Glätteunfälle in Schleswig-Holstein

Kamerad verunglückt auf Weg zum Feuerwehrhaus tödlich

Hanerau-Hademarschen/Warringholz (SH) – Heftige Hagelschauer haben am Donnerstag (1. Januar 2026) auf der A 23 zwischen Hanerau-Hademarschen und Schafstedt zu mehreren Glätteunfällen geführt. Ein 41-jähriger Feuerwehrmann kam auf dem Weg zum Einsatzort im Kreis Steinburg ums Leben.

Ein 41-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann wurde auf Anfahrt zum Gerätehaus tödlich verletzt. Sein Fahrzeug kam von der Straße ab. Foto: holstein-report.de | Sprenger

Nach Angaben der Polizei setzte am Donnerstagmittag auf der A 23 ein starker Hagelschauer ein. Innerhalb kurzer Zeit verwandelte sich die Fahrbahn zwischen Hanerau-Hademarschen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Schafstedt (Kreis Dithmarschen) in eine spiegelglatte Fläche. Zwei Autofahrer verloren unabhängig voneinander die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Einer schleuderte in den Straßengraben, der andere überschlug sich. Drei Personen erlitten leichte Verletzungen.

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Kurz darauf kam es auf derselben Strecke zu weiteren Unfällen. Zwei Pkw prallten aufgrund der Glätte zusammen, es blieb jedoch bei Sachschäden.

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FF-Kamerad kommt auf Anfahrt zum Feuerwehrhaus ums Leben

Ein Feuerwehrmann, 41 Jahre alt und Mitglied zweier Freiwilliger Feuerwehr im Kreis Steinburg, war wegen des Einsatzes auf der A 23 alarmiert worden. Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus verlor er gegen 13 Uhr auf der Landstraße 127 zwischen Warringholz (Kreis Steinburg) und Schenefeld (Kreis Pinneberg) durch witterungsbedingte Glätte die Kontrolle über seinen Geländewagen. Das Fahrzeug kam von der Straße ab und landete im Graben. Dabei erlitt der Fahrer tödliche Verletzungen.

Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Steinburg schreibt heute zu diesem tragischen Ereignis auf seiner Webseite: „In stiller Trauer […] Sein Melder rief zu einem PKW-Brand mit Menschenleben in Gefahr auf die A 23. Er zögerte nicht, um anderen zur Hilfe zu eilen, doch die eisglatte Fahrbahn wurde ihm zum Verhängnis. Dass ein Helfer auf dem Weg, um Leben zu retten, sein eigenes Leben verliert, ist eine Tragödie, die uns im gesamten Kreis Steinburg tief erschüttert und fassungslos zurück lässt. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seiner Familie, seinen Angehörigen und den Kameradinnen und Kameraden […] Wir stehen als Feuerwehrfamilie fest an eurer Seite. Er war einer von uns. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
In stillem Gedenken“

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