Medizinische Task Force gestartet

Kassel (HE) – Am Pilotstandort an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel fiel heute der Startschuss für die Medizinische Task Force (MTF) des Bundes, die medizinischen Einheiten des Bundes im Zivilschutz. Zur Einweihung übergab das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem Hessischen Innenministerium der Schule sechs Krankentransportwagen Typ B.

So sehen sie neuen KTW von innen aus. Foto: BBKStadt und Landkreis Kassel bilden an der Landesfeuerwehrschule den bundesweiten ersten Standort für das Konzept der medizinischen Einsatzgruppen. Hier soll die MTF erprobt werden. Zusammenarbeit und Technik müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Zudem gilt es, praktische Erfahrungen für das bundesweit geltende Einsatzhandbuch zu liefern.

„Die MTF ist eine Sanitätseinrichtung, die aus einzelnen Fachmodulen besteht und als Einheit eine besondere katastrophenmedizinische Lage bewältigen kann“, erklärt das BBK in seiner Pressemeldung. „Mit ihr können Verletzte dekontaminiert, medizinisch versorgt und transportiert werden.“ Weiterhin sei die Einheit in der Lage, einen Behandlungsplatz für bis zu 50 Personen einzurichten und zu betreiben. Zur Übergabe erläuterte BBK-Präsident Christoph Unger (Bild unten) das Prinzip.

BBK-Präsident Christoph Unger. Foto: BBK„Die Medizinischen Task Forces stellen einen wichtigen Beitrag der ergänzenden Ausstattung des Bevölkerungsschutzes des Bundes dar. Der Deutsche Feuerwehrverband begrüßt die Aufstellung dieser Einheiten ausdrücklich”, betonte Bernd Pawelke, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. “Die Feuerwehren werden ihren Beitrag zum Gelingen des Projekts beitragen.”

Diese MTF soll es an 61 Standorten flächendeckend im ganzen Bundesgebiet geben. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des neuen Ausstattungskonzeptes des Bundes. Darin ist der Ausbau des Katastrophenschutzes der Länder für Sonderlagen vorgesehen. Sonderlagen beziehen sich hier speziell auf die CBRN-Gefahren – chemische, biologische, radiologische und nukleare Substanzen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des BBK.

(Quelle und Fotos: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)

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