestellt. Das Heft könnt Ihr hier noch versandkostenfrei nachbestellen.

Wasserversorgung in ganz großem Stil

Als Ersatz für zwei Zugmaschinen DAF 95.360 konnte die Hilfeleistungszone Waasland, Standort Sint Niklaas (Belgien) zwei neue, baugleiche Sattelzugmaschinen in Dienst stellen. Ein örtlicher Iveco-Händler lieferte die zwei gebrauchte Sattelzugmaschinen vom Typ AT 440 S 33 T/P (Baujahr 2012) und kümmerte sich um eine neue Lackierung. Die notwendigen Umbauarbeiten, die Beschriftung und das Aufkleben der Kontourmarkierung erledigte Somati Vehicles. Die Fahrzeuge dienen als Zugmaschine für zwei Tanksattelauflieger. Einer davon ist bereits seit 2011 im Dienst (Feuerwehr-Magazin 2/2012). Ein zweiter Tankauflieger ist neu, gefertigt von der Firma VanHool. Er ersetzt ebenfalls einen Vorgänger von Atcomex (Baujahr 1981).

Der Löschwasserversorgung dient dieser Sattelzug mit einer Sattelzugmaschine Iveco AT 440 S 33 T/P und einem Tankauflieger von VanHool (25.000 l). Foto: de Beul (Bild: De Beul Henri)

Beide Tankauflieger haben ein Fassungsvermögen von 25.000 l Wasser und werden über zwei A-Ein- und Abgänge befüllt und entleert. Da sie nur über eine sehr geringe feuerwehrtechnische Beladung verfügen, werden die Sattelzüge (Besatzung 1/1) bei Einsätzen von einem TLF unterstützt. Sint-Niklaas ist eine mittelgroße Stadt in der Provinz Ostflanderen mit 76.760 Einwohnern. Es ist bekannt für den größten Marktplatz Belgiens mit eine Fläche von 3,2 Hektar. Auf diesem Platz vor dem neogotischen Rathaus entstand auch unser Posterbild.

Damit besitzt die Hilfeleistungszone Waasland am Standort Sint Niklaas jetzt zwei Sattelzüge und kann 50.000 Liter Löschwasser auf einmal an eine Einsatzstelle bringen. Foto: de Beul (Bild: De Beul Henri)

Dieses Fahrzeug haben wir in Heft 2/2019 vorgestellt. Das Heft könnt Ihr hier noch versandkostenfrei nachbestellen.

Wachablösung

Die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Gmünd (BW, Ostalbkreis) stellte im September 2018 eine neue Drehleiter (DLAK) 23/12 in Dienst. „Wir haben dies zum Anlass genommen, die aktuelle DLK 23-12, welche jetzt nach 31 Jahren außer Dienst geht, sowie unsere 2013 beschaffte DLK 18-12 zusammen mit der neuen Drehleiter zu fotografieren“, sagt Andreas Friedrichs von der FF Schwäbisch Gmünd und zugleich Fotograf unseres Posters. Zu sehen sind die 18-Meter-Leiter links und die DLAK rechts von der DLK 23-12 n.B. von Magirus.

Drei Drehleitern der FF Schwäbisch Gmünd: Zu sehen sind die 18-Meter-Leiter links und die neue DLAK rechts von der DLK 23-12 n.B. von Magirus. Foto: Friedrichs (Bild: 2018)

Rosenbauer lieferte die L32A-XS auf einem Mercedes Atego 1530 F mit 4.760 Millimeter Radstand und einer Motorleistung von 220 kW/299 PS. Das Hubrettungsfahrzeug mit einer zulässigen Gesamtmasse von 15.500 Kilogramm ist mit einem Rettungskorb HR500-MF ausgestattet. Seine Waagerecht-Senkrecht-Abstützung erlaubt eine maximale Abstützbreite von 4,85 Metern, der Leitersatz eine Arbeitshöhe von 32 Metern.

Nachtschicht

Die FF Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg, SH) hat ein 22 Jahre altes Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 durch ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 20 ersetzt. War das TLF noch ein MAN 12.222 mit 2.500 l Wasser, handelt es sich beim neuen LF 20 um einen MAN TGM 18.340 mit 4.000 l Wasser und 200 l Schaummittel in den Tanks. Sein Aufbau stammt von Ziegler, im Heck befindet sich eine FPN 10-2000 mit Druckzumischanlage für die Schaumerzeugung als Feuerlöschkreiselpumpe. Löschmittel kann auch über einen Dachwerfer abgegeben werden. Verschiedene Tauch- und Lenzpumpen sowie ein Wassersauger bilden die Sonderbeladung für Lenzeinsätze. Ansonsten ist das LF 20 primär zur Brandbekämpfung gedacht. Auf eine Schiebleiter konnte verzichtet werden, weil die Wehr diese bereits auf zwei anderen LF mitführt. Eine vierteilige Steckleiter ist auf dem Dach des Aufbaus ebenso verlastet wie ein 5 m langer Saugschlauch. Für den großen Wassertank hat sich die Wehr aus zwei Gründen entschieden: Einerseits, um tagsüber auch mit wenig Personal die Zeit bis zum Aufbau einer Wasserversorgung überbrücken zu können. Andererseits, weil an immer mehr Stellen im Zuständigkeitsbereich nicht mehr genug Löschwasser entnommen werden kann (reduzierter Leitungsquerschnitt). Bei überörtlichen Einsätzen rückt das LF 20 zusammen mit der Drehleiter (DLAK) 23/12 aus. Innerorts ist es bei Brandeinsätzen nach dem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20/16 und der DLAK 23/12 das dritte Fahrzeug.

Löschgruppenfahrzeug (LF) 20 von Ziegler auf MAN TGM 18.340 mit 4.000 Liter Wasser und 200 Liter Schaummittel an Bord, im Dienst der FF Schwarzenbek. Foto: Jann (Bild: TIMO JANN)

Wechsellader in XXL

Der Kreis Unna (NW) erweiterte seinen eigenen Fuhrpark um einen weiteren Abrollbehälter und verfügt damit über drei Wechselladerfahrzeuge und sieben Abrollbehälter. Bei dem AB-Wasserförderung handelt es sich um das Hytrans Fire System, bestehend aus der mobilen Pumpeneinheit HydroSub 150 und dem Schlauchverlegecontainer 6500 + HRU 200.

Das System besteht aus zwei einzelnen Containern auf einer Plattform und ermöglicht den zügigen Aufbau einer längeren leistungsfähigen Schlauchstrecke. Im Container HydroSub ist eine mobile Pumpeneinheit untergebracht, bestehend aus einem Diesel-Hydraulik-Pumpenaggregat mit einer tragbaren, hydraulisch angetriebenen und zudem schwimmfähigen Tauchpumpe. Die 60 m langen Hydraulikschläuche ermöglichen einen optimalen Zugang in nahezu alle offenen Wasserentnahmestellen. Die Pumpenleistung beträgt 3.500 l/min bei 10 bar (Standard) sowie 8.000 l/min bei 2,1 bar (Flow, also im Lenzbetrieb). Der Dieselmotor hat eine Leistung von 160 kW. Gewicht des Containers: 13.000 kg.

Im HFS-Schlauchverlege­container 6500 sind neben wasserführenden Armaturen über 2.000 m F-Druckschläuche, vier F-Druckschläuche à 15 m sowie sechs F-Druckschläuche à 10 m verstaut. Gesamtgewicht: 4.500 kg. Das Verlegen einer Schlauchleitung ist bei einer Fahrgeschwindigkeit bis zu 40 km/h möglich. Neu ist auch das vierachsige Wechselladerfahrzeug Scania G 480 mit der Motorleistung von 353 kW bei 1.900/min. Hubraum: 11.740 cm³, zulässige Gesamtmasse 31.750 kg.

Mit diesem WLF auf Scania G 480 erweiterte der Kreis Unna seine Wechselladerflotte auf drei Fahrzeuge. Neu ist auch der AB-Wasserförderungssystem von Hytrans Fire System. Foto: Prochnow

Ab in den Wald

Zur Bekämpfung von Waldbränden im Hochschwarzwald verfügt die Freiwillige Feuerwehr Kirchzarten (BW, Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) über ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 auf Unimog U 5023. Den Aufbau fertigte Ziegler. Dank der hohen Bodenfreiheit von 450 mm meistert das Fahrzeug hohe Böschungswinkel souverän und ermöglicht die Bekämpfung von Vegetationsbränden auch in schwierigem Gelände. Das rund 14,5 Tonnen schwere TLF führt 4.000 Liter Löschwasser und 500 Liter Schaummittel mit. 3.000 Liter pro Minute leistet die Feuerlöschkreiselpumpe. Angetrieben wird der Unimog von einem Euro VI-Vierzylinder-Motor vom Typ OM 934 mit einem Hubraum von 5.132 cm³, einer Leistung von 170 kW/231 PS und einem Drehmoment von 900 Nm.

Mit ihrem TLF 4000 auf Unimog U 5023 erreichen die Kameraden der FF Kirchzarten fast jede Einsatzstelle im Schwarzwald. Foto: Daimler (Bild: Daimler AG)

Saugwunder mit 120-kVA-Aggregat

Mit einem Wechselladerfahrzeug (WLF) verstärkt die Kupferhütte Aurubis in Hamburg ihren Fuhrpark. Das Unternehmen (2.300 Mitarbeiter) ist mit seiner Werkfeuerwehr auch im TUIS-Verbund (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie) aktiv. Zusätzlich zu einem WLF auf MAN-Fahrgestell hat die Feuerwehr jetzt einen Mercedes in Dienst gestellt. Der Antos 2545 wurde 2014 in ziviler Ausführung gebaut und war zunächst als Leihfahrzeug unterwegs. Aurubis kaufte es und ließ es bei KFB Jessen zum Feuerwehrfahrzeug umbauen. Das Hakensystem stammt von Palfinger. Aufgesattelt werden können je nach Bedarf die Abrollbehälter Logistik, Hochwasser, Gefahrgut oder Wasser/Schaum. Damit wurde nicht nur der Schutz auf dem Werksgelände im Stadtteil Veddel verbessert. Auf Anforderung kann die Ausrüstung für TUIS-Einsätze besser transportiert werden. Der Abrollbehälter Hochwasser aus dem Hause Börger verfügt über eine Pumpe, die pro Stunde 900 Kubikmeter Wasser fördern kann. Der Abrollbehälter Starkregen (Jerg) ist mit mehreren C- und F-Pumpen sowie dem nötigen Schlauchmaterial bestückt. Energie liefert ein mitgeführter 120-kVA-Stromerzeuger.

WLF der WF Kupferhütte Aurubis Hamburg auf Mercedes Antos 2545 mit Palfinger-Hakensystem und AB-Hochwasser von Börger. Foto: Jann (Bild: TIMO JANN)

Ready for Take-off

Die FF Ebermannstadt (BY, Kreis Forchheim) konnte ein neues HLF 20 als Ersatz für ein LF 8 aus dem Jahr 1990 in Dienst stellen. Mit dem neuen Erstangriffsfahrzeug stehen der Wehr nun zwei wasserführende Fahrzeuge zur Verfügung: das HLF 20 sowie ein TLF 16/25. Als Fahrgestell dient ein Mercedes Atego 1629 AF, einem fünfstufigen Allison-Automatikgetriebe, einer Motorleistung von 210 kW (286 PS) und einer zulässigen Gesamtmasse von 16.000 kg. Der feuerwehrtechnische Aufbau aus dem Hause Ziegler gliedert sich in eine integrierte Mannschaftskabine des Typs Z-Cab New Generation sowie einen dreigliedrigen Aufbaukoffer. In der Mannschaftskabine finden sieben Besatzungsmitglieder und vier Atemschutzgeräte ausreichend Platz.
In der Aufbaumitte bildet der 1.660 l fassende Löschwasserbehälter den Gewichtsschwerpunkt und wird durch einen 220-l-Schaummitteltank ergänzt. Mittels einer Ziegler FPN 10-2000-1H-Feuerlöschkreiselpumpe und einer Schaumzumischanlage des Typs Foam System 24 wird die Löschmittelabgabe über jeweils zwei Wasser- und zwei Wasser-Schaum-Abgänge sowie einen 30 m langen Schnellangriff ermöglicht. Ein 14-kVA-Stromerzeuger von Eisemann stellt die Stromversorgung an der Einsatzstelle sicher und speist auch den pneumatischen Lichtmast mit acht LED-Scheinwerfern sowie den hydraulischen Rettungssatz von Lukas ein. Hier gibt es noch mehr Fotos von dem HLF auf unserer Partnerseite bos-fahrzeuge.info.

Das neue HLF 20 der FF Ebermannstadt baute Ziegler auf einem Mercedes Atego 1329 AF. Foto: Kunkel

Dem Himmel ein Stück näher

Eine neue Teleskopmastbühne (TMB) vom Typ Bronto Skylift FP 45 XR mit einer Arbeitshöhe von 45 m und einer seitlichen Reichweite von 27 m erhielt die FF Götzis (in der Nähe von Bregenz/Österreich) als Ersatz für einen älteren Gelenkmast. Aufgebaut ist die Hubrettungsbühne auf einem Scania P 480 CB 6×4*4 HHA mit Allradantrieb, einer Motorleistung von 353 kW (480 PS) und einer zulässigen Gesamtmasse von 26.000 kg.
Bemerkenswert sind die Fahrzeugabmessungen: Länge 10,30 m, Breite 2,50 m, Höhe 4 m! Der Rettungskorb ist für eine maximale Korblast von 500 kg (fünf Personen) ausgelegt. An der Frontseite des Korbs ist ein Monitor angebracht, der über eine am Mast installierte Rohrleitung gespeist werden kann. Mittels einer am Monitor angebrachten Videokamera ist es zudem möglich, zum Beispiel 360-Grad-Aufnahmen auf alle drei Bedienstände zu übertragen.
An der rechten Seite des Korbes steht eine Haspel mit einem formstabilen Schlauch zur Verfügung. Am Drehgestell auf der rechten Fahrzeugseite befindet sich eine Airbox 8.000-Anlage, die für die Atemluftversorgung zum Rettungskorb dient. Eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe vom Typ EN 1028-FPN 10-3000 (Johstadt) hat eine Nenn-Förderleistung von 3.000 l/min bei 10 bar.

Eine neue Teleskopmastbühne vom Typ Bronto Skylift FP 45 XR mit einer Arbeitshöhe von 45 m und einer seitlichen Reichweite von 27 m erhielt die FF Götzis. Foto: H.-J. Profeld

Magirus-Rüstwagen für Chile

Für die 10° Compania C.B. de Antofagasta lieferte Magirus Ende 2017 einen Rüstwagen-Kran auf Iveco Trakker AD 190 T45 4×4 aus. Die Wüstenstadt Antofagasta hat über 300.000 Einwohner und liegt am Pazifik, im Norden von Chile. Ausgestattet ist der RW-Kran für die 10. Kompanie mit einem 335 kW (450 PS) starken Euro 5-Dieselmotor. Er wiegt 19.000 kg und hat einen Radstand von 4.800 mm. Die Team Cab-Mannschaftskabine bietet neun Personen Platz. Hier sind auch vier Pressluftatmer untergebracht. Am Heck ist ein Palfinger-Ladekran Typ PK 13002 mit einer maximalen Hubkraft von 61 kN und einer möglichen Ausladung von 7,9 m montiert. An der Front besitzt der RW-Kran eine Seilwinde mit 50 kN Zugkraft. Ein 30-kVA-Einbaugenerator versorgt unter anderem den Lichtmast (6x 24-V-LED-Scheinwerfer). Auch die Sondersignaltechnik ist mit LEDs ausgestattet – und zwar mit blauen und roten Kennleuchten.

Rüstwagen-Kran für die Feuerwehr Antofagasta in Chile. Aufgebaut ist er von Magirus auf einem Iveco Trakker AD 190 T 45 4×4. Foto: Preuschoff

Sieben neue Z8 von Ziegler für Zürich

Gleich sieben neue Flughafenlöschfahrzeuge vom Typ Z8 orderte Schutz und Rettung Zürich (Schweiz) bei Ziegler. Eins der neuen FLF wurde bereits 2017 am Züricher Flughafen in Dienst gestellt. Jeweils zwei Fahrzeuge sollen dann in den Jahren 2018 bis 2020 ausgeliefert werden. Als Fahrgestell des Z8 dient ein Titan-Fahrgestell T52-1250 8×8. Das Fahrzeug verfügt über zwei Euro 6-Motoren von Mercedes mit einer Leistung von jeweils 460 kW. Von Null auf 80 Kilometer pro Stunde beschleunigen sie den bis zu 52.000 kg wiegenden Löschgiganten innerhalb von 23 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 136 km/h angegeben. Als Löschmittel führt das neue FLF 100/125-15+150P+270CO2 am Flughafen Zürich 12.500 l Wasser, 1.500 l Schaum, 150 kg Pulver und 270 kg Kohlendioxid mit. Der Dachwerfer Alco APF 5 leistet bis zu 6.000 l/min, der Frontwerfer Alco APF 3 bis zu 2.200 l/min. Außerdem verfügt der erste ausgelieferte Z8 über eine Selbstschutzanlage mit sieben Düsen. Maximal 400 l/min können hierüber abgegeben werden. Die Pulver- und die CO2-Löschanlagen stammen von Gloria. Als Pumpe ist eine Ziegler FPN 10-10000-1 verbaut.

Gleich 7 neuen FLF vom Typ Z8 bestellte Schutz und Rettung Zürich (Schweiz) bei Ziegler. FLF 9 wurde bereits 2017 ausgeliefert. Foto Brügger

Der Supertanker für Vorarlberg

Ein Großtanklöschfahrzeug (GTLF) 8000/1000 der Extraklasse stellte die FF Rankweil im Bundesland Vorarlberg (Österreich) in Dienst. Aufgebaut ist das GTLF von Walser auf einem Volvo-Fahrgestell vom Typ FMX 500 6×4 X-Truck. Es hat eine Motorleistung von 375 kW (500 PS), Euro 6 und eine zulässige Gesamtmasse von 26.000 Kilogramm. Die feuerwehrtechnischen Aufbauten umfassen eine fest eingebaute FPN 10-4000 LSA (Fabrikat Johstadt), eine CAFS-Anlage DLS 2400, einen Löschwasserbehälter mit 8.000 l Wasser sowie drei Schaummittelbehälter mit 2x 250 l und 500 l Inhalt. Der Schnellangriff im Heck weist eine Länge von 40 m auf. Auf dem Dach befinden sich ein manueller Monitor vom Typ Alco-APF 3 sowie ein pneumatischer Lichtmast (aufklappbar), der zirka 6,5 m ausfahrbar, dreh- und schwenkbar ist. Dieser ist mit vier je 166 W starken LED-Scheinwerfern bestückt.

GTLF der Feuerwehr Rankweil (Österreich). Foto. Hans-Joachim Profeld

Dieses Fahrzeug war das Poster in Heft 7/2017. Sechs weitere, richtig große Tanklöschfahrzeuge findet Ihr hier.

Ein Alter Schatz auf Opel Blitz

Einen ganz besonderen Alten Schatz hat die Werkfeuerwehr CeramTec in Marktredwitz (BY, Kreis Wunsiedel) in ihrem Fuhrpark. Gemeint ist eine Drehleiter (DL) 18 aus dem Jahr 1954. Fahrgestell ist ein Opel Blitz. Das Fahrzeug hat eine zulässige Gesamtmasse von 3.800 kg. Der Tacho zeigt gerade mal 6.167 km an. Somit ist die DL rein rechnerisch pro Jahr etwa 100 km gefahren. Die Leiter selbst stammt von Magirus. Sie hat eine maximale Länge von 18 m. Sämtliche Leiterbewegungen wie Aufrichten, Ausziehen oder Drehen müssen von Hand ausgeführt werden. Einzige „Zusatzbeladung“ ist ein am Drehkranz befestigter Reservereifen.

Eine seltene Kombination ist der Alte Schatz der Werkfeuerwehr CeramTec auf Opel Blitz mit Magirus-Leitersatz. Foto: A. Müller
Produkt: Download Rüstwagen nach neuer Norm
Download Rüstwagen nach neuer Norm
Fahrzeug-Portrait: Der erste Rüstwagen mit einem Varus-Aufbau.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren