Bad Segeberg (SH) – Bei Abbrucharbeiten in der Kreisstadt Bad Segeberg traf am Mittwoch ein Mobilbagger eine Gasleitung; das ausströmende Gas entzündete sich und brannte mehrere Meter hoch. Verletzt wurde niemand.
Unter Atemschutz sichern Einsatzkräfte mit einem der C-Rohre die beschädigte Gasleitung. Die Flammen schlugen zeitweise mehrere Meter in die Höhe. (Bild: FF Bad Segeberg)
Die Leitstelle alarmierte um 13:18 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Bad Segeberg, Stipsdorf und Klein Gladebrügge. Einsatzleiter war der stellvertretende Gemeindewehrführer Christian Götze. Während die Polizei umliegende Wohnhäuser evakuierte und die angrenzenden Straßen vollständig sperrte, richteten Atemschutztrupps aus Bad Segeberg und Stipsdorf mit zwei C-Rohren eine Riegelstellung ein. Parallel liefen Mess- und Kontrollmaßnahmen.
Anzeige
Die Flammen, die zeitweise fünf bis sieben Meter hoch standen, beaufschlagten eine benachbarte Hecke so stark, dass die Einsatzkräfte sie aktiv kühlen mussten. Klein Gladebrügge konnte früh aus dem Einsatz entlassen werden; der Bauhof übernahm die Absicherung der Straßensperrungen mit zusätzlichen Barken.
PDF-Download: Download: Kohlenmonoxid - unsichtbares Gift
Den entscheidenden Schritt brachte das Eintreffen von Bautrupp und Energieversorger gegen 15:30 Uhr: Ein Minibagger legte die Leitung am Grundstücksübergabepunkt frei, sie wurde abgeschiebert. Eine halbe Stunde später war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.
Der Gefahrguteinsatzzug Bad Segeberg stand mit sieben Fahrzeugen und 23 Kräften im Einsatz. Neben Rettungsdienst und Polizei verschaffte sich auch Bürgermeister Toni Köppen vor Ort ein Bild der Lage.