Angriff auf Einsatzmittel

Mehrzweckfahrzeug durch Vandalismus beschädigt

Bad Segeberg (SH) – Ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) der FF Bad Segeberg ist bei einer Sachbeschädigung erheblich beschädigt worden. Auch am Feuerwehrhaus entstand Schaden. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter noch während der Tat fest.

Ein 26-Jähriger beschädigte mit einem Pflasterstein sowohl die Front- als auch eine Seitenscheibe des MZF der FF Bad Segeberg. Foto: Feuerwehr Bad Segeberg

Bereits am Nachmittag des 23. Mai beschädigte ein 26-Jähriger nach Angaben der Feuerwehr das MZF sowie das Feuerwehrhaus, wie die FF erst jetzt bekannt gab. Mit einem Pflasterstein schlug der Mann die Front- und eine Seitenscheibe des Fahrzeugs ein. Außerdem trug es Schäden an Dach und Motorhaube davon. „Wir sind zutiefst schockiert und entsetzt darüber, dass unsere Einsatzmittel zerstört wurden“, so die Feuerwehr in ihrer Pressemitteilung.

Anzeige

Das MZF ist derzeit nicht einsatzbereit und befindet sich in Reparatur. Normalerweise nutzen es die Kameraden hauptsächlich für den Transport von Personal und Material. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Bad Segeberg sei trotz des Ausfalls weiterhin sichergestellt, so Kreisinspektor Julian Weber auf Nachfrage von feuerwehrmagazin.de.

Auch am Feuerwehrhaus entstand Sachschaden. Der Täter beschädigte eine Scheibe, sie blieb jedoch intakt. Nach Angaben von Weber wurde nichts aus dem Gebäude entwendet. „Es handelt sich also ‚nur‘ um Vandalismus“, so Weber. Die Polizei schätzte die Schadenshöhe auf rund 2.500 Euro. Hinweise auf ein konkretes Motiv des Tatverdächtigen liegen bislang nicht vor.

Aufgrund der Beschädigungen ist das Fahrzeug derzeit nicht fahrbereit. Foto: Feuerwehr Bad Segeberg

Die FF Bad Segeberg verweist zudem auf eine zunehmende Zahl verbaler Anfeindungen in jüngerer Zeit. Dabei sei unter anderem kritisiert worden, Einsatzkräfte würden bei Einsätzen nicht schnell genug arbeiten. Einen Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen und der aktuellen Sachbeschädigung sieht Weber jedoch nicht. Nach seinen Angaben handelt es sich um den ersten Fall dieser Art mit derartigen Schäden an Fahrzeugen und Feuerwehrhaus.

PDF-Download: Fahrzeuge selbst bekleben

Tipps und Tricks - darauf müsst ihr achten!

3,90 €
AGB

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Von meinen Eltern habe ich gelernt, mich nicht am Eigentum anderer zu vergreifen.Das galt auf für das meiner Geschwister, Freunden, Fremden, Schule usw. . Das galt als selbstverständlich!
    Aber seit Erziehung und Respekt nicht mehr gelehrt werden, geht die Welt unter.

    Aber der Eingriff auf Eigentum der Allgemeinheit und in seiner Steigerung Ausrüstung zu Rettung von Leben und Sachwerten geht garnicht.

    Aber dann kommen die Einwände der “Sozialversteher”: mit beschwichtigenden Gründen: Schlechte Kindheit gehabt, durfte bei einem Feuerwehrfest nie in so einem Auto sitzen, “Trauma” …. und solange die Justiz für so etwas Verständnis hat …. geht es weiter bergab

    NEIN !!! FÜR GEWALT GEGEN GEMEINSCHAFTS-EIGENTUM, EINSATZFAHRZEUGE UND EINSATZKRÄFTE GIBT ES KEINE RECHTFERTIGUNG !!

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. ….und Strafen ( eher Weichei Strafen mit Vollpension eher Reha )was solche Leute bekommen, dass ist die Zeit nicht wert,für den ganzen Aufwand der da entsteht.
    Über unsere Gerichtsentscheidungen lacht die ganze Welt….
    Pfui Deife

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Mir erscheint der Schaden von 2.500 EUR hier sehr gering geschätzt. Alleine für Dach- und Motorhaube würde ich mehr schätze. Die Scheiben sollten auch einiges kosten. Weiterhin muss auch jemand das Auto zu Werkstatt fahren und sich um alles kümmern, auch das sollte mit einem Stundensatz hinterlegt werden.
    Und ein Handwerker inkl. Glas für das Fenster am Haus ist sicherlich auch nicht für 200 EUR zu bekommen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. Warum nur Gewalt gegen Rettungskräfte? Sind es normale Bürger nicht wert, daß sie gleich behandelt werden? Harte Strafen und zwar so schnell wie möglich gegenüber Täter. Streichen von Sozialleistungen, wenn sie auf unserer Tasche liegen und begleichen des Schadens. Von mir aus durch Pfänden vom allem was sie besitzen….wenn was zu holen ist. Über weitere Strafen und Dauer vom Knasturlaub kann man dann diskutieren.

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Denen gehört sofort der Führerschein entzogen, würde sagen neu machen lassen einschließlich den Dodltest das ganze Programm so das es weh tut.
    Alles andere bringt eh nix.

    Auf diesen Kommentar antworten
  6. Da gibt’s nen Paragrafen in StGB. Nennt sich Zerstörung wichtiger Einsatzmittel. (305a StGB)

    Auf diesen Kommentar antworten
  7. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Und sich dann beschweren und Kameraden anfeinden, weil sie nicht schnell genug arbeiten.
    Da sollte man wirklich sagen, macht selbst die Ausbildung und helft.
    Mal sehen wie lange ihr durchhaltet.

    Auf diesen Kommentar antworten
  8. Da weiß man nicht was man sagen soll.
    Hoffentlich braucht der nie die Feuerwehr.
    Aber der ist wahrscheinlich einer der Ersten
    der schreit wenn sie nicht kommen.
    Habe mir die abgebildeten Schäden angeschaut.
    Aber wie immer Polizeischätzung – rund 2500,– € –
    Da kann man nur darüber lachen.
    Alleine die Frontscheibe kostet wahrscheinlich
    schon so viel. Ohne die anderen Schäden.

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Alle die sowas machen sofort und hart bestrafen!! Warum nimmt das denn immer größere Züge an, weil nichts dabei rauskommt!! Wer Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge beschädigt ab in den Knast!!

    Auf diesen Kommentar antworten
  10. DAUERHAFT in die Psychatrie!

    Auf diesen Kommentar antworten
  11. Wie tief kann eigentlich die Moral in diesem Staat noch sinken . Gewalt gegen rettungskäfte, Diebstahl von Feuerwehr Ausrüstung und wie hier massive Sachbeschädigung . Und wahrscheinlich ist beim Täter nichts zu holen
    einfach nur noch traurig .

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert