Lentner liefert neues Fahrzeug für Technische Hilfeleistung

Flotter Rüstwagen der FF Lüneburg

Lüneburg (NI) – Die Freiwillige Feuerwehr Lüneburg hat für den 4. Löschzug einen neuen Rüstwagen (RW) In Dienst gestellt. “Damit ersetzen wir unser 35 Jahre altes Vorgängerfahrzeug auf Basis eines Mercedes 1019 AF mit Ziegler-Aufbau”, berichtet Daniel Römer, Sprecher der Wehr. Basis für den neuen RW ist ein MAN TGM 18.340 mit Aufbau von Lentner. Ergänzt wird der RW im Einsatz durch den Gerätewagen Versorgung (GW-V) der Wehr, der je nach Einsatzstichwort und Lage weiteres Material an die Einsatzstelle bringt.

Zügig im Hafen unterwegs ist der neue Rüstwagen der FF Lüneburg für den 4. Löschzug. Foto: Jann

Der Aufbau besteht aus acht seitlichen Geräteräumen und einem Heck-Geräteraum. Im G1 ist unter anderem ein tragbarer 13,2-kVA-Stromerzeuger mit Hauseinspeisungs-Anschluss verlastet. Außerdem befindet sich hier ein runder Schachtring, auf den ein Überdrucklüfter aus dem G3 montiert werden kann, um Kanalisationen zu belüften, etwa nach einem Gasaustritt. Im G5 führt der RW zwei Atemschutzgeräte mit, die mit einer Absturzsicherung kombiniert sind und zum Beispiel bei Einsätzen in Schächten angewendet werden können. Im G7 sind neben vier B- und zwei C-Rollschläuchen für die Tauchpumpen auch Kanister mit Ölbindemittel gelagert.

Neben dem Bedienfeld für den eingebauten Stromerzeuger ist eine Ladestation für die Akkus des Akkuschraubers aus dem Türöffnungsset integriert. Foto: Jann

Im G2 befinde sich unter anderem der hydraulische Rettungssatz von Lukas. Im G4 ist auf einem schwenkbaren Einbauschrank ein Paratech-System verlastet, im G6 ein Stromerzeuger fest eingebaut. Detail: Integriert ist ein Ladegerät für den Akku des Akkuschraubers für das Türöffnungsset. Im G8 führt die Besatzung des RW unter anderem weitere Türöffnungsgeräte, Werkzeugkisten und ein Hygieneboard mit Wasserkanister mit. Im Heck finden sich in großen Schubfächern Ausrüstungsgegenstände für Gefahrguteinsätze, längere Pallhölzer und Schaufeln.

Lentner baute den neuen RW der Feuerwehr Lüneburg auf einem MAN TGM 18.340 4×4 auf. Foto: Jann

Auf dem Dach ist Platz für große Staukästen, in denen unter anderem eine Multifunktionsleiter samt Zubehör sowie ein aufblasbares Schnelleinsatzboot verlastet sind. Das Boot kann über eine Schnellangriffsleitung mit Druckluft (G2) aufgeblasen werden. In der geräumigen Fernfahrerkabine ist neben drei Sitzplätzen Platz für tragbare Funkgeräte und Handlampen sowie einen Notfallrucksack.

Neben der Verkehrswarnanlage ist am Heck auch ein Display montiert, auf dem den Autofahrern Texthinweise gegeben werden können. Foto: Jann

Neben einer Heckwarneinrichtung ließen die Lüneburger oben links am Heck des Aufbaus auch ein Display installieren, auf dem aus der Kabine heraus ein Lauftext eingeblendet werden kann. Neben der Aufforderung, eine Rettungsgasse zu bilden, ist unter anderem auch die Warnung vor einer Ölspur oder der Hinweis, langsam zu fahren, schaltbar. Obwohl der Trend zurzeit weg von Rüstwagen und hin zu Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugen (HLF) geht, haben sich die Lüneburger bewusst wieder für einen RW entschieden. “Wir wollen auf die vielfältigen Möglichkeiten, die ein HLF nicht bieten kann, nicht verzichten. Wir haben hier Bundesstraßen, eine Autobahn und Bahnstrecken im Einsatzgebiet, da ist es wichtig, entsprechendes technisches Gerät aufbieten zu können”, sagt Römer.

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