Viele Feuerwehreinsätze erwartet

Sturm- und Orkantief „Zeynep“ erreicht Deutschland

Am Nachmittag hat das Sturm- und Orkantief „Zeynep“ – im internationalen Sprachgebrauch „Eunice“ – Deutschland erreicht. Im weiteren Verlauf sollen an der Nordseeküste extreme Orkanböen bis zu 160 km/h und eine schwere Sturmflut drohen.

“Baum auf Pkw” hieß es am Donnerstag während des Sturmtiefs “Ylenia” für die ostfrisieschen Feuerwehren Timmel und West-Mittegroßefehn/Ulbargen. Beim nun heranziehenden Sturm- und Orkantief “Zeynep” ist insbesondere in Norddeutschland mit weiteren schweren Unwetterschäden zu rechnen.

Ein Blick auf die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt, dass ganz Deutschland von der Sturm- und Orkanlage betroffen ist. Der Süden weist allerdings geringere Warnstufen auf.

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In der Nacht zum Samstag ist  dann in der gesamten Nordhälfte mit schwerem Sturm, teilweise Orkan zu rechnen. Der DWD warnt, dass ein Aufenthalt im Freien lebensgefährlich sein könne.

In der Südhälfte werde es in der Nacht zwar auch stürmen, aber bei weitem nicht so heftig, sagt der DWD. Außerdem lasse der Sturm in der zweiten Nachthälfte nach.

Anders als im Nordosten. Dort sind auch Samstagfrüh sowie im weiteren Verlauf des Tages schwere Sturmböen zu erwarten. Zudem prophezeit der DWD für den Norden Regen-, Schnee- und Graupelschauer, teilweise auch kurze Gewitter.

Feuerwehren haben sich vorbereitet

Viele Feuerwehren haben sich organisatorisch und technisch bereits auf die Unwetterlage vorbereitet. So sind in Bremen unter anderem neun Mannschaftstransportwagen (MTW) zu Kleinalarmfahrzeugen (KLAF) hochgerüstet worden. Auf diese Weise kann die Besatzung kleinere Sturmeinsätze selbstständig abarbeiten und die Großfahrzeuge bleiben für komplexe Einsätze frei.

In die Einsatzvorbereitung und -durchführung sind Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk involviert. 70 Kräfte der BF sollen auf den sechs Feuer- und Rettungswachen den Grundschutz für die Stadt sicherstellen, während die 19 FF-Einheiten die Sturmlage abarbeiten.

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Die Feuerwehren in Ostfriesland (Niedersachsen) sind um 14:30 Uhr aufgrund der drohenden Orkanlage in den Voralarm gesetzt worden. In den Kreisen Aurich, Wittmund und Leer wurden die Einsatzleitwagen (ELW) 2 der Kreisfeuerwehren besetzt. Bei erhöhtem Eingang von Notrufen bei der Kooperativen Regionalleitstelle Ostfriesland werden den ELW 2 Einsätze zugeteilt.

Ebenfalls voralarmiert worden sind die ELW 1 der einzelnen Gemeinden und Städten. Ihre Besatzungen erhalten die Einsätze wiederum von den ELW 2 der Kreisfeuerwehr und koordinieren dann ihre Ortsfeuerwehren.

Um das zu erwartende Notrufaufkommen zu bewältigen, wurde zudem die Besetzung der Rettungsleitstelle Emden um zwei Arbeitsplätze erhöht.

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