Feuerwehrhaus-Brände: Wenn die eigene Wache zum Einsatzort wird

Immer wieder passiert es in den letzten Jahren: Die Feuerwehr wird zu ihrem eigenen Feuerwehrhaus alarmiert. Häufig müssen die Kameraden dann hilflos zusehen und auf die Unterstützung ihrer Nachbarwehren hoffen. Wir haben Feuerwehrhaus-Brände der letzten Jahre mal zusammengefasst.

2017 – Grafenhaig

Grafengehaig (BY) – Am frühen Morgen des 1. Mai brach im Feuerwehrhaus Weidmes ein Brand aus. Das Feuer zerstörte den Schulungsraum komplett. Glücklicherweise konnten die Weidmeser Kameraden ihr Fahrzeug aus dem Feuerwehrhaus holen und eigenständig die ersten Löschmaßnahmen durchführen. Weidmes gehört zum Markt Grafengehaig im Kreis Kulmbach.

Das Feuer brach nach Polizeiangaben gegen 6 Uhr aus. Glück im Unglück hatte die Feuerwehr Weidmes, dass der Brand im Schulungsraum im Anbau des Feuerwehrhauses wütete. So konnte die freiwillige Feuerwehr ihr Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) und die Persönliche Schutzausrüstung aus dem Haus holen und die Brandbekämpfung aufnehmen.

Keine Mai-Feier am Feuerwehrhaus Weidmes. Brand zerstört in der Nacht zum 1. Mai Teile des Feuerwehrhauses und ein kleines Festzelt. Foto: NEWS5 / Fricke (Bild: (c) Copyright NEWS5 Syndication UG)

Als die nachrückenden Kräfte eintrafen, brannten Schulungsraum und Dachstuhl bereits lichterloh. “Aufgrund der engen Zufahrt nach Weidmes mussten wir einen Bereitstellungsraum vor dem Ortseingang einrichten und die Einsatzfahrzeuge koordiniert zum Brandort lotsen”, erklärte Kreisbrandmeister Yves Wächter gegenüber dem Nachrichtenportal News5.de. Vor allem für die Drehleiter sollte so eine schnelle Zufahrt ermöglicht werden.

Durch die schnellen Löschmaßnahmen der Feuerwehr konnte eine Brandausbreitung verhindert werden. Rund 75 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen. Nach Informationen der Polizei zog sich ein Feuerwehrmann Verletzungen zu und kam vorsorglich in ein Krankenhaus. 

Die Ermittlungen zur Brandursache nahm die Kriminalpolizei Bayreuth direkt nach Beendigung der Löscharbeiten auf. Der Schaden wird auf zirka 150.000 Euro beziffert.

Video zum Brand im Feuerwehrhaus Weidmes:

2017 – Bad Wiessee

Bad Wiessee (BY) – Im Rettungszentrum des Bayerischen Roten Kreuzes in Bad Wiessee (Kreis Miesbach) kam es am frühen Montagnachmittag zu einer Explosion mit anschließendem Großbrand. Zwei Personen erlitten schwere Verletzungen.

Gegen 13.50 Uhr ereignete sich das Unglück. Die Detonationen hatten sich vermutlich bei Schweißarbeiten ereignet. Dadurch erlitten zwei Mitarbeiter – 34 und 42 Jahre alt – schwerste Verbrennungen.

Durch die Detonation geriet die Fahrzeughalle in Brand. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an. Für den Transport der beiden Schwerverletzten kamen Rettungshubschrauber zum Einsatz. Sie sind außer Lebensgefahr und ansprechbar.

Zirka 90 Minuten nach der Explosion meldete der Bayerischer Rundfunk via Twitter, dass keine Gefahr mehr für die Bevölkerung bestünde und das Feuer gelöscht sei. Die Fahrzeughalle war weitestgehend niedergebrannt.

2016

Kressbronn (BW) – Die Freiwillige Feuerwehr Kressbronn (Bodenseekreis) ist wieder voll einsatzbereit. Vor genau einem Jahr hatte ein Großbrand das Feuerwehrhaus und den Fuhrpark der Wehr weitestgehend zerstört (wir berichteten).  

Die Feuerwehrleute können die neu errichtete Fahrzeughalle samt technischer Ausrüstung bereits seit Ende Mai wieder voll nutzen. Auch der Fuhrpark ist mittlerweile fast vollständig. Nach dem Großbrand mussten vier neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft werden, darunter eine Drehleiter.

Auf der Suche nach einem Einweihungsgeschenk?

Der Feuerwehr-Magazin-Shop hat das was:

eine Getränkebar im Feuerlöscher-Look.

>>Gleich hier bestellen!<<

Der Brand im Feuerwehrhaus war am 24. Juli 2016 durch einen technischen Defekt ausgebrochen. Der Schaden betrug 3,4 Millionen Euro.

Kressbronn (BW) – Bei einem Großbrand ist am Sonntagabend das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Kressbronn (Bodenseekreis) zu weiten Teilen zerstört worden. Betroffen war dabei vorwiegend die Fahrzeughalle und nahezu der gesamte Fuhrpark der Wehr. Lediglich ein Fahrzeug, das nicht in der Halle stand, blieb nach einem Bericht von schwaebische.de unversehrt. Über Schäden im übrigen Gebäude (eingeweiht im Jahr 1994) wurde zunächst nichts bekannt. Rund 120 Kräfte aus sieben umliegenden Wehren kamen zum Einsatz, um den Brand zu löschen. Der Schaden soll ersten Schätzungen zufolge in die Millionen gehen. 

Hier geht´s zum Originalbeitrag: “Feuer zerstört Kressbronner Feuerwache” (schwaebische.de, 24. Juli 2016)

Das 1994 eingeweihte Feuerwehrhaus der Feuerwehr Kressbronn wenige Tage vor dem Brand. Foto: Michael Rüffer
Das 1994 eingeweihte Feuerwehrhaus der Feuerwehr Kressbronn wenige Tage vor dem Brand. Foto: Michael Rüffer

Videobeitrag bei Youtube (Richard Rädler):

Kressbronn (BW) –  An Urlaub ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Kressbronn (Bodenseekreis) in diesem Sommer kaum zu denken. Am 24. Juli war die Fahrzeughalle nahezu vollständig ausgebrannt – samt dem darin untergestellten Fuhrpark. Seitdem dreht sich bei der Wehr alles um die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und den schnellstmöglichen Wiederaufbau der Halle, darüber berichtete jetzt die “Schwäbische Zeitung”. Nachbarwehren haben leihweise Löschfahrzeuge zur Verfügung gestellt, Magirus eine Drehleiter. Hieran üben die Kressbronner Feuerwehrleute nun fleißig. In den nächsten Tagen werden die verbrannten Fahrzeuge sowie der Brandschutt abtransportiert. Lediglich der von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Rüstwagen muss noch in der Ruine stehen bleiben. In diesem Fahrzeug wird die Brandursache vermutet.

Hier geht es zum Originalbeitrag: “Jetzt ist großes Aufräumen angesagt” (Schwäbische Zeitung, 25. August 2016)

Das 1994 eingeweihte Feuerwehrhaus der Feuerwehr Kressbronn wenige Tage vor dem Brand. Foto: Michael Rüffer
Das 1994 eingeweihte Feuerwehrhaus der Feuerwehr Kressbronn wenige Tage vor dem Brand. Foto: Michael Rüffer

 

2016 – Buxheim

Buxheim (BY) – Schwerer Schlag für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Buxheim (Kreis Unterallgäu). Am Ostermontag brannte ihr Feuerwehrhaus vollständig aus.

Als die ersten Feuerwehrleute an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Nach Polizeiangaben kam es immer wieder zu kleineren Explosionen von Atemluftflaschen. Zur Brandbekämpfung kamen zirka 150 Feuerwehrkräfte aus verschiedenen Nachbarwehren zum Einsatz.

Gerätehaus_Feuerwehr_Brand_Fahrzeuge

Das Gerätehaus wurde durch das Feuer komplett zerstört. In der Garage befanden sich zwei Löschgruppenfahrzeuge (LF) – Totalschaden. Darüber hinaus ist ein Großteil der Schutzausrüstung beschädigt. Ein Mehrzweckfahrzeug (MZF), das in einer angebauten Garage stand, konnte in Sicherheit gebracht werden.

Bei dem Brand ist ein Schaden von 1 Millionen Euro entstanden. Brandermittler der Polizei haben am Dienstag ihre Arbeit aufgenommen. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass ein Kurzschluss an einem der Fahrzeuge für den Brand verantwortlich ist. Der Gemeinderat will noch in dieser Woche zusammenkommen, um zu beraten, wie Ersatz für die verlorene Ausstattung beschafft werden kann.

2016

Geestland (NI) – Die Nacht auf Montag werden die Kameraden der Feuerwehr Neuenwalde (Kreis Cuxhaven) wohl nicht so schnell vergessen. Ohne etwas tun zu können, mussten sie mit ansehen, wie ihr Gerätehaus abbrannte.

Feuerwehr_Einsatz_Brand_Feuer_Eigenunfall
Eines der beschädigten Einsatzfahrzeuge nach dem Brand bei der Feuerwehr. Foto: NonstopNews

Als die Einsatzkräfte nach der Alarmierung am Gerätehaus ankommen, steht eines ihrer Löschfahrzeuge bereits in Brand. Durch die starke Rauchentwicklung ist es ihnen nicht mehr möglich, das Gebäude zu betreten. Die Flammen breiten sich immer weiter aus. Auch das zweite Einsatzfahrzeug wird durch das Feuer zerstört.

Benachbarten Wehren gelingt es, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die bittere Bilanz: Nicht nur die beiden Einsatzfahrzeuge sind total zerstört. Auch die Einsatzkleidung ist durch die starke Rauch- und  Rußentwicklung stark in Mitleidenschaft gezogen. Zwar sind die Aufenthaltsräume über der Fahrzeughalle unbeschädigt, aber es kann sein, dass die Deckenkonstruktion durch die Hitzeeinwirkung beschädigt und nicht mehr tragfähig ist.

Ähnliche Artikel zum Thema: 

Die Gemeinde muss nun eine schnelle Ersatzlösung finden. Die Feuerwehr Neuenwalde war mit verschiedenen Rettungsgeräten ausgestattet, die für Technische Hilfeleistungen, insbesondere auf einer nahen Autobahn, benötigt werden. Die Nachbarwehren übernehmen zwischenzeitig den Brandschutz.

2015 – Titisee-Neustadt

Titisee-Neustadt (BW) – Bei einem Brand im Feuerwehrhaus Tititsee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist am Donnerstagnachmittag ein Feuerwehrmann durch das Einatmen von Rauchgasen leicht verletzt worden. Der Schaden liegt nach Polizeiangaben im “niedrigen fünfstelligen Bereich”.

Nach Angaben der Polizei Freiburg hatte kurz nach 14.30 Uhr ein Rauchmelder im Obergeschoss des Gebäudes ausgelöst. Der Gerätewart hörte nach Angaben der Badischen Zeitung die Warnsignale, erkundete und ließ Alarm für seine Kameradinnen und Kameraden auslösen. Vorsorglich kam der Gerätewart, der etwas Rauch eingeatmet hatte, zur Abklärung in eine Klinik, konnte diese aber umgehend wieder verlassen.

Ereignet hatte sich der Brand im Bereich einer Einbauküche in einem Aufenthaltsraum – neben einem lokal begrenzten Brandherd sorgte vor allem Brandrauch mit Rußanhaftungen für Schaden. Die genaue Brandursache ist nach Polizeiangaben ungeklärt. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft werden weitere Ermittlungen durch Beamte des Bezirksdienstes beim Polizeirevier Titisee-Neustadt durchgeführt.

Brand bei der Feuerwehr Titisee-Neustadt. Foto: kamera24.tv
Brand bei der Feuerwehr Titisee-Neustadt. Foto: kamera24.tv (Bild: kamera24.tv)

2014 – Brand zerstört Feuerwehrhaus samt Fahrzeuge in Jebenhausen

Jebenhausen (BW) – Ein Feuer hat am Mittwochvormittag in Jebenhausen (Kreis Göppingen) das Feuerwehrhaus zerstört. Zwei Lösch- bzw. Tanklöschfahrzeuge sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug brannten aus, die Ausrüstung der Wehr wurde weitgehend zerstört. Alleine den Gebäudeschaden schätzt die Polizei auf rund 200.000 Euro – der Fahrzeugschaden wird mit rund 250.000 Euro beziffert.

Der Brand war kurz nach 8 Uhr gemeldet worden. Insgesamt 55 Einsatzkräfte aus Göppingen und umliegenden Ortschaften rückten nach Jebenhausen an. Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein Mehrzweckgebäude, in dem auch mehrere Wohnungen sowie ein Polizeiposten untergebracht sind. Die Flammen konnten zügig unter Kontrolle gebracht werden – trotz großem Gebäudeschaden bleiben die Wohnungen in dem Objekt bewohnbar.

Brand bei der Feuerwehr Jebenhausen: schwerer Gebäudeschaden. Foto: 7aktuell.de
Brand bei der Feuerwehr Jebenhausen: schwerer Gebäudeschaden. Foto: 7aktuell.de

Die Ortsdurchfahrt von Jebenhausen musste für die Zeit der Lösch- und Aufräumarbeiten gesperrt werden. Die Spezialisten der Kriminaltechnik haben die Arbeit aufgenommen. Die Brandursache steht noch nicht fest. Der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till sowie der Baubürgermeister Helmut Rentfle machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Feuer bei der Feuerwehr: Aufnahme während der akuten Brandphase. Foto: 7aktuell.de
Feuer bei der Feuerwehr: Aufnahme während der akuten Brandphase. Foto: 7aktuell.de

 

2013 – Brand zerstört Feuerwehrhaus in Altenmünster

Altenmünster (BY) – Freitagfrüh musste die Feuerwehr Altenmünster (Kreis Schweinfurt) mit ansehen, wie ihr Gerätehaus komplett ausbrannte. Nur ein Einsatzfahrzeug hatte der Kommandant noch rettn können. Danach breiteten sich die Flammen auf das gesamte Feuerwehrhaus und Jugendheim der Dorfjugend sowie eine Garage mit historischen Traktoren aus.

Gegen 5.30 Uhr verständigten Anwohner die Einsatzzentrale der Polizei. Als Feuerwehr und Polizei am Ort des Geschehens eintrafen, schlugen bereits mächtige Flammen aus dem 8 x 20 Meter großem eingeschossigem Gebäude. Der Kommandant schaffte es nur noch einen Ford Transit, Baujahr 1968, aus der Fahrzeughalle zu fahren. Die Ortswehren aus Stadtlauringen, Oberlauringen, Aidhausen und Hofheim rückten an. Gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr, die ohne Ausrüstung da stand, bekämpften die Einheiten die Flammen. Bereits um 6.16 Uhr konnte Kreisbrandmeister Christopher Hußlein „Feuer aus!“ melden.

Symbolfoto: PatzeltDie Ausrüstung der Ortsfeuerwehr Altenmünster wurde ein Raub der Flammen, genauso fünf historische Traktoren. Unmittelbar nach Abschluss der Löschmaßnahmen begann die Schweinfurter Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen. Nach ersten Erkenntnissen war der Brand wohl im Bereich der Garage ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt den Schaden schätzen die Ermittler auf über 150.000 Euro. (Symbolfoto: Patzelt)

2010 – Einbrecher legt Brand

Rietberg (NW) – Ein Brand in einem Umkleideraum der Rietberger Rettungswache hat erheblichen Schaden angerichtet. Die Wache ist im Gebäude des örtlichen Feuerwehrgerätehauses untergebracht. Die Brandursache ist – entgegen erster Berichte – bislang unklar.

Auf den Tag genau ein Jahr, nachdem in der Rettungswache ein Laptop in Brand geraten war, glaubten nicht nur die Feuerwehrleute an einen schlechten Scherz. Die Rettungsassistenten hatten zuvor im Obergeschoss dichten Qualm bemerkt und die Leitstelle benachrichtigt. Es wurde umgehend Großalarm für die Löschzüge Rietberg und Neuenkirchen auslöst.

Die Rietberger Kameraden waren gerade damit beschäftigt, verschiedene Flachdächer vom Schnee zu befreien, als sie zu ihrem Domizil alarmiert wurden. Der Großteil der Fahrzeuge stand nicht im Gerätehaus. Die Leitstelle entsandte außerdem Drehleitern aus Verl und Delbrück. Auch ein Großtanklöschfahrzeug mit 5.000 Liter Wasser rückte aus Delbrück an.

Weiterer Artikel zum Thema:

Feuer in Rettungswache endet glimpflich
Brandstiftung am Feuerwehrhaus misslingt
Atemschutztrupps konnten den Brand schnell im Umkleideraum des Rettungsdienstes lokalisieren und im Innenangriff löschen. Nach etwa eineinhalb Stunden hatte die Feuerwehr den Brand mit Hilfe von rund 80 Kameraden gelöscht. Zwar konnte der Brandschaden auf den betroffenen Raum begrenzt werden, durch den Qualm wurde aber das gesamte Gebäude erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Die Brandursache ist bislang unklar. Anfänglich war gemeldet worden, dem Brand sei ein mutmaßlicher Einbruch vorausgegangen. Zunächst hatten zwei Rettungsdienstmitarbeiter mitgeteilt, dass ihre Geldbörsen fehlten. Dies stellte sich später aber nach Angaben von Einsatzleiter Peter Pepping als Irrtum heraus. Auch die Polizei kann bislang keine konkreteren Angaben zur Brandursache machen. “Die Kollegen haben heute ihre Ermittlungen wieder aufgenommen”, teilte am Montag ein Sprecher der Polizei Gütersloh feuerwehrmagazin.de mit. Neue Erkenntnisse gäbe es bislang nicht.

(Text: Andreas Eickhoff)

2010 – Feuer bei FF Lüchow

Lüchow (SH) – Brand im Feuerwehrhaus: Nach Handwerkerarbeiten brach am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr im Feuerwehrgeräte- und Gemeindehaus Lüchow (Kreis Herzogtum Lauenburg) aus. Der Schaden wird von der Polizei auf rund 60.000 Euro geschätzt.

Lüchows stellvertretender Gemeindewehrführer Ralf Löding wollte seinen Augen nicht trauen, als er Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr die Sirene hörte und kurze Zeit später feststellen musste, dass das eigene Feuerwehrgerätehaus mit angrenzenden Gemeindehaus brannte. Der dichte Qualm, der unter den Dachpfannen hervor drang, ließ nichts Gutes ahnen. “Einige meiner Feuerwehrleute liefen sofort in unser Gebäude und retten unseren Tragkraftspritzenanhänger (TSA) sowie die persönliche Schutzausrüstung der 33 aktiven Feuerwehrleute”, sagte Löding. Bereits kurze Zeit später hatte sich der Qualm im Inneren ausbreitet, so dass ein Betreten ohne Atemschutz nicht mehr möglich war. Die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe löste für die umliegenden Feuerwehren Großalarm aus. “Insgesamt rückten die sechs Feuerwehren mit 70 Einsatzkräften aus”, so Amtswehrführer Dieter Stahmer. “Weil das Feuer schnell mehrere Quadratmeter Dachfläche in Brand gesetzt hatte, setzte wir mehrere Atemschutztrupps in Innenangriff ein”, erklärte Löding. Zusätzlich löschten mehrere Trupps von außen das brennende Dach. “Jetzt sind wir zunächst abgeschnitten weil nicht nur unsere Unterkunft sondern auch unsere Sirene durch den Brand zerstört wurde”, erklärt Ralf Löding

Nach aktuellem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei in Ratzeburg vom Donnerstag, war der Brand durch Lötarbeiten einer Firma für Heizungs- Sanitär- und Klimatechnik an den Dachrinnen des Gebäudes Stunden später ausgebrochen. Die Lötarbeiten waren bereits gestern Mittag beendet. Möglicherweise waren durch Funkenflug während der Arbeiten im Bereich des Daches Glutnester entstanden, die sich letztlich zum Dachbrand ausweiteten. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

Dachstuhlbrand im Feuerwehrhaus Lüchow (Kreis Herzogtum Lauenburg). Foto: Christian Nimtz
Dachstuhlbrand im Feuerwehrhaus Lüchow (Kreis Herzogtum Lauenburg). Foto: Christian Nimtz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: