Ungewöhnliche Dienstkleidung für die Feuerwehr

Spreizer-Einsatz im Operationsaal

Mödling (Österreich) – Ungewöhnliche Dienstkleidung tragen die Kameraden der Feuerwehr Mödling bei einer Technischen Hilfeleistung: Statt in Uniform geht es in OP-Kleidung und mit akkubetriebenem Spreizer zur Befreiung einer kleinen Patientin vor.

Am Mittwoch verfängt sich ein kleines Mädchen mit dem Zeigefinger der rechten Hand in einem Stahlwinkel. Da auch der Vater den Finger nicht befreien kann, montiert er kurzerhand den Stahlwinkel ab. Dann fährt er seine Tochter mitsamt Winkel in die Notaufnahme des Landesklinikums in Mödling.

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Dort entscheiden die Ärztinnen und die Betriebsfeuerwehr des Landesklinikums, die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit Spezialgerät hinzuzuziehen. Die Feuerwehr Mödling rückt mit drei Kameraden und einem Fahrzeug an. Da die Arbeiten im OP-Saal unter hygienischen Bedingungen stattfinden, bleibt die Einsatzkleidung der Feuerwehrleute draußen. Stattdessen ziehen die drei freiwilligen Feuerwehrleute OP-Gewänder an.

Feinstarbeit mit dem Akku-Spreizer: Einsatzkräfte der Feuerwehr in OP-Kleidung befreien den Finger der Patientin. (Bild: Feuerwehr Mödling)

In Absprache mit den Ärztinnen fräsen die Einsatzkräfte den massiven Stahlwinken seitlich an und biegen den Winkel mit dem akkubetriebenen hydraulischen Spreizer auf. Nach 20 Minuten ist der Finger des Kindes befreit. Wie die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, hat das Mädchen die kleine Not-OP durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr ohne Schaden überstanden.

Erst wird der massive Stahlwinkel von den Einsatzkräften seitlich angefräst. Alles geschieht in enger Absprache mit den Ärztinnen. (Bild: Feuerwehr Mödling)
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Im OP-Gewand und mit dem Akku-Spreizer geht es für die Feuerwehr zum ungewöhnlichen Einsatzort, dem OP-Saal des Landesklinikums. (Bild: Feuerwehr Mödling)

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wie schön wenn so etwas so funktioniert.
    Hochachtung allen Beteiligten und der kleinen Patientin.
    Das ganze hat sicherlich ein Stück Überwindung gebraucht.

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  2. Tja das ist mal was anderes wie? Hat man auch nicht alle Tage.

    Und schön das am Ende alles gut ging.

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  3. Echt krass, was alles passieren kann!

    Großen Dank an alle Beteiligten und der kleinen Patientin wünsche ich, dass sie schnell wieder gesund ist.

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  4. Technische Hilfeleistung vom Feinsten:
    Kindern helfen,Für jeden Helfer das Größte.
    Der Lütten alles Gute !

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  5. Mal die etwas andere Hilfeleistung, RESPEKT!
    UND MUTIGE KLEINE PATIENTIN!!!!

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