Treppenhausbrand in Mehrfamilienhaus

Fünf Schwerverletzte nach Treppenhausbrand

Leipzig (SN) – Ein Treppenhausbrand in einem Mehrfamilienhaus hat am Montagnachmittag einen Großeinsatz ausgelöst. Fünf Menschen, darunter zwei Kinder, wurden schwer verletzt. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar.

Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Leipzig in Bereitstellung. (Bild: EHL Media | Langhof)

Um 16:09 Uhr wurde die Feuerwehr Leipzig zu einem Wohnungs- beziehungsweise Treppenhausbrand alarmiert. Weil nahezu gleichzeitig mehrere Notrufe bei der Integrierten Regionalleitstelle eingingen, erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe rasch auf B3 – Großbrand. Drei Löschzüge sowie Kräfte für die Betreuung von Verletzten rückten aus.

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Beim Eintreffen war der gesamte Treppenraum stark verraucht, dichter Rauch drang aus den geöffneten Fenstern. Gleichzeitig machten sich mehrere Bewohner an den Fenstern bemerkbar – Rauch war bereits in die Wohnungen eingedrungen. Die Feuerwehr leitete sofort die Brandbekämpfung ein und forderte weitere Kräfte nach.

Zunächst wies die Einsatzleitung die Bewohner an, in ihren Wohnungen zu bleiben. Dort waren sie vorerst sicherer als im verrauchten Treppenhaus. Anschließend retteten die Einsatzkräfte mehrere Personen mit Brandfluchthauben aus ihren Wohnungen, weitere Betroffene wurden über Drehleitern aus dem Gebäude gebracht.

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Einsatzleiter Torsten Kolbe meldete schließlich fünf Schwerverletzte, darunter zwei Kinder – alle wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert. 26 weitere Betroffene konnten ambulant vor Ort betreut werden. Zu Spitzenzeiten standen laut Kolbe fast 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Auch ein Rettungshubschrauber landete im Wohngebiet. In einer früheren Lageinformation war noch von vier mittelschwer und 15 leicht verletzten Personen die Rede gewesen.

Als möglichen Brandherd nannte Kolbe Gegenstände im Treppenhaus, darunter wohl auch Kinderwagen. Die genaue Ursache ermittelt die Polizei. Wegen Rauch und Brandgasen ist der sechsstöckige Hauseingang mit 18 Wohnungen derzeit nicht bewohnbar. Die Bewohner wurden vorübergehend in Hotels untergebracht. Nach Abschluss der Löscharbeiten übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Das man im Feuerwehrmagazin über Brandfälle informiert wird, ist wirklich sehr gut. Doch bei allen berichteten Brandfällen fehlt immer eines:
    Die journalistische Nachsorge!
    Bei keinem einzigen Brandfall, von dem ich je erfuhr, wurde niemals viele Wochen später die Ursache aufgeklärt.
    Die Brandursache aufzuklären dauert eben eine gewisse Zeit, schließlich sind Brandermittler keine Hellseher.
    Aber warum erfahren die Leser von einem Brandgeschehen, nach ein paar Wochen, niemals die Ursache eines Brandes?
    Will das Feuermagazin.de diese Erkenntnisse, nach der Untersuchung einer Brandstelle des Brandermittlers, unbedingt für sich behalten?

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