Witterungsbedingte Einsätze

Schneefall fordert viele Feuerwehren

Frankfurt/Main (HE) – Der erste große Schneefall des Winters ist da und mit ihm zahlreiche Nebenwirkungen: Verkehrsunfälle, in Not geratene Fahrzeuge sowie umgestürzte Bäume und abgerissene Äste. In verschiedenen Regionen Deutschlands mussten Feuerwehren aufgrund witterungsbedingter Einsätze ausrücken. In den kommenden Stunden soll es vielerorts weiter oder erstmals schneien.

Vor allem in Mittelgebirgen, im Taunus und im Sauerland waren ab Montagnachmittag erhebliche Schneemengen niedergegangen. Aber unter anderem auch in Bayern und Baden-Württemberg kam es örtlich zu Einschränkungen und Einsätzen.

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Besonders betroffen war der Rheingau-Taunus-Kreis. Dort war die Lage auch am Dienstagvormittag nach Angaben des Kreises noch “angespannt”. Rund 200 Menschen saßen aufgrund des Schneefalles vorübergehend in Autos und Gebäuden fest und mussten versorgt oder befreit werden. Allein seit Mitternacht rückte die Feuerwehr aufgrund von umgestürzten Bäumen zu rund 50 Einsätzen aus. Die Leitstelle stockte aufgrund des gestiegenen Notrufaufkommens ihr Personal auf.

Bei Niedernhausen musste ein Pkw freigeschnitten werden, der von umgestürzten Bäumen getroffen worden war. Auf den Strecken zwischen Untertaunus und Wiesbaden blockierten Bäume und Lkw die Fahrbahnen. Weil Eltville-Rauenthal zeitweilig von der Umgebung abgeschnitten war, musste dort ein Rettungswagen für Notfälle bereitgestellt werden. Am Vormittag erkundeten ein Polizeihubschrauber und Drohnen die Straßensituation.

Beseitigung von Schneebruch durch die Feuerwehr im Kreis Aschaffenburg.
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Im Kreis Aschaffenburg meldete die Kreisbrandinspektion rund 130 Feuerwehreinsätze, auch hier überwiegend aufgrund von umgestürzten Bäumen, die unter der Schneelast zusammengebrochen waren. In vier Ortschaften kam es zu einem Stromausfall, die örtlichen Feuerwehrhäuser mussten daraufhin als Notfall-Anlaufstellen besetzt werden. 

Neben den Baumeinsätzen ereigneten sich bundesweit mehrere schwere Verkehrsunfällen mit Verletzten und Todesopfern. In einigen Fällen musste die Feuerwehr eingeschlossene und eingeklemmte Personen befreien, beispielsweise bei Bad Lausick (SN), Althütte (BW) und Gottfriedsreuth (BY). 

B260 bei Eltville-Martinsthal: Ein Baum ist auf einen liegengebliebenen Lkw gestürzt.

Nach Angaben von Meteorologen soll es am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch weiter schneien. Dann könnten auch andere Regionen betroffen sein, die bislang noch überwiegend schneefrei sind.

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Video: Kachelmannwetter/Youtube

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Mal wieder ein Beweis dafür, wie dringend auch die kleinen Freiwilligen Feuerwehren flächendeckend gebraucht werden.

    Das sollten sich alle die Verantwortungsträger und auch Gesetzgeber einmal vor Augen führen, die kleine Wehren wegen “zu wenig Personal” schließen um “unnötige Kosten” einzusparen.

    Jeder so verlorene Kamerad*in ist ein fehlender Kamerad*in.

    Denn spätestens in solchen Situationen wird aus meiner Sicht jede helfende Kraft gebraucht. Denn selbst eine kleine Wehr, die keine 18 Mann aufbieten kann, kann mit entsprechender Ausstattung in solchen Lagen jederzeit Strassensperren oder (mit entsprechend ausgebildeter Kräfte) Bäume beseitigen helfen.

    Das gleiche gilt übrigens auch bei Lagen wie großen Waldbränden, Schnee oder Hochwasser. Auch hier werden für unzählige “kleine Dinge” Helfer benötigt. Oft Tätigkeiten, wo weder Atemschutzgeräteträger oder topausgebildete Führungskräfte für benötigt werden.

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