Betriebsfeuerwehr erhält VLF auf Opel Combo

Mini-Feuerwehrfahrzeug für das Staatstheater

Kassel – Das Staatstheater in Kassel ist ein riesiger Komplex am Rande der Innenstadt. Rund 600 Räume mit zirka 23.300 Quadratmeter Fläche sollen es sein. So ganz genau weiß das niemand. Für Externe ist das Labyrinth kaum zu durchschauen. Deshalb gibt es dort eine eigene Betriebsfeuerwehr. Kurz vor dem 30-jährigen Jubiläum erhielten die Brandschützer nun erstmals ein eigenes Einsatzfahrzeug. Wir stellen den Opel Combo vor. 

Enorm, wie viel Beladung in den Ausbau des Opel Combo passt. Uwe Rühl (links) und Oliver Schramm haben das VLF auf dem Friedrichsplatz in Kassel für uns entladen. Foto: Hegemann

Eigentlich sind die eigenen Füße das optimale Fortbewegungsmittel für den Komplex am Friedrichsplatz. Doch oft geht es außen rum schneller. Dafür nutzte die Betriebsfeuerwehr bisher einen Handkarren. Der musste von fünf Leuten gezogen beziehungsweise geschoben werden. Und ein Feuerwehrmann musste immer am Karren bleiben, damit nichts geklaut wurde. Ein weiterer Nachteil: die Ausrüstung lag ungeschützt auf der offenen Ladefläche.

Zum Zuständigkeitsbereich der 21 Aktiven um Wehrleiter Uwe Rühl gehört außerdem noch eine Außenstelle des Staatstheaters: das fünf Kilometer entfernte TUP (Theater und Probenzentrum). Hier befinden sich die Werkstätten, die lager für rund 30.000 Kostüme und sämtliche Bühnenausstattung. 

Fahrten zur Außenstelle, für Besorgungen oder zu Aus- und Fortbildungen unternahmen die Feuerwehrleute bisher mit Dienstfahrzeugen des Staatstheaters oder den privaten Pkw. “Der Wunsch nach einem eigenen kleinen Fahrzeug bestand deshalb schon lange”, sagt Uwe Rühl. “Nichts aufwendiges, aber mit einsatztaktischen Wert.”

 

Auf dem Seitenauszug steht vorne das Hochdrucklöschgerät, dahinter der Stromerzeuger. Die Kiste auf dem Aggregat kann mit dem Fernthermometer oder der Wärmebildkamera bestückt werden – je nach Einsatz. Foto: Hegemann

Klar war, dass es ein extrem kleines Fahrzeug auf Pkw-Basis sein muss. „Alles andere hätte nicht in die Feuerwehrgarage gepasst“, so Oliver Schramm, der stellvertretende Leiter der Betriebsfeuerwehr. In die engere Wahl kamen Opel Combo, Skoda Roomster und VW Caddy. „Opel gewährte uns 30 Prozent Behördenrabatt“, sagt Rühl, „also wurde es der Combo.“ Den Zuschlag für den Innenausbau des Kastenwagens erhielten die Firmen Feuerschutz Fritz Emde und Richard Wuttig aus Zierenberg. 

Jeder Quadratzentimeter Platz im Aufbau ist ausgenutzt, um die Ausrüstung unterbringen zu können. Das Standrohr passt nur quer in Fahrtrichtung in den Kastenaufbau, weil die Schiebetür entsprechend ausgespart wurde. Foto: Hegemann

Offiziell wird der Combo als Vorauslöschfahrzeug (VLF) bezeichnet. „Wir hätten ihn aber genauso gut auch Vorausrüstwagen oder Vorausgerätewagen nennen können“, so Rühl. „Das Fahrzeug entspricht keiner Norm.“ Zur Beladung gehören ein 6-kVA-Stromerzeuger von Endres, ein hydraulisches Kombigerät mit Akku von Weber, ein Hochleistungslöscher von Rosenbauer, Motorkettensäge von Stihl samt Schutzkleidung, Akkuschrauber und elektrische Säbelsäge.  

In der Juli-Ausgabe 2018 des Feuerwehr-Magazins stellen wir den Theater-Floh vor. Hier kann das Heft ganz bequem Online bestellt werden, als gedruckte Ausgabe oder zum Download.  

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