Zwei Fahrzeuge für Feuerwehr Weinheim

Baden-Württemberg beschafft 69 LF 10 zentral

Weinheim (BW) – Erstmals organisiert das Land Baden-Württemberg die gemeinsame Beschaffung von Löschfahrzeugen für Kommunen. Das Innenministerium koordiniert den Erwerb von 69 Löschgruppenfahrzeugen LF 10 für Städte, Gemeinden und eine Werkfeuerwehr. Auch die Feuerwehr Weinheim beteiligt sich an dem landesweiten Verfahren.

HLF 20 der Feuerwehr Weinheim vor dem Feuerwehrhaus: Die Kommune beteiligt sich an der landesweiten Sammelbeschaffung von Löschfahrzeugen in Baden-Württemberg. (Bild: Feuerwehr Weinheim)

Nach Angaben des Innenministeriums ersetzt die zentrale Vergabe zahlreiche einzelne Ausschreibungen. Innenminister Thomas Strobl erklärte, das Land entlaste die Kommunen, reduziere bürokratischen Aufwand und bündele Ressourcen. 57 Städte und Gemeinden sowie eine Werkfeuerwehr nahmen an dem Verfahren teil. Den Zuschlag erhielt die Albert Ziegler GmbH aus Giengen an der Brenz (Landkreis Heidenheim).

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Neben einem günstigeren Beschaffungspreis erhalten die Kommunen eine höhere Landesförderung. Statt bislang 140.000 Euro stellt das Land 182.000 Euro pro Fahrzeug bereit – ein Plus von 42.000 Euro je LF 10.

Bei den ausgeschriebenen Fahrzeugen handelt es sich um Löschgruppenfahrzeuge LF 10 mit Platz für neun Einsatzkräfte, umfangreicher feuerwehrtechnischer Beladung und einem fest eingebauten Löschwassertank mit 2.000 Litern Inhalt.

Eine der teilnehmenden Kommunen ist Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis). Die Feuerwehr Weinheim bekommt zwei baugleiche LF 10. Ein Fahrzeug ist für den Standort Rippenweier vorgesehen, das zweite für die Abteilung Stadt. Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach sieht vor allem organisatorische Vorteile durch die einheitliche Technik. Ausbildung, Einweisung und Einsatzabläufe ließen sich vereinheitlichen, zudem könnten Einsatzkräfte standortübergreifend flexibler eingesetzt werden.

Die LF 10 decken ein breites Einsatzspektrum ab. Sie kommen bei Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen und zur ersten Menschenrettung zum Einsatz. In Kombination mit dem Rüstwagen, der im Ausrückebereich Oberflockenbach, Rippenweier und Ritschweier bei schweren Verkehrsunfällen eingesetzt wird, ergänzen sie nach Angaben der Feuerwehr das bestehende Einsatzkonzept.

Erster Bürgermeister Andreas Buske bezeichnete die Landesunterstützung als wichtige Entlastung für Kommunen mit angespannten Finanz- und Personalressourcen.

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