Reinbek (SH) – Großeinsatz am Sonntagmorgen im Villenviertel an der Buchtallee in Reinbek im Kreis Stormarn: Mit dem Hinweis „Wohngebäudebrand – Feuer droht auf andere Gebäude überzugreifen“ alarmierte die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS-Süd) gegen 6:20 Uhr die Feuerwehr. Vorsorglich rückte auch der Rettungsdienst mit aus, die Polizei war ebenfalls mit Beamten aus Reinbek und vom Zentralen Kriminaldauerdienst (ZKD) aus Lübeck im Einsatz.
Mit der Drehleiter verschafften sich Atemschutzgeräteträger Zugang zum Dachbereich, um Brandnester im Übergang zwischen Garage und Wohnhaus freizulegen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. (Bild: Jann)
„Bei unserem Eintreffen hatten wir einen deutlichen Flammenschlag aus dem rückwärtigen Bereich einer größeren Garage, der auf die links angrenzende Bebauung überzugreifen drohte“, sagte Florian Fietz. Der Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Reinbek leitete den Einsatz, an dem auch die Kameraden aus den Ortswehren Schönningstedt und Ohe sowie aus Wentorf/Hamburg beteiligt waren. Für sie alle waren am Sonntag kein Ausschlafen und ein entspanntes Frühstück mit der Familie möglich.
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Die Feuerwehrleute hatten in der Buchtallee indes gleich nicht nur mit dem Feuer zu kämpfen. Die Hydranten waren dermaßen zugefroren, dass mithilfe eines Vorschlaghammers bei einem der Deckel aus Gusseisen zertrümmert werden musste. Nur so gelangten die Retter an Löschwasser. Und bevor die Drehleiter am Einsatzort sicher abgestützt werden konnte, musste der Eispanzer vom Asphalt entfernt werden. In der engen Wohnstraße gibt es keinen Winterdienst, Reste des Schnees von vor drei Wochen hatten dort noch „überlebt“.
Wegen der Vollsperrung am Schloss aufgrund des heftigen Wasserrohrbruchs am Freitag mussten die Kräfte aus Wentorf außerdem den weiten Umweg ganz über Wohltorf nehmen, um in Reinbek unterstützen zu können.
Am Brandherd gelang es den Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehr dann schnell, das links von den Flammen bedrohte Gebäude zu schützen. Fietz: „Wir mussten allerdings das Dach am Übergang der Garage zum Wohnhaus rechts öffnen, um dort eine Brandausbreitung zu verhindern.“ Dafür wurde die Drehleiter eingesetzt, um von oben sicher am Dach arbeiten zu können. Die Brandnester freizulegen, zog sich längere Zeit hin. Solange waren die Bewohner vorsorglich evakuiert worden.
Die Beamten des ZKD nahmen die Brandstelle noch während des laufenden Einsatzes in Augenschein. Hinweise auf die Brandursache und eine Information zur Schadenshöhe gab es zunächst nicht.