Überschlag im Seitengraben

Tesla rammt Krankentransportwagen

Brockel (NI) – 4 verletzte Personen, zwei beschädigte Fahrzeuge – so die Bilanz eines Verkehrsunfalls auf der B71 bei Brockel (Kreis Rotenburg/Wümme). Beim Abbiegen hatte am Sonntag gegen 11.10 Uhr eine Tesla-Fahrerin einen vorfahrtsberechtigten Krankentransportwagen (KTW) des DRK übersehen.

Der KTW-Fahrer versuchte noch, dem Tesla auszuweichen. Vergeblich. Das Elektrofahrzeug rammte das Rettungsmittel an der Seite. Der Aufprall war so heftig, dass sich der KTW mehrfach überschlug und im Seitengraben zum Stehen kam, schreibt die Kreisfeuerwehr in einer Pressemitteilung. 

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Nach der Kollision mit einem Tesla überschlug sich ein KTW des DRK im Kreis Rotenburg an der Wümme mehrfach und landete schließlich auf den Rädern im Seitengraben neben der B71. Foto: Feuerwehr

Der KTW war ohne Sondersignal unterwegs, transportierte aber eine Patientin. Sie und die begleitende Sanitäterin des DRK waren im Fahrzeug eingeklemmt. Feuerwehrleute befreiten sie aus dem Aufbau. Alle drei Personen im KTW und die Unfallverursacherin wurden verletzt. Beim Tesla trennten die Kräfte die Hauptbatterie, damit keine Gefahr durch Strom entstehen konnte. 

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Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Bothel, Brockel, Hemslingen und Rotenburg. Vier Rettungswagenbesatzungen und Notärzte sowie der organisatorische Leiter Rettungsdienstes des DRK kümmerten sich um die Unfallopfer. Die B71 zwischen Brockel und Hemslingen war für mehrere Stunden gesperrt.     

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ja, weil es nicht jeden Tag passiert, das ein KTW sich überschlägt und zusätzlich das Personal dabei verletzt wird. Es ist auch tragisch genug.
    Finde den Fehler!

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  2. Hallo Dietmar, diese Frage ist wohl berechtigt, denn Feuerwehrleute, die das lesen, interessiert hauptsächlich, ob der LiPo-Akku beim Unfall beschädigt wurde und ob er dabei in Brand geratenen ist, wenn ja, wie er gelöscht wurde. Denn den Tesla gibt es auch mit dem nicht so energiedichten Schwefel-Sulfat-Akku, der selbst mit einem Nagel durchgeschlagen nicht brennt.

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  3. Wäre der Unfall, so schlimm er leider auch ist, auch eine Meldung wert, wenn kein Tesla gewesen wäre?
    Und, hätte man dann auch die Marke in die Schlagzeile geschrieben?

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