Großbrand in Hückelhoven-Brachelen

Extrem schnelle Brandausbreitung in Holzhandlung

Hückelhoven (NW) – Zu einem Großbrand in einer Holzhandlung musste die Feuerwehr am Dienstag in Hückelhoven (Kreis Heinsberg) ausrücken. Gegen 20 Uhr hatte die Brandmeldeanlage einer Holzhandlung Stadtteil Brachelen ausgelöst. Wegen der extrem rasanten Brandausbreitung ließ die Feuerwehr vor Ort zahlreiche weitere Einheiten aus der Region nachalarmieren.

Großbend in Hückelhoven-Brachelen brennt die Holzverwertung und Baumarkt Wicht. Feuerwehren aus der ganzen Region sind im Einsatz. Foto: Ralf Roeger

Die Feuerwehr entdeckte einen Brand im Eingangsbereich zum Verkaufsraum hinter einer Metallverkleidung. Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Brandes unter der Fassadenverkleidung musste sich der vorgehende Löschtrupp jedoch wieder zurückziehen. Es kam zu einer schlagartigen Durchzündung. Wegen der zunehmenden Brandintensität ließ die Einsatzleitung die Feuerwehren aus Wassenberg, Wegberg, Heinsberg, Geilenkirchen, Erkelenz nachalarmieren – aus dem Kreis Düren die Einheiten aus Linnich und Stockheim.

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Die Einsatzstelle wurde frühzeitig in vier Einsatzabschnitte eingeteilt. Wegen des massiven Löschwasserbedarfs – in der Spitze 18.000 L/min – reichte das Hydrantennetz nicht aus. Um ausreichend Wasser an die Einsatzstelle zu bekommen, hat die Feuerwehr mehrere Schlauchleitungen bis zum Baggersee Kapbusch verlegt. Außerdem haben Kräfte Wasserentnahmestellen am Teichbach eingerichtet.

Nachdem die Löschwasserversorgung gesicherte war, konnte ein voll umfassender Löschangriff gestartet werden. Im Einsatzverlauf wurden insgesamt drei Personen – davon zwei Feuerwehrleute – leicht verletzt. Der Messzug des Kreises Heinsberg führte umfangreiche Schadstoffmessungen durch. Dieser stellte jedoch keine kritischen Werte fest.

Nachdem der Ausstellungs- sowie der Verkaufsraum teilweise eingestürzt waren, konzentrierte sich die Feuerwehr auf den Schutz der Lagerhalle. Die dortigen Löschmaßnahmen zeigten im Lauf der Brandbekämpfung ihre Wirkung, wodurch der Lagerhallenbereich verschont blieb. Im Einsatz waren insgesamt etwa 250 Einsatzkräfte.

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