Scania P 410 CB 4x4 für die Feuerwehr Duisburg

Zwei weitere Varus-Rüstwagen ausgeliefert

Duisburg (NW) – Die Flotte der Rüstwagen (RW) mit Varus-Aufbau der Firma Schlingmann hat Zuwachs bekommen: Im Januar 2019 konnte der Dissener Fahrzeugbauer gleich zwei RW an die Feuerwehr Duisburg ausliefern. Sie sind auf Scania-Fahrgestellen vom Typ P 410 CB mit Allradantrieb, einem Radstand von 4.500 Millimetern sowie einer zulässigen Gesamtmasse von 18.000 Kilogramm aufgebaut.

Zwei neue RW mit Varus-Aufbau lieferte Schlingmann an die Feuerwehr Duisburg. Fahrgestell ist jeweils ein Scania P 410 CB 4×4. Foto: Schlingmann

Zur Ausstattung der 8,60 Meter langen sowie 3,40 Meter hohen Rüstwagen gehören eine Rotzler-Seilwinde vom Typ TR 080/6, ein 30-kVA-Drehstromgenerator mit Bedienfeld in G2, ein Kompressor nebst eingebautem Druckluft-Schnellangriff, eine Arbeitsplatte mit Schraubstock sowie jeweils ein langer Dachkasten auf der rechten Fahrzeugseite. Die Beladung umfasst auch eine Rettungsplattform für Lkw-Unfälle, einen hydraulischen Rettungssatz von Lukas inklusive zwei Hydraulikaggregaten, einen tragbaren Stromerzeuger von Eisemann und eine Schwerlasttrage.

Der erste Varus-Rüstwagen

Filderstadt (BW) – An die FF Filderstadt (Kreis Esslingen) lieferte Schlingmann den ersten Rüstwagen mit einem Varus-Aufbau. Aber nicht nur das: Es ist auch der erste RW nach neuer Norm und der erste auf einem Euro 6-Fahrgestell. Einsatztaktisch hat der neue RW gleich mehrere Rollen zu erfüllen.

Er ist der erste Rüstwagen nach neuer Norm auf einem Fahrgestell mit Abgasnorm Euro 6 und im Aufbaukonzept Varus von Schlingmann gefertigt: der RW der Abteilung Bernhausen der FF Filderstadt auf Mercedes Atego 1530 AF. Foto: Preuschoff

Rolle 1: Im Rüstzug fährt er zu Technischen Hilfeleistungen als Ergänzung zur örtlich zuständigen Einheit mit Führungsfahrzeug und Löschgruppenfahrzeug zusammen mit dem TLF 16/25 der Abteilung Bernhausen. So kann die ersteintreffende Einheit die Zugangsöffnung für den Rettungsdienst schaffen. Nach Eintreffen der aus TLF 16/25 und RW bestehenden Einsatzkomponente Rüst legen die Einsatzkräfte dann gemeinsam die Befreiungsöffnung an.
Rolle 2: Notfalltüröffnungen in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Dafür gehören eine Türfräse, ein Sperrwerkzeugsatz mit Ersatzzylindern sowie ein Werkzeugkoffer Türöffnung mit einem Akkuschrauber und vielfältigen Spezialwerkzeugen für die Öffnung von Türschlössern und Fenstern zur Beladung.

Rolle 3: Entfernen festsitzender Fingerringe und anderer Körperschmuck. Dazu gibt es einen Gerätesatz mit zwei Ringsägen und weiterem passenden Werkzeug. In dieser Funktion wird der RW auch überörtlich angefordert.
Rolle 4: Befreiung von eingeschlossenen Personen im Aufzug.

Für die letzten drei Rollen gibt es eine spezielle Gruppe, die über eine eigene RIC (Melderadresse) alarmiert werden kann.

Auf den großen Dachkästen lagern abweichend von der Normbeladung vier Steckleiterteile. Auf beiden Lichtmasten befinden sich flache blaue Rundumkennleuchten, die aber nur bei ausgefahrenem Mast blinken. Foto: Preuschoff

Technische Daten

  • Rufname: Florian Filderstadt 1/52
  • Fahrzeugtyp: Rüstwagen
  • Fahrgestell: Mercedes Atego 1530 AF
  • Motor: 299 PS/220 kW, 7.698 cm3 Hubraum, Euro 6
  • Getriebe: Allison-Automatikgetriebe
  • Tankinhalt: 130 l
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • Länge: 7.800 mm
  • Breite: 2.500 mm
  • Höhe: 3.300 mm
  • Einsatzgewicht: 14.100 kg
  • Zulässige Gesamtmasse: 16.000 kg
  • Zulässige Anhängelasten: 1.500 kg ungebremst, 12.000 kg gebremst
  • Besatzung: 1/2
  • Aufbauhersteller: Schlingmann, Dissen
  • Baujahr: 2017
Heckansicht des RW. Ausziehbare beziehungsweise klappbare Tritte mit Gitterrosten bilden mit dem Steg vor der Hinterachse eine durchgehende Standfläche zur sicheren Geräteentnahme. Foto: Preuschoff

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