Keine Verletzten

Großbrand in Kfz-Werkstatt: 140 Kräfte im Einsatz

Porta Westfalica (NW) – Bei einem Großbrand in einer Kfz-Werkstatt im Ortsteil Barkhausen, Kreis Minden-Lübbecke, hat die Feuerwehr am Dienstag eine Ausbreitung auf den Verkaufsbereich und einen neuen Gebäudeteil verhindert. Rund 140 Kräfte waren im Einsatz.

Dichte schwarze Rauchwolken stehen über dem Autohaus in Porta Westfalica-Barkhausen, während die Feuerwehr den Großbrand von außen bekämpft. (Bild: Feuerwehr Porta Westfalica)

Als die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica am Dienstag um 12:34 Uhr zu dem Autohaus im Ortsteil Barkhausen alarmiert wurde, war die Rauchentwicklung bereits auf der Anfahrt deutlich sichtbar. Nach Angaben von Beschäftigten war das Feuer bei Arbeiten in der Werkstatt ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Alle Personen konnten das Gebäude selbstständig verlassen, darunter auch drei Bauarbeiter. Verletzt wurde niemand.

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Kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte kam es nach Angaben der Feuerwehr zu einer Durchzündung. Betroffen waren die Kfz-Werkstatt, zwei vorgelagerte Garagen zur Fahrzeugannahme und Begutachtung sowie die Waschanlage. Über dem Gebäude stand eine dichte schwarze Rauchwolke, die über die B65 in Richtung Minden zog. In der Werkstatt lagerten Betriebsmittel, Öle, Lacke und Farben. Zudem waren aus dem Inneren immer wieder Knallgeräusche zu hören.

Die Feuerwehr erhöhte die Alarmstufe und ließ weitere Einheiten nachalarmieren. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen vor. Zusätzlich setzten die Einsatzkräfte zwei Drehleitern ein, die über Wenderohre Wasser in den Brandbereich abgaben. Später erfolgte zur Bekämpfung wieder aufflammender Brände in der Werkstatthalle ein massiver Schaumangriff über eine Drehleiter und ein Schaumrohr von außen.

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Wichtige Gebäudeteile konnten gehalten werden. Der Verkaufs- und Ausstellungsbereich war durch Brandschutztüren baulich von dem betroffenen Teil getrennt und blieb von den Flammen verschont, allerdings wurde er durch Brandrauch und Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Auch eine Ausbreitung in neue Gebäudeteile im hinteren Bereich des Komplexes verhinderte die Feuerwehr. Dort wird aktuell gebaut, zudem befindet sich dort ein Reifenlager.

Wegen der Rauchentwicklung wurde über die Leitstelle eine Warnung per Nina-App herausgegeben. Betriebe in Zugrichtung der Rauchwolke sollten ihre Lüftungsanlagen abschalten. Das Krankenhaus in der Nähe war nicht betroffen. Zur Kontrolle der Ausbreitung der Rauchwolke und möglicher Schadstoffe alarmierten die Verantwortlichen ABC-Einheiten des Kreises. Der Messzug NRW führte zahlreiche Messungen im Stadtgebiet von Minden und darüber hinaus durch.

Feuerwehrleute gehen im zerstörten Werkstattbereich des Autohauses in Barkhausen gegen verbliebene Brandnester vor. (Bild: Feuerwehr Porta Westfalica)

Neben der Feuerwehr wurden auch Behörden und Versorger zur Einsatzstelle gerufen. Gas, Wasser und Strom wurden für das gesamte Gebäude abgestellt. Das Dach des betroffenen Bereichs war teilweise bereits eingestürzt und nicht mehr tragfähig, weshalb die Hallen nicht mehr betreten werden konnten. Weil das Löschwasser mit Betriebsstoffen kontaminiert war, setzte der Abwasserbetrieb einen Pumpwagen zum Absaugen ein.

Gegen 16:30 Uhr konnte ein Großteil der Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Die Löscharbeiten dauerten zu diesem Zeitpunkt noch an. Einsatzleiter war Fabian Schulte. Insgesamt waren nach Feuerwehrangaben rund 140 Kräfte vor Ort.

 

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