Mühlenbeck (BB) – Auf der Autobahn A10 sind in der Nacht zu Dienstag zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder, Kreis Oberhavel, zwei Lastkraftwagen nahezu zeitgleich auf spiegelglatter Fahrbahn von der Straße abgekommen. Die Feuerwehr sicherte auslaufende Betriebsstoffe, verletzt wurde niemand.
Die zwei Sattelzüge sind auf spiegelglatter Fahrbahn von der Autobahn ab- und im Straßengraben zum Stehen gekommen. (Bild: 7aktuell.de | Neumann)
Um 2:15 Uhr verunglückten auf dem nördlichen Berliner Ring zwei Sattelzüge in Fahrtrichtung Kreuz Oranienburg. Nach Angaben der Autobahnpolizei Walsleben kamen die Fahrzeuge nacheinander nach rechts von der Fahrbahn ab und blieben im Straßengraben stehen, etwa 50 Meter voneinander entfernt.
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Als Ursache benannten Polizei und Feuerwehr extreme Witterungsbedingungen. Laut der Autobahnpolizei hatte gefrierender Nieselregen bei Temperaturen um minus ein Grad die Fahrbahn in eine spiegelglatte Eisfläche verwandelt. Die Geschwindigkeit der Sattelzüge sei nicht an diese Verhältnisse angepasst gewesen, wodurch die Fahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeugkombinationen verloren. Verletzt wurde dabei niemand. Der entstandene Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf 100.000 Euro.
Die Feuerwehr Mühlenbecker Land rückte mit zwei Löschzügen zur Einsatzstelle aus. Bereits die Anfahrt stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen, da sowohl die Zufahrtsstraßen als auch die Autobahn extrem glatt waren. Auch auf der Einsatzstelle selbst war ein sicheres Bewegen zunächst kaum möglich, weshalb die Feuerwehr die Fahrbahn mit mitgeführtem Streugut abstreute.
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An beiden Lastkraftwagen traten Betriebsstoffe aus. Während bei einem Fahrzeug Öl austrat, war beim vorderen Sattelzug der Dieseltank beschädigt, sodass Kraftstoff ins Erdreich zu gelangen drohte. Die Feuerwehr band das Öl ab, verschloss die Leckage am Tank provisorisch und pumpte den Diesel in Kanister um. Parallel dazu sicherten die Einsatzkräfte die Unfallstelle, stellten den Brandschutz sicher und leuchteten den Bereich aus. Insgesamt waren rund 35 Feuerwehrleute im Einsatz.
Der Rettungsdienst sichtete drei beteiligte Personen, die unverletzt blieben. Durch die verunglückten Fahrzeuge waren der Standstreifen sowie die rechte Fahrspur zeitweise blockiert. Ein Abschleppdienst übernahm die Bergung der Lkw, die sich aufgrund der Witterung und der massiven Fahrzeugschäden über mehrere Stunden hinzog. Polizei und Feuerwehr warnten angesichts der anhaltenden Glätte vor weiteren Unfällen und riefen zu angepasster Geschwindigkeit auf.