Die 10 Besonderheiten der BF Basel

Basel (Schweiz) – Derzeit schaut die Feuerwehr-Welt sehr gespannt in die Schweiz. Die Berufsfeuerwehr Basel treibt die Elektrifizierung ihres Fuhrparks massiv voran. Wahrscheinlich konsequenter als jede andere Feuerwehr de Welt. Dies war aber nicht die einzige Besonderheit, die wir bei unserem Besuch in Basel entdeckt haben.  

Die Berufsfeuerwehr setzt sehr konsequent auf Einsatzfahrzeuge mit Elektroantrieb. Deshalb wurden 2023 vier HLF der RT-Baureihe von Rosenbauer beschafft. Foto: Feuerwehr Basel
  1. Die Berufsfeuerwehr Basel setzt verstärkt auf Fahrzeuge mit e-Antrieb. 2023 wurden bereits sieben Elektro-Fahrzeuge in Dienst gestellt. Davon vier RT HLF von Rosenbauer. Dieses Jahr sollen acht weitere Fahrzeuge folgen.
  2. Das Einsatzgebiet erstreckt sich nicht nur über die Kantonsgrenze in die Schweiz hinein. Mit der Zuständigkeit für das Streckennetz der Tram ist die BF auch grenzüberschreitend in den Nachbarländern Frankreich und Deutschland tätig.
  3. Beim Personal kommen zur Urlaubs- und Krankheitsvertretung Freelancer zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Angehörige anderer Berufsfeuerwehren aus Deutschland und der Schweiz, die mindestens eine Schicht pro Monat in Basel fahren und dafür bezahlt werden.

    Die einzige Wache der Berufsfeuerwehr ist auf einem ehemaligen Klosterareal untergebracht. Foto: Brinkmann
  4. Trotz des großen Einsatzgebiets und der hohen Einwohnerzahl verfügt die BF über nur eine Wache. Diese liegt am Rand der Altstadt im sogenannten Lützelhof.
  5. Die BF ist nicht für den Rettungsdienst zuständig. Diese Aufgabe liegt bei der Abteilung „Sanität“ der Rettung Basel-Stadt. Dennoch betreibt die Wehr ein NAZ, um bei Bedarf einen zweiten Notarzt vom Spital in den Einsatz zu bringen.
  6. Der Bereich „Vorbeugender Brandschutz“ ist in der Schweiz in der Regel nicht bei der Feuerwehr angesiedelt. Dafür sind die Gebäudeversicherungen zuständig.
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  7. In der Fahrzeughalle im Hauptgebäude befinden sich noch die original Holztore aus dem Jahr 1943. Diese müssen nach wie vor mit einem großen Holzhebel manuell geöffnet und geschlossen werden.
  8. Vor rund 10 Jahren wurde das Hauptgebäude durch bauliche Maßnahmen erdbebensicher gemacht. Der direkt angrenzende Neubau ist auf Grund neuester Bautechnik sogar bis zur Stärke 9 auf der Richterskala ausgelegt.
  9. Das älteste Gebäude der Feuerwache stammt noch aus der Zeit, als der Lützelhof ein Kloster war. Es wurde bereits im 17. Jahrhundert gebaut.
  10. Die Feuerwehr Basel betreibt ein eigenes Museum. Dazu hat sie sogar eine Kuratorin angestellt.
Die Feuerwehr Basel unterhält ein eigenes Museum, in dem sogar eine Kuratorin fest angestellt ist. Foto: Feuerwehr Basel

In der Januar-Ausgabe 2024 des Feuerwehr-Magazins stellen wir die BF Basel in einer 12-seitigen Reportage ganz ausführlich vor. Aktuell ist die Ausgabe im Handel erhältlich. Ihr könnt das Heft aber auch ganz bequem bei uns im Online-Shop bestellen: als gedruckte Ausgabe portofrei an eure Wunschadresse oder zum sofortigen Download. >>>Hier geht es zur Bestellung der Januar-Ausgabe 2024 des Feuerwehr-Magazins<<<  

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das sind alles Hybridfahrzeuge die jederzeit auch auf Verbrenner umgestellt werden können,erst gescheit Informieren,dann meckern 😉

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  2. In Amsterdam befand er sich mehr in der werkstad als man gebrauchen konnte und habe mit dem Testen aufgehört

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  3. Ich sehe das auch als Hype, das geht vorbei. Man sollte die Realitäten nicht ausblenden. Ein Feuerwehrfahrzeug muss unter widrigsten Bedingungen über Tage funktionieren. Die Feuerwehr kann kein Testfeld für unausgereifte Technik sein.

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  4. Da haben sie ihre Meinung aber stramm vorgetragen Herr Roggenbruck. Wieviel Expertise sie in diesem Themenfeld tatsächlich haben weiß ich nicht. Jedoch scheinen sie wie so mancher in der heutigen Zeit lieber die Wünsche vor die Realitäten zu stellen. Ich denke da sitzen sie einer gewaltigen Klimaideologie auf. Die Feuerwehr als hochverlässlichkeits Organisation taugt nicht für Versuche unausgereifter Technik aus Gründen eines ideologischen Technikdiktats. So ein Fahrzeug muss auch im Katastrophenfall über Tage und Wochen im Krisengebiet mit zerstörter Infrastruktur funktionieren.

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  5. Das ist kein Hype. Das ist eine notwendige Umstellung des Fuhrparks. Und ja: es kostet Geld. Aber die Umweltschäden durch fossile Energien kosten mehr Geld. Wenn dann irgendwann viele mitmachen, dann wird es automatisch auch günstiger.
    Und man wird im Bereich der Gefahrenabwehr und vor allem im Katastrophenschutz und bei eben den überörtlichen Lagen noch sehr lange auf fossile Antriebe angewiesen sein. im Alltagseinsatz ist die Technik aber schon ziemlich gut und das macht (noch) einen überwiegenden Teil der Einsätze aus.Und bis wirklich in der Fläche serienreife Fahrzeuge vorhanden sind, dauert es noch eine Weile. Umso dringender das sich einige “Early Adopter” der Thematik stellen und diese gemeinsam mit den Herstellern weiterentwickeln. Und die Hersteller sind aufgefordert, auch den Elektroantrieb über die gesamte Lieferkette, von Abbau der Rohstoffe bis zum Recylcling mitzudenken. Nicht das man jetzt den selben Fehler macht den man bisher immer gemacht hat: One Way und dann ab in die Meere oder die Wüste!
    Und an den Einsatzstellen hat der Elektroantrieb den Vorteil das wir nicht mehr in Abgasen ersticken und der Lärm deutlich reduziert ist.
    Also dran bleiben, Umstellung vorantreiben und da wo aktuell noch nötig weiterhin auf den Diesel setzen.

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  6. Nur mal so zum Nachdenken.
    Ich verstehe diesen derzeitigen Hype überhaupt nicht dass genau Feuerwehren soviel Wert darauf legen mit E – Fahrzeugen sich auszurüsten.
    Gerade wenn man liest dass hier die Feuerwehr überörtlich auch noch zuständig ist.
    Unabhängig von dem Gewicht durch die Batterien welches ziemlich grenzwertig ist…..Vom Geld brauchen wir auch nicht reden!

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