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Einsatzbericht vom Anschlag auf den BerlinerWeihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.
Jetzt kommen die großen Stromer

Erstes eLHF der Berliner Feuerwehr geht in Dienst

Berlin – Seit dieser Woche besitzt die Berliner Feuerwehr das erste elektrobetriebene Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug, kurz: eLHF. Gemeinsam stellten Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen und Berlins Innensenator Andreas Geisel im Beisein des Staatssekretärs für Umwelt und Klimaschutz Stefan Tidow das bisher in Deutschland einzigartige Einsatzfahrzeug in Dienst.

Rosenbauer lieferte das erste eLHF an die Berliner Feuerwehr. Es handelt sich dabei um ein Fahrzeug der sogenannten RT-Reihe (Revolutionary Technology). Foto: Berliner Feuerwehr

Gefördert und finanziert wird das aktuelle Projekt durch das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE 1213-B4-N), welches aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert wird. Die Erkenntnisse aus den Einsätzen des neuen eLHF werden gesammelt und ausgewertet. Bei erfolgreichem Projektverlauf ist ab dem Jahr 2022 eine deutliche Ausweitung der LHF-Flotte mit Elektro-Antrieben geplant. Die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr ist ebenso beteiligt. Innerhalb der Berliner Feuerwehr wird das Projekt eng durch den Fachbereich „Zentraler Service Fahrzeuge und Geräte“ begleitet. Die Firma Rosenbauer ist der Hersteller des Projektfahrzeugs.

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Im eLHF sitzt die Besatzung quer zur Fahrtrichtung mit einem Mittelgang sowie großzügiger Sicht nach vorne. Alle vier Sitze sind mit PA-Halterungen ausgestattet. Foto: Berliner Feuerwehr

Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre. Es läuft vom 6. März 2018 bis zum 31. Januar 2022. Die einjährige Erprobung findet auf den Feuerwachen Mitte, Suarez und Schöneberg für jeweils vier Monate statt. Diese Feuerwachen wurden aufgrund ihrer Lage im Stadtzentrum innerhalb der Umweltzone ausgewählt, um dort Dieselruß-, Luftschadstoffe und Lärmemissionen einzusparen. Ein weiteres Auswahlkriterium waren die Alarmzahlen der Feuerwachen. Das Fahrzeug soll auf hoch frequentierten Wachen erprobt werden.

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Auf den Feuerwachen kommen Schnellladesysteme zum Einsatz, die eine Ladeleistung von mehr als 100 kW ermöglichen. Innerhalb der Erprobung sollen zwei Systeme getestet werden. Das erste System wird direkt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Das zweite System ist mit einem Batteriepufferspeicher ausgestattet, welcher die notwendige Hausanschlussleistung auf bis zu 11 kW reduzieren kann. Die Feuerwehr schätzt die Ladezeit für eine vollständige Ladung auf 30 Minuten. Genauere Daten soll die Langzeiterprobung liefern.

Durch ein senkbares Fahrgestell ist die Entnahmehöhe der Geräte sehr gering. Auf der rechten Seite führt die Berliner Feuerwehr unter anderem hydraulische Rettungsgeräte von Lukas Hydraulik mit. Foto: Berliner Feuerwehr

Mit einer vollständigen Ladung soll das Fahrzeug eine Reichweite von 300 Kilometern haben. Die Akkulaufzeit beträgt reinelektrisch ca. eine bis anderthalb Stunden. Die dieselelektrische Laufzeit beträgt mehr als vier Stunden. Denn um katastrophenschutzfest zu sein, ist das Fahrzeug mit einem Range Extender (Reichweitenverlängerer) ausgestattet. Dieser wird durch einen Dieselmotor dargestellt, der die Nutzung der verfügbaren Katastrophenschutzinfrastruktur ermöglicht. Der Dieseltank fasst 130 Liter. Auf diese Weise ist das Fahrzeug auch in Katastrophenschutzfällen, wie zum Beispiel lang anhaltenden und großflächigen Stromausfällen, uneingeschränkt nutzbar.

Die Steuerung der FPN 10-2000 erfolgt über dieses Bedienfeld hinten rechts. 1.200 l Löschwasser sowie 100 l Schaummittel führt das eLHF mit. Letzteres kann über eine DLS 800 beigemengt werden. Foto: Berliner Feuerwehr

Zehn neue Stromer auch bei der BF Hannover

Hannover – Oberbürgermeister Belit Onay und Feuerwehrdezernentin Rita Maria Rzyski übergaben heute offiziell zehn elektrobetriebenen Einsatzfahrzeuge an die hannoversche Feuerwehr. Im Rahmen des innerstädtischen Projektes „Hannover stromert“ verfolgt der Fachbereich Feuerwehr das Ziel, die konsequente Nutzung von Elektromobilität zu beschleunigen und hatte die insgesamt zehn Einsatzfahrzeuge beschafft. Über das Förderprojekt „hanno50“ der Klimaschutzleitstelle der Landeshauptstadt erfolgte eine anteilige Finanzierung des Beschaffungsprojektes. Bei den Fahrzeugen handelte es sich um sieben elektrisch angetriebene Mehrzweckwagen (eMZW) vom Typ Nissan e-NV200 sowie um drei elektrisch angetriebene Kommandowagen vom Typ eGolf.

Oberbürgermeister Belit Onay und Feuerwehrdezernentin Rita Maria Rzyski übergaben den symbolischen Schlüssel für die zehn elektrobetriebenen Fahrzeuge heute offiziell an den Leiter der Feuerwehr Dieter Rohrberg und stellten die neuen Fahrzeuge vor. Foto: Feuerwehr Hannover

„Der Klimaschutzleitstelle ist es gelungen, Fördermittel von rund drei Millionen Euro vom Bundesverkehrsministerium einzuwerben, um insgesamt 107 Elektrofahrzeuge für die Landeshauptstadt zu beschaffen. Wir freuen uns besonders, dass aus dem Förderprogramm „hanno50“ die neuen elektrischen Fahrzeuge für unsere Feuerwehr anteilig finanziert werden konnten“, hob Oberbürgermeister Onay hervor. Die sieben neuen eMZW dienen dem Personen- und Materialtransport zwischen Feuer- und Rettungswachen und zu Einsatzstellen. Weiterhin stehen die Fahrzeuge zusätzlichen Einsatzleitdiensten für die Anfahrt sowie Erkundung von Einsatzstellen (zum Beispiel bei Großschadenereignissen wie Flächenlagen bei Unwetterereignissen oder Kampfmittelräumungen) zu Verfügung. Hierbei können die erforderliche Schutzkleidung, Kommunikationsgeräte sowie Hilfsmittel mitgeführt werden.

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Die Nissan e-NV200 Evalia werden von einem Elektromotor mit 80 kW (109 PS) und einem Drehmoment von 254 Nm über ein stufenloses Automatikgetriebe angetrieben. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 123 km/h. Reichweite: 200 km. Den feuerwehrtechnischen Ausbau übernahm Holzapfel Sonderfahrzeuge. Technische Ausstattung: zwei Schiebetüren, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung, Rückfahrkamera, Radio, Navigation, 6x Airbag, Tempomat, Bordcomputer, ABS, ESP, Multifunktionslenkrad, Berganfahrassistent, Reifendruckkontrolle, Blaulicht, Analog- und Digitalfunk, Unfalldatenschreiber, Feuerlöscher, Gepäckraumabtrennung durch feststehendes Gitter. Investitionssumme: 461.300 Euro, davon 124.341 Euro aus Fördermitteln.

Die drei neuen eGolf dienen vorwiegend Einsatzleitdiensten zur Anfahrt sowie Erkundung von Einsatzstellen. Hierbei können die erforderliche Schutzkleidung, Kommunikationsgeräte sowie Hilfsmittel für die Einsatzleitung mitgeführt werden. Sie besitzen Elektromotoren mit 100 kW (136 PS) sowie einem Drehmoment von 290 Nm. Die Kraftübetragung erfolgt über ein 1-Gang-Automatikgetriebe, ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 km/h bei ebenfalls 200 Kilometer Reichweite. Den Ausbau fertigte OWL-Digitalfunk. Technische Ausstattung: LED-Scheinwerfer, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung, Einparkhilfen vorne/hinten, Radio, Navigation, Notbremsassistent, 6x Airbag, Abstands-Tempomat, ABS, ESP, Multifunktionslenkrad, Bordcomputer, Berganfahrassistent, Reifendruckkontrolle, Blaulicht, Analog- und Digitalfunk, Unfalldatenschreiber, Atemschutzgerät, Notfalltasche, Feuerlöscher, Gepäckraumabtrennung durch feststehendes Gitter. Gekostet haben die Fahrzeuge 157.202 Euro, davon stammten 31.200 Euro aus Fördermitteln.

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Fahrzeuge auf Mercedes Arocs bei der Werkfeuerwehr.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sehr geehrter Herr Keizl,
    es ist gut, wenn man sich um Schadstoffaustoss Gedanken macht. Jedoch müssen wir mal die Kirche im Dorf lassen. Einsatzfahrzeuge absolvieren so wenige Kilometer und haben, zumindest die neueren, recht gute Motoren, dass dies doch eher wenig ins Gewicht fällt.
    Zum Thema Veränderungen, das grösste Problem hierbei ist, dass sich die tolle Regierung und eine handvoll Mitläufer rein auf E-Fahrzeuge festlegen. Es ist noch nie gut gewesen, sich auf eine Technologie zu versteifen. Was gut ist setzt sich eh durch.
    Und zum Abschluss, der Strom kommt aus der Steckdose. Klar, aber wir schalten bei uns alles ab, Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke, um dann den Kernenergie- und Kohlestrom aus dem Ausland zu kaufen!
    Reine Weste und Arbeitsplätze, Know-How und Geld fliessen ins Ausland.
    In diesem Sinne, einfach mal weiter denken.

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  2. Naja….
    Ich bin auch für alternative Antriebsarten, aber Elektro???
    Wie Sebastian Holzner schon geschrieben hat, ist es nicht nur der “Raubbau” von Rohstoffen aus der Natur, es kostet auch sehr viel Energie dann eine/n solche/n Batterie / Akku herzustellen. Und der Strom für die Ladung?? Egal, kommt ja aus der Steckdose ;-). Muss aber auch irgendwie erzeugt werden.
    Und die Altlasten? So ein Akku kann nicht mal eben in seine Bestandteile zerlegt und Recycelt werden.
    Ich selber würde auch eine alternativere Antriebsart (außer e-Antrieb) nutzen, aber die gibt es sehr bzw. zu wenige und mit dem eAuto mal eben mit dem Wohnwagen nach Italien oder Kroatien in den Urlaubfahren? Fehlanzeige, da ist man bei den momentanen Reichweiten der Fahrzeuge, fehlenden Stromsäulen und stundenlange Ladezeit etliche Tage unterwegs.
    Leider “fährt” unsere Regierung so auf Elektro ab, anstatt sich auf weitaus umweltfreundlichere und bessere Antriebsarten zu bemühen.
    Ist aber dem einen oder anderen egal, denn wenn die Probleme mit den Altlasten kommen und größer werden ist diese / unsere Generation schon unter der Erde und die zukünftigen Generationen können sich damit auseinandersetzen.
    In diesem Sinne.

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  3. Die von Elektrogegnern herbeiphantasierten Probleme sind keine, da Lithium lediglich eine Übergangstechnologie ist die noch vor 2030 abgelöst werden wird. Die hier angeführten 220.000 Kilometer waren von ifo unter Auslassung diverser Fakten schlicht herbeigelogen.

    https://www.oeko.de/forschung-beratung/themen/mobilitaet-und-verkehr/elektromobilitaet/

    https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/cct/2020/Faktencheck-Batterien-fuer-E-Autos.pdf

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  4. Dein aktueller Stand der Technik ist wohl einige Jahre alt. Du solltest dich mal nach aktuellen Zahlen und Statistiken erkundigen.
    Meinst du das die Herstellung von Benzin/Diesel Umweltfreundlicher ist?
    Manche verstehen es immer noch nicht…werden aber immer weniger.

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  5. Wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit der Einsatzkräfte aus bei der Sitzposition quer zur Fahrtrichtung im Falle eines Unfalls ? Beötigt man wirklich eine “Konferenzanordnung” als Sitzposition in einem LF ? Wie oft würde man im Einsatzfall die Sitze vom GF und MA drehen und ersteinmal am Einsatzort “ein Pläuschen” halten ?

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  6. Sebastian, na, bei Dir kommen ja einige Stammtisch-Weisheiten in einem Kommentar zusammen.
    Du nutzt also keiner Akkus in Deinem Leben? Auch da sind Lithium und Kobalt drin.
    Du fährst keinen Verbrenner? Denn auch der braucht Lithium und Kobalt zum Funktionieren. Selbst die AMS hat dazu was brauchbares geschrieben: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/elektroauto-co2-umweltschaeden-lithium-kobalt/
    Schon mal die Energie- und Ökobilanz eines Verbrenners bzw. der Ölförderung/Benzinherstellung angeschaut?
    Und wenn Du den ADAC zitierst, dann bitte richtig: Die Studie wurde nach der ersten Veröffentlichung korrigiert, je nach Auto und verwendeten Strommix ist sie viel niedriger.
    Zum Schluss schau Dir mal die Vorteile an: Die Verbrennermotoren in Einsatzfahrzeugen leiden, weil sie kalt sofort hochgejubelt werden, genau in diesen Momenten werden auch Schadstoffe ohne Ende ausgestossen. Dem E-Motor ist das wurscht, Drehmoment ist ab dem Start sofort da.
    Habt doch einfach nicht so viel Angst vor Veränderungen!

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  7. Lithium -und Cobalt-Abbau interessiert offenbar immer noch niemand? Hoch umweltschädlich! Entsorgung/Wiederaufbereitung der Alt-Batterien? Der Dreck bleibt ja in Chile, Kongo oder China. Energiebilanz? Laut ADAC muß man bis zu 220.000 km fahren, um in der Gesamtbilanz auf Null zu kommen (Vergleichsrechnung mit Mercedes-Pkw 200 Diesel) ! Nach aktuellem Stand der Technik ist ein verbrauchsoptimaler Diesel immer noch umweltfreundlicher und effektiver in der Energiebilanz. Aber das darf man politisch korrekt nicht sagen. Man kann/muß sicher weiter entwickeln/forschen. Aber von umweltfreundlicher/energie-effizienter Serienreife sind wir noch “etwas” zu weit weg……………………….

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