Traunstein (BY) – Im Kreis Traunstein kommt künftig ein Brandschutzerziehungskoffer der Versicherungskammer Bayern zum Einsatz. Der Koffer mit Versuchsmaterialien, Anschauungsobjekten und Übungs-Notruftelefon soll die Feuerwehren bei Terminen in Schulen und Kindergärten unterstützen.
Fachbereichsleiter Stefan Randlinger (links) und Kreisbrandrat Christof Grundner (rechts) freuen sich über den neuen Brandschutzerziehungskoffer der Versicherungskammer Bayern. Er soll die Feuerwehren vor Ort unterstützen und künftig in Schulen sowie Kindergärten eingesetzt werden. (Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein | Hobmaier)
Der Koffer wird nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein im Fachbereich Brandschutzerziehung eingesetzt. Ausgestattet ist er unter anderem mit Versuchsmaterialien, Anschauungsobjekten, einem Übungs-Notruftelefon sowie einem Ausbilderleitfaden.
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Der Koffer ist Teil einer landesweiten Ausstattung. Nach Angaben des LFV Bayern übernimmt die Versicherungskammer Bayern die Kosten für jeweils einen Brandschutzerziehungskoffer für alle Kreise und kreisfreien Städte. Auf der 32. Landesverbandsversammlung des LFV Bayern wurden bereits die ersten Koffer an den Bezirksfeuerwehrverband Niederbayern übergeben. Der LFV Bayern spricht dabei von neu konzipierten und „eigenhändig gepackten“ Koffern durch den zuständigen Fachbereich.
Brandschutzerziehung leisten Bayerns Feuerwehren nach Angaben aus Traunstein seit rund 25 Jahren. Der LFV Bayern verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass sich in diesem Zeitraum die Zahl der insbesondere durch Kinder verursachten Brände und damit auch Todesfälle und Verletzungen deutlich reduziert habe.
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Im Kreis Traunstein verfolgen die Brandschutzerzieher um Fachbereichsleiter Stefan Randlinger aus Waldhausen laut Mitteilung mehrere Ziele: Das Bewusstsein für Brandgefahren soll geschärft, das Risikoverhalten von Kindern verbessert und ein Verhaltenstraining für Unfälle oder Brände angeboten werden, genannt wird beispielhaft das Üben eines Notrufgesprächs. Gleichzeitig soll das Vertrauen in die Feuerwehr gestärkt und mögliche Ängste abgebaut werden.
Kreisbrandrat Christof Grundner betont die flächendeckende Verankerung der Feuerwehren in den Gemeinden sowie ihre Rolle im abwehrenden Brandschutz, in der Technischen Hilfeleistung und im Katastrophenschutz. Mit der Brandschutzerziehung werde zudem das Ziel verfolgt, Kinder für den Feuerwehrnachwuchs zu begeistern und „Retter von morgen“ zu gewinnen.
Für die Umsetzung setzt der Kreisfeuerwehrverband Traunstein nach eigenen Angaben auf eine enge Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen. Neben dem neuen Koffer können Feuerwehren und Schulen beim Verband bereits weitere Materialien ausleihen, darunter Unterlagen, Übungsrauchmelder sowie ein Übungsrauchhaus, die kostenlos zu Schulungszwecken zur Verfügung stehen. Zur Vorbereitung der Feuerwehren im Kreis sei außerdem ein Seminar abgehalten worden, mit Themen wie dem Bayerischen Brandschutzerziehungskonzept, den Aufgaben und Rollen der Beteiligten sowie der Ausbildung der Brandschutzerzieher.
Mit der Neufassung des Art. 1 Abs. 3 BayFwG sollen die Gemeinden dazu ermutigt werden, im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit Maßnahmen zur Brandschutzerziehung und -prävention fortzuführen oder auszubauen – etwa durch Aufklärungsarbeit in Schulen oder Kindergärten.