Nach Flut-Katastrophe

Donnersbergkreis beschafft Ex-Bundeswehrfahrzeuge

Kirchheimbolanden (RP) – Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hat in mehreren Fällen gezeigt: Fahrzeuge, die auch bei einem hohen Wasserstand noch fahrbereit sind, können maßgeblich zur Rettung von Menschenleben beitragen. Der Donnersbergkreis hat die Erkenntnisse zum Anlass genommen und zwei ehemalige, besonders watfähige Bundeswehrfahrzeuge gekauft. Sie kommen künftig bei zwei Feuerwehren als Sonderfahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz zum Einsatz.

Dabei handelt es sich um Fahrzeuge vom Typ MAN Kat 1 Mil (jeweils einmal als 4×4 und 8×8 mit Seilwinde). Ein sehr ähnliches Fahrzeug der Feuerwehr Bonn (6×6, “Desert Storm” genannt) war im Ahrtal im Einsatz, mehrere Menschen konnten damit aus Lebensgefahr gerettet werden. Darunter auch zwei Feuerwehrleute der Feuerwehr Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Donnersbergkreis ist nach eigenen Angaben der erste Kreis in Rheinland-Pfalz, der derartige Fahrzeuge beschafft hat.

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Der Donnersbergkreis hat zwei ehemalige Bundeswehrfahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz beschafft.

Jung sind die Fahrzeuge mit Erstzulassungen 1978 und 1980 nicht mehr  – allerdings nach Aussage der Verantwortlichen sehr gut gepflegt. Und sie waren vergleichsweise ein Schnäppchen: 31.000 beziehungsweise 63.000 Euro hat der Kreis für die Fahrzeuge bezahlt. Zuletzt 2011 seien die Fahrzeuge komplett durch die Bundeswehr zerlegt und generalüberholt worden. Die örtliche Firma Fahrzeugbau Fischer hat die Fahrzeuge nach der Übernahme überprüft. „Die Technik ist in einem einwandfreien Zustand. Die Fahrzeuge laufen und laufen“, wird der künftige Inhaber Christian Fischer vom Donnersbergkreis in einer Mitteilung zitiert.

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In der Firma erfolgte ein Einbau neuer Batterien, eine Überprüfung der Reifen und die Lackierung in rot-gelber Farbe. Lediglich die Beschriftung fehlte bei der offiziellen Vorstellung der Fahrzeuge noch. Mit Einbau der Sondersignalanlage, Funk, Naviationsgerät, Rückfahrkamera und USB-Schnittstelle sowie dem Einbau von hydraulischen Ladewänden kosten die Fahrzeuge insgesamt rund 160.000 Euro.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um einen MAN Kat 1 Mil 8×8 und um einen 4×4.

Die Lkw haben eine Wattiefe von 1,20 bis 1,50 Meter. Sie können auch im Gelände für den Transport von Trink- und Löschwasser (etwa bei Waldbränden) und für andere Aufgaben, vornehmlich in der Logistik (wie etwa Sandsacktransport), genutzt werden. Der Zweiachser wird bei der Feuerwehr Winnweiler, der Vierachser bei der Feuerwehr Kirchheimbolanden stationiert. Ende Mai sollen die Fahrzeuge einsatzbereit sein.

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Von links: Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Donnersbergkreises, Eberhard Fuhr (im Fahrzeug), Christian Fischer vom Unternehmen Fahrzeugbau Fischer, Landrat Rainer Guth (im Fahrzeug) und Wirtschaftsförderer Reiner Bauer.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Zur Zeit gibt es bei Plattformen wie mobile, autoscout und mod sales ca 15 Jahre alte HX Modelle mit Euro 4 und als Rechtslenker ab 33 tsd Euro.

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  2. Hierbei geht es eher um die Batterie für den Anlasser…

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  3. Lieber Stefan aus NRW,
    Sie haben den Test über Elektro-Fahrzeuge aus Berlin gelesen?
    Auch verstanden?
    Was passiert hier wenn der Fahrakku alle ist?
    Richtig, es springt ein Range-Extender an der das Fahrzeug weiterhin Einsatzbereit hält. Somit gibt es keinen Unterscheid zu herkömmlichen FW-Fahrzeugen, denn diese Brauchen auch nach einer gewissen Einsatzzeit Kraftstoff.
    Achja, Stromausfall: Wo war denn genau bei der Hochwasserkatastrophe Stromausfall? Überall in ganz Deutschland?
    Nein, bereits in Orten wenige Kilometer von der Schadensstelle entfernt war alles normal…
    Sie können sich übrigens ja selbst mal fragen was bei Fahrzugen mit Verbrennungsmotor das Problem bei Hochwasserlagen ist und welche Vorteile Elektroautos hier haben.

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  4. Diese Fahrzeuge sind noch mit die besten die je gebaut worden sind, egal ob für den Bund oder nicht. Bei uns ist jemand der sammelt alte Fahrzeuge, ist sein Hobby, alle Fahrzeuge könnten auch heute noch einen Dauereinsatz von über 10 Stunden ohne Probleme leisten. Darunter Magirus, Mercedes, auch M-A-N hat er einen, alle Fahrzeuge abgesehen vom Mercedes haben 40 – 50 Jahre auf dem Buckel. Der Mercedes ist jetzt genau 34 Jahre alt.
    Das sind Fahrzeuge ohne viel elektronischen Krimskrams, diese Fahrzeuge werden bei guter Pflege auch in 50 Jahren noch laufen, selbst in 100 Jahren laufen sie garantiert noch.
    Die heutigen Fahrzeuge schaffen auch bei bester Pflege garantiert keine 50 Jahre mehr!!! Weil eben diese ganze Elektronik vorher schon rott wird.
    E-Fahrzeuge lach, da kann man Glück haben, wenn die überhaupt 10 Jahre schaffen.
    Bund als auch Feuerwehr und THW müssen immer zu jeder Zeit einsatzbereit sein, da sollte man eigentlich was Schadstoff angeht drauf schei*** außerdem gibt es Filter!! Noch vor 10 Jahren galt Diesel als das sauberste überhaupt – man sollte sich immer die Frage stellen was ist wichtiger: Einsatzbereitschaft und Einsatzerfolg oder Klimakram (was sich eh seit Millionen Jahren stets ändert)

    Zum E-Fahrzeug gab es ja neulich schon das “ach so tolle” Testergebnis aus Berlin (ich lach mich weg) warum wird kein realer Test auf dem Land gemacht, anstatt in einer Stadt wie Berlin wo das Fahrzeug wahrscheinlich täglich im Einsatz war. Es gibt auf dem Land Wehren die fahren 6 – 10 Einsätze im Jahr.
    E-Fahrzeug im Hochwassereinsatz wo es nicht einmal Strom gab, viel spaß damit oder Waldbrand (Heidebrand z.B.) so etwas kann wieder kommen, man soll niemals nie sagen …. auch hier viel spaß damit

    Die Anschaffung dieser “guten” alten Fahrzeuge war eine sehr sehr gute Entscheidnung!!!!

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  5. Was soll die Frage?
    Natürlich entsprechen die nicht mehr heutigen Standards, aber egal, sie sind zuverlässig und sind nur 2 Fahrzeuge die gelegentlich gefahren werden. Die Umweltsauerei verursachen die Millionen von LKWs und Industrie (sage nur “just in time”; rollende Lagerhallen etc). Weiter müssen keine neuen Ressourcen für neue Fahrzeuge verschwendet werden.
    Ich finde die Idee gut. Wartungsaufwand und Kosten halten sich in Grenzen, kann man von neuen Fahrzeugen nicht gerade behaupten.

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  6. Hallo Sebastian, wie kommst du darauf, dass die Fahrzeuge Probleme mit leeren Akkus haben? Die Akkus sind im Stillstand beidpolig getrennt. Wenn der Fahrtenschreiber und die Uhr abgeklemmt sind gibt es nichts was den Akku entleert. Habe privat ein solches Fahrzeug (8×8) und der solide V8 Deutz Direkteinspritzer startet auch nach halbjährigem Stillstand spätestens nach 15 Sekunden. Anders sieht es aus wenn alle mögliche Zusatzausrüstung an der Starterbatterie angeschlossen wird.

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  7. MAN Kat, einfach die beste Wahl wenn es um Geländegängigkeit und Wattiefe geht. Und ebenso was die Langlebigkeit und Robustheit angeht. Einfach nicht kaputtzukriegen.

    Ich frage mich ja ernsthaft, warum noch keiner auf die Idee gekommen ist den Kat mal neu aufzulegen. Die selbe Qualität des Originals mit ein paar Modernen Extras.

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  8. Die alten Deutz diesel sind natürlich nicht gerade schadstoffarm. Bei der geringen Kilometerleistung/jahr hält sich das jedoch in Grenzen. Zudem muss man die gesammtbilanz sehen. Die alten Deutz Motoren sind nahezu unkaputtbar und das Fahrzeug wird in seiner gesammtlebensdauer 2 normale Fahrzeuge ersetzen. Des weiteren braucht es im katschutz Fahrzeuge die auch unter wiedrigsten Bedingungen funktionieren und solche Fahrzeuge sollten einfach gehalten sein. Zb konnte in mali die Bundeswehr viele Fahrzeuge nicht nutzen weil es dort kein adblue gab.

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  9. Viel Spaß im Dauereinsatz, wenn der Akku leer ist 🙂

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  10. Hier muss wohl mal klargestellt werden wie sich die Gesetzeslage darstellt. Nach Grundgesetz (GG) ist der Bund für den sog. Zivilschutz und die Länder für den Katastrophenschutz zuständig. In den meisten Bundesländern sind die Kreise mit dem Katastrophenschutz betraut. Das THW ist eine Bundesanstalt und somit natürlich dem Ministerium des Inneren unterstellt.

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  11. Kauft lieber ein Elektro LHF.

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  12. Eine kluge und weitsichtige Entscheidung !
    Spätestens nach den Erfahrungen im Donnersbergkreis von 2014 ff – insbesondere in der Region hinter dem Berg – und jetzt aktuell im Ahrtal – gehört die Vorbereitung auf problematische Klimaszenarien zum Standard der Einsatzplanung. Hier geht der Donnersbergkreis mit gutem Beispiel voran, hoffentlich folgen weitere gefährdete Kreise !!!

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  13. Hier präsentieren sich mit alten Knitterblech die, die im E-Fall nie diese Fahrzeuge bewegen werden. Das sind nur ein paar verantwortliche für das Desaster (ausenommen Fa Fischer) . Feuerwehrfahrzeuge sind meistens die als letzten kommen um Hilfe zu leisten (Schwerpunkt ländl. Raum). Dementsprechend müssen sie mind. so Leistungsfähig in allen Anforderungen bis auf die Panzerung sein wie Bundeswehrfahrzeuge. Alles andere wurde von Leuten entschieden die keine Ahnung und/oder kein Geld haben/hatten. Feuerwehr muss dem Bund unterstellt werden um Leistungsfähig zu werden!!! Ähnlich THW. Stell sich einer mal vor, THW oder Bevölkerungsschutz wäre Landesaufgabe und wäre in der Verantwortung von Städten und Gemeinden auf rein Ehrenamtlicher Basis. Na guten Nacht Marie.

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  14. Supi, die kommen fast überall durch. Das weiß ich aus Erfahrung. Habe beim Bund so einen 4-achser gefahren.

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  15. Gute Entscheidung,
    Hier hat man aus der furchtbaren Katastrophe gelernt und sorgt für die Zukunft vor.

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  16. Für vergleichbare Beschaffungen interessant dürfte noch eher der Nachfolger des Kat 1 sein. Der deutlich modernere aber *HX 60*. Er verfügt über vergleichbare Daten in Sachen Geländegängigkrit und Watfähigkeit. Die Fahrzeuge sind aktuell sehr günstig aus UK zu haben, wo sie zum Teil eingelagert wurden und mit sehr niedrigen KM-Leisungen für ca. 50.000/60.000€ und Baujahren nach 2000 über den Tisch gehen. In Güstrow werden sie mit Originalteilen auf Linkslenker umgebaut und neu geTÜVt. Über ebay Kleinanzeigen gibt es nen guten Überblick über den Markt. Es existieren sogar Fahrzeuge, die bereits mit ISO Aufnahmen für Container ausgestattet sind… könnte für kleines Geld ein gutes Vielzweckfahrzeug für den KatS (Grundkonzept GW-L KatS aus BaWü) geben.
    Ahrweiler hat gezeigt, was solche Fahrzeuge können.

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  17. Wie ist das mit der Schadstoffklasse? Darf sowas eigentlich überhaupt noch in Dienst gestellt werden?

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  18. Ja, viele Firmen mit speziellen u. schwierigen Einsatzbereichen haben sich solche Fahrzeuge beschafft und mit speziellen Aufbauten u. Ausrüstungen versehen. Egal in welchem Erdteil, man findet überall noch voll im Einsatz befindliche Bundeswehrfahrzeuge a. D. FAUN, M-A-N, teils auch noch Magirus. Ob in den Wüsten oder sehr kalte Regionen. Auch wurden mal in großen Umfang sogar bei den MAN usw. luftgekühlte Motoren verwendet. Warum ??? Ziemlich klar. Zu allen Anforderungen der BW der nun mind 30 Jahre alten Fahrzeuge, auch sehr einfach und ohne Elektronik gebaut. Also nur minimal störanfällig und mit einfachen Werkzeugen wieder flott zu machen. Ältere Feuerwehrfahrzeuge sind bei guter Pflege u. Wartung, vor allem regelmäßiger Betrieb, verlässlicher als jetzt der Standart mit voller Elektronik von vorn bis hinten. Da waren Laufzeiten bis weit über 30 Jahre kein Problem ! Gegensatz zu jetzigen und künftigen Fahrzeuggenerationen, wie schon in Teilbereichen gut bekannt, bei weitem nicht mehr realisierbar. Gutes Beispiel auch zu dieser Beschaffungsaktion !! Die FF Passau, eine sehr hochwassererfahrene Feuerwehr, beschaffte sich vor gut 10 Jahren einen Kat 1, 8 x 8 der BW. Wurde dann auch noch als WLF mit Abrolleinrichtung umgebaut. Somit auch: LKR Donnersbergkreis : Richtig gehandelt !!!

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  19. Hallo das ist eine super gute Lösung die Fahrzeuge halten noch gut 20 Jahre aus LG Volker

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  20. Gute Entscheidung,
    Das sind noch robuste Fahrzeuge, nahezu für die Ewigkeit gebaut. Nicht umsonst so beliebt als Expeditionsfahrzeuge.

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