Bedburg-Hau (NW) – Die Gemeinde Bedburg-Hau im Kreis Kleve hat alle sieben Standorte der Freiwilligen Feuerwehr sowie 20 Einsatzfahrzeuge mit einem Rauchwarnsystem ausgerüstet. Insgesamt installierten die Beteiligten 48 Rauchmelder, die bei Auslösung automatisch die Feuerwehrangehörigen alarmieren.
Bürgermeister Stephan Reinders (l.) und Feuerwehrleiter Klaus Elsmann präsentieren einen der neu montierten Rauchmelder im Mannschaftsraum eines Einsatzfahrzeugs. Das System soll Entstehungsbrände frühzeitig melden und so die Sicherheit von Fahrzeugen und Gerätehäusern erhöhen. (Bild: Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau)
Brände in Feuerwehrgerätehäusern traten in den vergangenen Jahren bundesweit wiederholt auf (vgl. Beispiele am Ende des Beitrags) – häufig durch technische Defekte, Ladegeräte, Ladeerhaltung oder Akkus. Um dem gegenzusteuern, hat die Gemeinde Bedburg-Hau alle sieben Standorte der Freiwilligen Feuerwehr und 20 Einsatzfahrzeuge mit einem Rauchwarnsystem nachrüsten lassen. Insgesamt kamen 48 Rauchmelder zum Einsatz. Bei einem Alarm werden die Feuerwehrangehörigen automatisch benachrichtigt, damit sie frühzeitig eingreifen und Entstehungsbrände bekämpfen können.
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In den Gerätehäusern konzentrierte sich die Installation auf die Fahrzeughallen. Dort hängen die Fahrzeuge dauerhaft an der Stromversorgung, außerdem laufen dort regelmäßig Lade- und Ladeerhaltungsprozesse für zusätzliche Technik.
Auch die Einsatzfahrzeuge erhielten Rauchmelder: Überwacht werden laut Mitteilung sowohl die Mannschaftskabinen mit Ladeeinrichtungen für Funkgeräte und Wärmebildkameras als auch die Geräteräume, in denen zahlreiche elektrische Verbraucher betrieben werden. Die Rauchmelder verfügen über Mobilfunkkarten, sodass die Fahrzeuge auch außerhalb der Gerätehäuser, etwa bei Einsätzen oder auf Abstellflächen, selbstständig Alarm auslösen können. Zudem ist das System modular aufgebaut und kann bei Bedarf erweitert oder an neue technische Anforderungen angepasst werden.
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Bürgermeister Stephan Reinders verwies auf die teils hohen Schadenssummen bei Gerätehausbränden und erklärte, die Investition solle Einsatzfahrzeuge schützen und die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr für die Bürgerinnen und Bürger sichern. Feuerwehrleiter Klaus Elsmann betonte, die Umsetzung sei in enger Abstimmung mit den Feuerwehrangehörigen erfolgt; Erfahrungen aus dem Einsatzalltag seien in die Planung eingeflossen.