Tierrettung: Zeuge beschimpft Feuerwehr

Westerkappeln (NW) – Eine gescheiterte Rettungsaktion für einen Hund hat der Feuerwehr Westerkappeln (Kreis Steinfurt) Kritik beschert. Ein Zeuge der Rettungsaktion habe die Feuerwehr beschimpft, berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung”. Die Einsatzkräfte mussten sich den Vorwurf anhören, sie hätten tatenlos zugesehen, wie das Tier gestorben sei. Die Westerkappelner Feuerwehrleute hatten vergeblich versucht, sich dem ins Eis eingebrochenen Hund zu nähern. Sie mussten die Aktion aufgrund der Eigengefährdung abbrechen. Als die nachalarmierte Feuerwehr Ibbenbühren mit einem Boot eintraf, war das Tier bereits tot.

Artikel: “Feuerwehr scheitert dabei, eingebrochenen Hund zu retten” (Neue Osnabrücker Zeitung, 12. Februar 2012)

21 Kommentare zu “Tierrettung: Zeuge beschimpft Feuerwehr”
  1. Carsten Ravens

    Hätte der gute Hundebesitzer seinen Hund an der Leine gelassen, hätte er nicht freiwillige Helfer von der Arbeit holen müssen und sie dann auch noch der Gefahr auszusetzen. Weil der Hund Tod ist mag es die Komune sicherlich nicht machen eine Rechnung zu schreiben, verdient hätte der Hundebesitzer es.

  2. Was hätten sie denn tun sollen? Die Feuerwehrfrauen/-männer riskieren in vielen Situationen ihr Leben,sicherlich war es hier genauso! Wenn aber der Punkt erreicht ist,an dem befürchtet werden muss,Verluste in den eigenen Reihen zu erleiden, war dies die richtige Entscheidung!

  3. Ja es gibt leider zu hauf solch Menschen die keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier machen. Habe selbst Tiere aber ein Menschleben ist in meinen Augen schon etwas wertvoller und deswegen geht der Eigenschutz auch vor. Hatte mal Nachts um halb drei eine laufende Reanimation bei einer Katze. Leider erfolglos, da die padl’s zu groß waren 🙂

  4. Ich bin davon überzeugt, das die Feuerwehr alles versucht hat, den Hund zu retten.
    Aber es ist ganz klar, dass kein Einsatzleiter das Leben von Feuerwehrmännern und Frauen riskiert.
    Die Eigensicherung geht immer vor, auch wenn diese bedeutet, dem Hund im diesen Fall nicht geholfen haben zu können.
    Leider sind Beschimpfungen von Einsatzkräften an der Tagesordnung, und leider muss man sagen, dass diese immer wieder von !!!Schaulustigen!!! die KEINE Ahnung von der Arbeit der Feuerwehr haben kommen!

  5. Ich bin davon überzeugt, das die Feuerwehr alles versucht hat, den Hund zu retten.
    Aber es ist ganz klar, dass kein Einsatzleiter das Leben von Feuerwehrmännern und Frauen riskiert.
    Die Eigensicherung geht immer vor, auch wenn diese bedeutet, dem Hund im diesen Fall nicht geholfen haben zu können.
    Leider sind Beschimpfungen von Einsatzkräften an der Tagesordnung, und leider muss man sagen, dass diese immer wieder von !!!Schaulustigen!!! die KEINE Ahnung von der Arbeit der Feuerwehr haben kommen!

  6. Wir erleben das sehr häufig das Feuerwehr und Polizei machtlos oder tatenlos rum stehen wenn Tiere in Not sind, meistens liegt es daran dass sie nicht genug Erfahrungen in diesem Bereich haben, warum hat in diesem Fall nicht die Leitstelle das Boot gleich mit alarmiert, aber beschimpfen lassen ist hier wirklich nicht das richtige, dumm rum stehen und dumme Kommentare ablassen ist halt einfacher als zu helfen,

  7. Der “Augenzeuge” ist bestimmt auch bei der Feuerwehr und hätte den Hund auch ohne boot gerettet doch leider hatte er seine superkräfte Zuhause vergessen. Dann musste er wohl leider auf die sterbliche Feuerwehr warten.

  8. Tja, ich weiß ja nicht so genau aber: Wenn der Mann Zeuge der Rettungsaktion war, dann hätte ER ja auch den Hund retten können, oder etwa nicht?!

    Wahrscheinlich ein notorischer Querulant, der nichts anderes zu tun hat, außer meckern!

  9. War jemand mal auf dem Artikel der Osnabrücker Zeitung und hat sich die Kommentare durchgelesen??
    Ich bin selber Hundebesitzer und unsere Hündin ist auch ein vollwertiges Familienmitglied. Also kann ich dieses auch durchaus nachempfinden.
    Ausserdem bin ich schon seit 15 Jahren in der Feuerwehr und weis daher wovon ich schreibe.
    Leider sind viele Alarmierungen der Anrufer nicht eindeutig oder fehlerhaft.
    @Holger O.: Leider sind die Feuerwehren lange nicht so ausgestattet, wie es sein sollte! Wir z.B. bekommen nicht einmal für die Brandbekämpfung geeignete Helme. Deren Innenleben besteht nämlich aus Kunstoff, welcher nicht thermisch belastbar ist.
    Umso ein größerer “Luxus” ist ein Schwimmbrett oder erst recht ein Boot!
    Zu der Frage mit dem Menschen, auch da wäre die Gleiche Entscheidung getroffen worden!
    Ich finde es aber sehr gut, dass Sie unsere Arbeit und vor allem das auf jedenfall bestehende Risiko und die Belastungen respektieren!!
    @Gerald Hettich: Absolut geschmackloser Kommentar! Der Steuerzahler kommt dafür nicht auf! Und selbst wenn, wir stehen schon für sehr viel mehr Schwachsinn finanziell gerade!

  10. Jaja, die Bordsteinkomandanten.
    Tiere sind Sachen.
    Allen hier wird ja klar sein, das sich die kameraden für einen Menschen den Ar… aufgerissen hätten.

  11. Christian Pannier

    Tiere sind keine Sachen. Das kann man in §90a BGB nachlesen.

  12. “Ironiemodus an:” Wenn dieser Zeuge, wenn es denn alles so gewesen ist -alles besser weiß – warum hat er dann nicht helfend eingegriffen? Es gibt doch den Straftatbestand der “unterlassenen Hilfeleistung”. “Ironiemodus aus”

  13. Kerstin S.

    Wenn ein Westhighlandterrier mit relativ niedrigem Körpergewicht an einer relativ tiefen Stelle im Gewässer schon ins Eis einbricht – wie lebensgefährlich muss es dann für eine erwachsene Person mit schwerer Einsatzkleidung sein, sich auf das Eis zu wagen, wenn die Kommunen nicht in der Lage zu sein scheinen, ihre freiwilligen Hilfsorganisationen mit entsprechender Ausrüstung auszustatten?

    Timo S.: Ein kleines Kind ist zwar schnell, aber sicherlich nicht so schnell, wie ein Hund mit vier Beinen. Mit seinem wahrscheinlich erheblich höheren Gewicht und anderem Schwerpunkt wäre es sicherlich auch schon an einer seichteren Stelle eingebrochen, die besser zu erreichen gewesen wäre.
    Diese “was wäre gewesen, wenn”-Frage halte ich nicht für angemessen, zumal es das Tier auch nicht wieder lebendig macht. Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Auch stelle ich mir immer wieder die Frage nach der Verantwortung der Hundehalter.
    Bei einem kleinen Kind würde ich mich auch fragen, wie es überhaupt erst zu dieser Situation kommen konnte.

    Aber im Nachhinein Rettungskräfte für ein Unglück – und als solches muss man es wohl einfach betrachten- das sie gar nicht herbeigeführt haben, verantwortlich zu machen,halte ich schlichtweg für eine bodenlose Frechheit. Zumal diese sich sicherlich auch einen glücklicheren Ausgang ihres Einsatzes gewünscht hätten.

    Ich kann nur jedem raten, der mit Kritik an freiwilligen Helfern nicht spart, sich einfach mal einen Dienstabend in einer der vielen Organisationen, die es deutschlandweit gibt, anzuschauen.
    Das ist kein Ringelpietz mit Anfassen. Sondern Unterricht, den die Hilfskräfte in ihrer Freizeit machen und nehmen, um anderen helfen zu können-
    ohne dafür entlohnt zu werden und meist mit unzureichender Ausrüstung.

    Wie bitter solche Kritik für Menschen ist, die doch auch nur helfen wollten, lässt sich dann vielleicht eher nachvollziehen…

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