Tödlicher Crash mit Muldenkipper an Bahnübergang

Königsbronn (BW) – Ein Personenzug kracht an einem Bahnübergang bei Königsbronn (Kreis Heidenheim) in einen Muldenkipper. Der Lkw zerreißt und geht in Flammen auf. Dabei wird der Fahrer getötet. Der Lokführer sowie fünf Passagiere werden leicht verletzt.

Am 21. Oktober 2016 arbeiten Bahnarbeiter entlang einer eingleisigen Bahnlinie inklusive Bahnübergang einer kleinen Nebenstraße. Dieser ist mit Halbschranken und Blinkleuchten gesichert. Für die Bauarbeiten ist nahe des Übergangs ein Materiallager eingerichtet. In diesem Kurvenbereich ist der 55-jährige Fahrer eines vierachsigen Muldenkippers damit beschäftigt, Schotter abzuladen.

Der Muldenkipper liegt neben dem Gleis. Mit einer Absaugpumpe entfernen Kräfte den restlichen Dieselkraftstoff aus dem Lkw-Tank. Foto: Aalener Nachrichten / Eckard Scheiderer

Um das Gefährt rückwärts in die richtige Position für den Abladevorgang zu bringen, muss der Lkw-Fahrer auf dem Bahnübergang rangieren. In diesem Augenblick senken sich die Halbschranken, eine davon zwischen Fahrerhaus und Mulde. Ein Interregio nähert sich der Baustelle. Laut Augenzeugenberichten versucht der Fahrer noch in letzter Sekunde, vor dem rasch herannahenden Zug aus der Kabine zu springen.

Einsatzbericht “Regionalbahn kracht in Muldenkipper”

Den fünfseitigen Einsatzbericht mit ausführlichen Informationen zu Ablauf, einer Aufstellung der eingesetzten Kräfte und weiteren Fotos findet Ihr in Ausgabe 4/2017 des Feuerwehr-Magazins.

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Der Lokführer leitet noch eine Notbremsung ein. Vergebens. Der Zug erfasst den Lkw. Mit großer Wucht prallt der Triebkopf in den vorderen Teil des Kippers, sodass dieser völlig zerfetzt wird. Motorblock, Fahrerhaus, Fahrgestell und Räder schleudern weit auseinander und beginnen zu brennen. Der Fahrer verbrennt in den Trümmern. Der Zug kommt 250 Meter weiter zum Stehen. Wie die Feuerwehr diesen Einsatz aus Brandbekämpfung und Technischer Hilfeleistung gemeistert hat, könnt Ihr im aktuellen Heft (4/2017) nachlesen. (ID 181)

Nahe des Zuges ist ein LF 16-TS positioniert, das Wasser aus einem Hydranten zur etwa 250 Meter entfernten Einsatzstelle fördert. Foto: Feuerwehr-Magazin / Jung
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