Großbrand im Motorradgeschäft

Zwei Feuerwehrleute sterben beim Innenangriff

St. Augustin (NW) – Eine freiwillige Feuerwehrfrau und ein freiwilliger Feuerwehrmann aus Niederpleis sind heute im Einsatz ums Leben gekommen. Die beiden bildeten den Erstangriffstrupp, der in ein brennendes Motorradgeschäft in St. Augustin vorgegangen sind. Fünf weitere Feuerwehrleute mussten im Krankenhaus behandelt werden, heißt es aus Sankt Augustin.

Bei einem Großbrand in St. Augustin kamen am Sonntag zwei Feuerwehrleute ums Leben. Foto: NonstopNews

Um 11.18 Uhr am Sonntag ging die Alarmierung bei der Feuerwehr ein. Im Ortsteil Niederpleis brannte ein Motorradgeschäft mit angrenzender Werkstatt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

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Kaum hatten die ersten Kräfte das Gebäude betreten, kam es zu mehreren Verpuffungen. Der Erstangriffstrupp schaffte es nicht mehr aus dem Gebäude. Erst am frühen Abend konnte der Tod der beiden vermissten Feuerwehrleute bestätigt werden. Schon vorher hatte Bürgermeister Max Leittersdorf gegenüber Pressevertretern gesagt: “Wir müssen leider vom Schlimmsten ausgehen. Es handelt sich um erfahrene Feuerwehrleute, einen Mann und eine Frau.” Mit den Familien der Betroffenen hatte der Bürgermeister zu diesem Zeitpunkt auch schon gesprochen. Und auch den Kameraden und Kameradinnen der Einheit Niederpleis hatte Leitterstorf die Nachricht bereits überbracht.

DFV-Präsident Banse spricht Beileid aus

Kurz nach Bekanntwerden des Todes sprach DFV-Präsident Karl-Heinz Banse via Twitter sein Beileid aus: “Wir sind erschüttert! Unsere Gedanken sind bei den Familien der Verstorbenen, bei den Verletzten und natürlich allen Kameraden vor Ort.”

Rund 200 Kräfte aus der gesamten Region waren im Einsatz, um das Feuer in dem Altbau zu löschen. Notfallseelsorger und das PSU-Team der Stankt Augustiner Feuerwehren waren vor Ort, um die Feuerwehrleute zu betreuen. 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wir trauern, ich denke im gesammten Bundesgebiet, um eine Kameradin und einen Kameraden. Sie bleiben Mitglieder unserer Feuerwehrfamilie.
    Und genau das ist es: Wir haben 2 Mitglieder unserer Familie verloren.
    Unsere Gedanken sind bei ihren Familien und Freunden UND natürlich den Kameradinnen und Kameraden der FF St. Augustin.

    Ebenso bei den Mitgliedern unserer Familie die beim schweren Hochwasser um ihr Leben kamen.

    Ich finde ebenfalls die Buchwerbung unpassend wie Peer Mayer schon bemerkte.

    Bitte mehr Sensibilität.
    Danke
    UBM Andreas

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  2. Sehr gut geschrieben dem ist nichts hinzuzufügen.

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  3. Sehr gutes Statement!!

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  4. Danke schön für diesen Kommentar,dem ist nichts hinzuzufügen.

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  5. Sehr guter Kommentar Kai Schneider!

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  6. Einmal mehr eine emotionale Debatte… Kein Einsatzleiter würde Einsatzkräfte für eine Aufgabe vorsehen die nicht auch eine abgeprüfte Qualifikation für ihren Einsatzzweck vorweisen können. Oft wird auch diskutiert und propagiert, dass es abweichende Ausbildungsstände zwischen Ehrenamt und Hauptamt gibt. Fakt ist, alle zusammen sind Feuerwehrleute!!! Und alle haben gemeinsam, dass sie für ihren Zweck ausgebildet wurden!!! Klar sind teilweise Lehrgänge und Ausbildungsinhalte zwischen Haupt- und Ehrenamt unterschiedlich – das hat unter anderem auch den Grund, dass ich einen ehrenamtlichen Brandmeisteranwärter nicht mehrere Monate auf einen Lehrgang schicken kann – im Hintergrund wartet der Arbeitgeber… So geschieht die “ergänzende” Ausbildung auch hier mal wieder neben dem eigentlichen Beruf – vielleicht dann auch in einem längeren Zeitraum, aber bestimmt nicht qualitativ minderwertiger. Wir sollten als Feuerwehrleute zusammenstehen – einer für alle, alle für einen. Klar, da werden schon mal Unterschiede gesehen – der Mensch ist eben unterschiedlicher Meinung… Aber ich habe auch schon oft genug erlebt wie man sich sehr gut ergänzen kann und von der Erfahrung des Anderen profitiert – echte Kameraden fragen nicht danach welche berufliche Befähigung gerade im Hintergrund läuft… An der Einsatzstelle und in der Lage haben wir grundsätzlich alle das selbe Problem: NACH UNS KOMMT KEINER MEHR – WIR SIND DIE LETZTE INSTANZ – ALSO PACKEN WIR ES AN!!!

    Leider wissen auch immer noch nicht alle Hochgebildeten wie sich genau der Brandschhutz und die Hilfeleistung in der BRD organisieren… Aber alle wählen die 112 wenn Not am Mann ist und irgendwelche Typen müssen doch dann einfach kommen… Und ja, sie kommen, streng organisiert, durchgetaktet, zielgerichtet, lösungsgezwungen… Und da ist es egal wo der Alarm die Einsatzkraft erwischt – vielleicht zu Hause auf dem Sofa, vielleicht im Sportraum auf der Wache, vielleicht auf einer Geburtstagsfeier, vielleicht bei der Fahrzeugpflege, oder vielleicht auch unter dem Weignachtsbaum daheim und/oder auf der Wache wenn gerade Ruhe eingekehrt ist und man mit den Kollegen*innen, den Kameraden*innen, oder mit der Familie ganz andere Dinge vor hat. 24/7 – egal was kommt, wir rücken aus…

    Keiner geht in einem Einsatz um nicht wieder zurück zu kommen – auch das haben Ehrenamtler und Hauptamtler gemeinsam – aber jeder geht in den Einsatz weil Beruf oder Berufung, und wegen der Einsicht weil es doch einer tun muss…

    Ein Feuerwehreinsatz kommt immer dann zustande, wenn eine Situation ausser Kontrolle geraten ist – und dann müssen die Einsatzkräfte mühsam und oftmals unter Informations-, Personal-, und Zeitmangel Entscheidungen treffen und Interaktionen durchführen die durchaus hochkritisch sind. Daran sollte immer und überall JEDER denken wenn das nächste Mal das große rote Auto mit dem blauen Lichtern vorbei fährt. Und darin sitzen auch nur Menschen mit einer HOHEITLICHEN AUFGABENSTELLUNG die den festen Entschluss für sich gefasst haben anderen zu helfen. Und genau deswegen hat die Leitstelle alarmiert – aus keinem anderen Grund!!! Am Ende wissen alle die, die schon mal in diesem Auto gesessen haben worum es wirklich geht – und auch wenn wir hoffen das alles gut gehen wird, so wissen wir auch, dass es da ein Restrisiko gibt das immer mitfährt… Oftmals weit genug weg – manchmal zum greifen nahe – manchmal zu nahe…

    Stille Grüße an die Feuerwehr St. Augustin, aber auch an alle Feuerwehrleute auf der Welt die immer dann ausrücken wenn man sie ruft – egal was kommt…

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  7. Danke für die Moderation. Ich hoffe keiner der Betroffenen musste lesen was hier teilweise geschrieben wurde. Es wäre wünschenswert wenn sich feuerwehrmagazin bei solch sensiblen Themen entweder sehr aufmerksam um die Kommentarspalte kümmert oder diese komplett schließt. Manchen Menschen und ihrer unqualifizierten Meinung sollte keine Plattform geboten werden. Ich sehe euch da in der Verantwortung.

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  8. Liebe Userinnen und User,

    dieses Thema bewegt emotional – ganz besonders in Feuerwehrkreisen.

    Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darum bitten, dass Kommentare ausschließlich sachlich bleiben – wir mussten einige Beiträge, die schon im Bereich üblen Nachrede oder Verleumdung angesiedelt waren, löschen. In der Folge sind einige darauf bezogene Antworten auch mit rausgefallen.

    Zwei Menschen haben ihr Leben auf unfassbar tragische Weise verloren – es ist unangebracht öffentlich Unterstellungen und Schuldzuweisungen zu äußern, die ganz offensichtlich fern jeglicher sachlicher Informationsbasis entstanden sind. Es ist Aufgabe der Polizei und der Unfallkasse das Unglück vollständig aufzuarbeiten. Und das wird sicherlich Zeit in Anspruch nehmen. Bitte haltet euch mit Spekulationen entsprechend zurück. Aus Respekt für die Opfer, ihre trauernden Angehörigen und Kameraden. Danke.

    Viele Grüße aus der Feuerwehr-Magazin-Redaktion,
    Michael

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  9. Ich war selbst einmal im Innenangriff beim Brand eines Motorradladens bzw. einer Morradwerkstatt. Tatsächlich ist das Brand erhalten, was übrigens nie richtig thematisiert wird, von Motorrädern gerade in geschlossenen Räumen extrem schwierig einzuschätzen . Auch wir hatten es damals, wahrscheinlich schon zwanzig Jahre her, mit völlig unkontrollierten Verpuffungen durch die Benzintanks in Verbindung mit den brennenden Reifen zu tun. Ein Einsatz der in Erinnerung geblieben ist. R.I.P.

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  10. Hallo Kameraden,
    Ich, Ex Unterbrandmeister, war 33 Jahre bei der FFW, Maschinist, etc. habe meinen Senf bei Youtube ” WDR Tote bei Feuer ST. Augustin abgelassen “.
    Wie mit uns Freiwilligen nach einem Dienstunfall umgegangen wurde.
    Mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen und Kameraden.
    Kein Freiwilliger Helfer muß ums Leben kommen, wir keinen die Einzelheiten nicht, alles nur Spekulation.
    Und Jeder Außenstehende Experte, der noch nie ” heiße Ohren ” in einem Einsatz bekommen hat, sollte sich zurücknehmen.
    Wir sind keine sogenannten ” Helden “, wir sind einfach Mitbürger die sich freiwillig dafür entschieden haben, Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten. Wir haben eine Vielzahl von Ausbildungen abgelegt.
    Keiner fragt sich, wie kommt es zu einem Mitgliedermangel bei den FFW.
    Guckt mal die ganzen Artikel beim Feuerwehrmagazin, selbsterklärend.
    Früher musste ich mir von Mitbürgern anhören, wie du machst das umsonst,
    kriegst kein Geld dafür ?
    Oder die Leute beschweren sich beim Bürgermeister, warum muß die Feuerwehr nachts mit Tatütata rumfahren, etc.
    Wer hat da noch Lust ein Freiwilliger zu sein.
    In Gedanken an die zwei verstorbenen Kameraden.
    Ruht in Frieden

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  11. Wir Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren sind kein bisschen schlechter ausgebildet (egal ob bezüglich ATS oder Anderen Aufgabenbereichen.
    Regelmäßige Schulungen, Prüfungen, Fortbildungen etc inklusive. ) als Berufsfeuerwehrleute, welche die Wachen einfach täglich = beruflich besetzen.
    Freiwillige Feuerwehrleute so zu degradieren quasi – ist echt unmöglich und zeugt von nicht allzugroßem Wissen diesbezüglich.
    Die 2 Verstorbenen Kameraden waren sicher Top in ihrem Gebiet.

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  12. Wenn ichnhier manche Kommentare lese könntrebich kotzen es gibt Berufsfeuerwehrkeute die haben in 20 Jahren keinen Großbrand gehabt, dem gegenüber stehen Feuerwehrangehörige der FF die in einem Jahr 2-3 mal zu einem Großbrnd müssen wer hat dann mehr Erfahrung ? Teilweise sind Angehörige von FFs besser ausgebildet wie Berufsfeuerwehrleute weil sie sich laufend fortbilden.
    So nun zum Einsatz keiner von den klugescheissenden Kommentatoren weiß nicht ob nicht die Alamierung zu Feuer Menschenleben in Gefahr passiert ist und ob es nicht die Infos gab das sich ein Mensch im Gebäude befunden soll, das ist eine Gradwanderung für den Ersteintreffenden Einheitsführer.
    Wenn das Gebäude schon in Vollbrand geswesen wäre hätte niemand reingehen können in vielen Berichten heist es das es nach dem eindringen ins Gebäude zu Verpuffungen und zur Durchzündung gekommen ist.
    So und nun nochmal zu den Kluigscheissern welche Erfahrungen habt ihr bei der Feuerwehr Ausbildung Dienstjahre und Führungserfahrungen, das ihr hier so eine “Expertise” abgeben könnt.
    Übrigens zu den Politikbashern die Feuerwehtr St Augustin ist für eine FF in so einer kleinen Stadt sehr gut und sehr modern ausgestattet ich glaube kaum das die Politik die Wehr im Stich lässt .

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  13. Ich kann nur zustimmen Herr Schmidt. Ich war live vor Ort, hätten sie gewartet bis Einsatzkräfte aus Köln oder Bonn kommen, wäre das ganze explodiert und im Zweifelsfall wären Zivilisten die Opfer. Die Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr ist keine fünf Minuten vom Einsatzort entfernt. Hätten diese gut ausgebildeten Einsatzkräfte nicht gehandelt, wäre das grob fahrlässig, so meine Meinung. Die Einsatzkräfte wissen das es gefährlich ist und sie im Zweifelsfall ihr Leben verlieren können. Umso dankbarer müssen wir sein das sie sich der Gefahr gestellt haben und ich bin überzeugt, dass durch das schnelle eingreifen viel schlimmeres verhindert wurde!

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  14. Ich stimme den vorherigen schreibern voll zu u denke,das es einer ausführlichen Untersuchung bedarf,um rauszufinden,ob falsche befehlsführung mit eine Rolle spielten,(keine Wohnungen,reifenlagerungen u die daraus entstandene Verpuffung)usw.Habe viel geweint um dieses vielleicht vermeidbare Unglück,bin Mutter u Oma mittlerweile u menschlich gibt es keine Ausdrucksweise für die Verluste der Angehörigen Familien.Für die Verletzten baldige Genesung u das seelisches Leid für alle beteiligten aufgearbeitet wird.In Gedanken bin ich bei allen,die da waren u tolle Arbeit geleistet haben.Rest in peace

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  15. Hallo!
    Ich bin auch Kamerad und ich finde niemand von den Politikern hat auch nur irgendwas übrig für die Freiwilligen.

    Wenn ich was zu sagen hätte, würden bei mir die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr im ganzen Land umsonst parken, in Zügen der DB kostenfrei unterwegs sein und bei der Einkommensteuer um 20% entlastet werden, einschließlich der Frauen Die hinter den Kameraden stehen.
    Dann hätten wir auch kein Nachwuchs Problem.
    Ach ja erste Klasse, wie unsere Politiker, versteht sich!

    Mit freundlichen Grüßen Sven Bertz

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  16. Wir danken Euch für euren mutigen und selbstlosen Einsatz!!!Wir sind fassungslos ..Als Niederpleiser haben wir das schreckliche mitterlebt da wir sehr Nahe an der Unglückstelle wohnen und mit Euch gebangt.
    Wir trauen mit Euch es ist furchtbar das zwei von Euch das Leben verloren um uns zu Helfen ! Nicht auszudenken wenn sich das Feuer weiter ausgebreitet hätte in der Nähe ist eine Tankstelle! WIR DANKEN EUCH ALLEN AUS TIEFSTEM HERZEN UND SIND IN DEN GEDANKEN BEI DEN FAMILIEN UND ALLEN KAMMERADEN DER IM EINSATZ VERSTORBENEN!!!WIR WÜNSCHEN EUCH VIEL KRAFT!!!

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  17. Hallo,
    es tut mir sehr leid um die Kameraden.
    Bin selbst auch Kamerad.
    Wir wissen, das das es uns bei jedem Einsatz treffen kann. Aber jemand muss diese Arbeit machen.
    Schlimm ist nur, das der Staat die FFW immer mehr hängen lässt.
    Sollte vielleicht mal ein hochbezahlte
    Politiker seinen A…. riskieren
    Mein Beileid auch allen Angehörigen

    Liebe Grüße anAlle betroffenen

    Frank

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  18. Angesichts der gesamten Umstände erscheint es mehr als unangemessen, in den Beitrag Werbung einzublenden für ein Buch, das sich mit psychischen Belastungen auseinandergesetzt- mag es sich hierbei auch um Algorithmen handeln oder das Thema an sich wichtig sein.

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