Eine Bewohnerin stirbt in den Trümmern

Wohnhaus in Bochum explodiert

Bochum – Aus bisher noch immer ungeklärter Ursache explodierte gestern am Abend ein Mehrfamilienhaus in Bochum. Eine Frau starb dabei. Rund 160 Kräfte waren über Stunden im Einsatz. 

Ein Rettungshund such auf dem Trümmerberg in Bochum nach vermissten Personen. Foto: KDF-Television & Picture Germany

Gegen 21.50 Uhr am Dienstag vernahmen Anwohner im Stadtteil Linden einen lauten Knall. Unzählige Notrufe gingen in den folgenden Minuten bei der Leitstelle ein. Das Wohngebäude Keilstraße 53 existierte nicht mehr. In dem zweieinhalbstöckigen Gebäude waren drei Personen gemeldet. Ein 35-Jähriger konnte sich leicht verletzte selbst aus den Trümmern befreien, ein weiterer Mann war zum Unglückszeitpunkt nicht im Gebäude. Die 61-jährige Hausbesitzerin galt anfangs als vermisst. Ein Rettungswagen brachte den leicht verletzten Mann ins Krankenhaus.

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Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, lag noch Gasgeruch in der Luft und konnte durch Messungen im Kanal sowie angrenzenden Gebäuden auch nachgewiesen werden. Kurios: Nach Aussagen der Stadtwerke Bochum verfügte das eingestürzte Gebäude selbst über keinen Gasanschluss. 20 Mitarbeiter der Stadtwerke schieberten den Bereich um die Unglücksstelle vom Gasnetz ab. Dazu musste das Erdreich an vier Stellen ausgehoben werden. 

Leiche konnte erst nach Stunden geborgen werden

Die Suche nach vermissten Personen gestaltete sich auch durch die instabile Lage der Trümmer schwierig. Rettungshunde schlugen an mehreren Stellen an. Letztlich konnte aber nur eine leblose Person im Trümmerberg lokalisiert werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die vermisste Hauseigentümerin. Gegen 3.30 Uhr konnte eine Ärztin zu der Frau vordringen. Sie stellte ihren Tod fest.

Dieses Bild bot sich den ersten Kräften vor Ort. Foto: Feuerwehr Bochum

Heut Morgen konnte die Feuerwehr die Leiche bergen. „Durch uns wird die Einsatzstelle nun mit Zäunen gesichert“, erklärte ein Sprecher.  

Neben der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst waren auch zwei Rettungshundestaffeln im Einsatz. Experten des THW begutachteten die Statik und unterstützen mit schwerem Gerät bei den Bergungsarbeiten.     

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