Ausbildung & Katastrophenschutz

Feuerwehren trainieren Notstromversorgung für Blackout-Fall

Bad Belzig (BB) – Um die Folgen eines langanhaltenden Stromausfalls abzufedern, haben Einsatzkräfte der Feuerwehren im Kreis Potsdam-Mittelmark an einem Lehrgang zur Notstromversorgung teilgenommen. Im Mittelpunkt standen Katastrophenschutz-Leuchttürme sowie der sichere Umgang mit Stromerzeugern und Einspeisesystemen.

Am Bedienfeld eines mobilen Aggregats trainieren Feuerwehrangehörige den sicheren Umgang mit Notstromtechnik für den Einsatz an Katastrophenschutz-Leuchttürmen. (Bild: Landkreis Potsdam-Mittelmark | Mielenz)

Wie schnell ein großflächiger Stromausfall den Alltag beeinträchtigen kann, haben jüngste Ereignisse in Berlin gezeigt. Unabhängig davon, ob widriges Wetter, technisches Versagen oder kriminelles Handeln die Ursache sind, können solche Lagen erhebliche Einschränkungen für das öffentliche und private Leben nach sich ziehen.

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Im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurden bereits im vergangenen Jahr Katastrophenschutz-Leuchttürme eingeführt. Inzwischen verfügt jede kreisangehörige Stadt oder Gemeinde über eine entsprechende Einrichtung mit Ausstattung für den Krisenfall. Die Feuerwehr nutzt diese Anlaufstellen, um der Bevölkerung Informationen bereitzustellen, Erste Hilfe zu leisten, eine Trinkwassernotversorgung sicherzustellen sowie Möglichkeiten zum Erwärmen eigener Nahrung anzubieten. Zudem dienen die Leuchttürme als Wärmeinseln und bieten Lademöglichkeiten für mobile Endgeräte. Auch das Absetzen von Notrufen oder die elektronische Übertragung wichtiger Daten ist dort möglich.

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Damit die technische Ausstattung im Ernstfall zuverlässig eingesetzt werden kann, ist eine fundierte Ausbildung erforderlich. Das THW Bad Belzig verfügt über die entsprechende Technik und hatte vor Weihnachten auf Einladung des Landkreises die Feuerwehren der Region zu Gast. Einsatzkräfte aus Potsdam-Mittelmark trainierten dabei den sicheren Umgang mit Stromerzeugern sowie mit laienbedienbaren Einspeisesystemen.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW verschaffen sich während des Lehrgangs einen Überblick über den Aufbau und die Funktionsweise eines Stromerzeugers. (Bild: Landkreis Potsdam-Mittelmark | Mielenz)

Ziel der Ausbildung ist es, im Zivil- und Katastrophenschutzfall sowohl die Energieversorgung wichtiger Einrichtungen als auch die Funktionsfähigkeit der Leuchttürme sicherzustellen. Dabei ging es auch um die Unterschiede zwischen größeren Aggregaten, die für Krankenhäuser und andere bedeutende Einrichtungen vorgesehen sind, und kleineren Modellen, die direkt an den Leuchttürmen eingesetzt werden.

Nach Angaben des Landkreises nahmen Kameradinnen und Kameraden aus etwa der Hälfte der Kommunen an dem Lehrgang teil. Es handelt sich um die erste Ausbildung dieser Art im Landkreis; im laufenden Jahr sollen vier weitere Termine folgen.

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