Weinheim (BW) – Die Feuerwehr Weinheim verzeichnet steigende Mitgliederzahlen und blickt auf 824 Einsätze im Jahr 2025 zurück. Neben Nachwuchsarbeit und Ausbildung rückte insbesondere der Bevölkerungsschutz in den Fokus.
Andreas Buske (Erster Bürgermeister), Matthias Bente, Ralf Mittelbach, Thomas Keller und Claus Schmitt (Feuerwehrsprecher) (v.l.) (Bild: Feuerwehr Weinheim)
Während vielerorts Personal- und Nachwuchsmangel beklagt wird, meldet die Feuerwehr Weinheim einen gegenteiligen Trend. Nach Angaben von Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach gehören aktuell 294 aktive Mitglieder der Wehr an, 18 mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil stieg von 46 auf 57 Einsatzkräfte. Unterstützt werde diese Entwicklung durch Quereinsteiger sowie eine ausgeprägte Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit, wie Mittelbach gemeinsam mit seinen Stellvertretern Thomas Keller und Matthias Bente beim Bilanz-Pressegespräch im Feuerwehrzentrum erklärte.
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Einen wichtigen Beitrag leistet die Nachwuchsarbeit: Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 112 Mitglieder, die Kinderfeuerwehr weitere 53. Über Social-Media-Aktionen und eine Sticker-Kampagne macht die Feuerwehr insbesondere bei Jugendlichen auf sich aufmerksam, erläuterte Feuerwehrsprecher Claus Schmitt. Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Andreas Buske sowie Mittelbach hoben hervor, dass aktive Feuerwehrangehörige zugleich als Werbebotschafter für das Ehrenamt wirken.
Auch die Ausbildung entwickelte sich weiter. Die Zahl der einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger erhöhte sich von 153 auf 166. Zudem verfügt die Feuerwehr Weinheim über 40 ausgebildete Gruppenführer und 44 Zugführer.
Für das Jahr 2025 weist der Jahresbericht 824 Einsätze aus, etwas weniger als im Vorjahr. Rund 300 Einsätze entfielen auf Hilfeleistungen, knapp 100 auf Brandeinsätze. Hinzu kamen Einsätze als Helfer vor Ort, unter anderem zur Unterstützung von Polizei und Rettungsdienst, sowie rund 40 Alarmierungen zu psychosozialen Notfällen. Außerhalb des Stadtgebiets leistete die Feuerwehr 16 Überlandhilfen. Bei etwa 130 Veranstaltungen stellte die Wehr Sicherheitswachen.
Neben dem Einsatzgeschehen rückten Prävention und Vorsorge in den Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Bevölkerungsschutzes, der strukturell weiterentwickelt wurde. Mit Thorsten Gutschalk verstärkt ein Fachmann für Bevölkerungsschutz das Führungsteam und unterstützt bei Konzepten und Analysen. Zudem engagierte sich die Feuerwehr in der Brandschutzaufklärung: Fast 500 Kinder und Jugendliche wurden geschult, ergänzt durch Angebote für Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderung. Im Rahmen der Vorsorge überprüft die Feuerwehr unter anderem die Abdeckung der Sireneninfrastruktur.