Donnerstag, 8. Dezember 2016

Baupanne: Neues Feuerwehrhaus ist unerreichbar

8. Dezember 2014 von  

Kirkel (SL) – Gewaltige Panne beim Bau eines neuen Feuerwehrhauses für die Freiwillige Feuerwehr Kirkel, Löschbezirk Limbach (Saarpfalz-Kreis): Das Niveau der Ausfahrt des Feuerwehrhauses liegt nach einem Bericht des ZDF gut 50 Zentimeter höher als die angrenzende Straße. Die Folge: das neue Feuerwehrhaus ist ohne bauliche Veränderung nicht nutzbar. Die Kommune plant nun die Angleichung des Bodens. Für diese Maßnahme sollen laut des Fernsehbeitrag Kosten in Höhe von mindestens 300.000 Euro entstehen. Wie es in dem Beitrag der Sendung „Länderspiegel“ weiter heißt, waren die Kosten für den Neubau bereits um rund 600.000 Euro über Plan angestiegen – weil  der Untergrund ungeplante Erdarbeiten erforderlich gemacht hatte. Im März 2015 soll die Feuerwehr das neue Gebäude nutzen können.

Fernsehbeitrag „Hammer der Woche“ (ZDF Mediathek – aus der Sendung „Länderspiegel“ vom 6. Dezember 2014)

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Neues Haus der Feuerwehr Kirkel (Löschbezirk Limbach): ab 2015 nutzbar. Foto: Benkert

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Kommentare

7 Kommentare zu “Baupanne: Neues Feuerwehrhaus ist unerreichbar”
  1. Peter Lauxen sagt:

    Nachdem ich mir den Bericht in der ZDF Mediathek angesehen habe fehlen mir schlicht die Worte. Schon die Kostensteigerung beim Neubau des Gerätehauses wegen des schlechten Baugrunds hätten womöglich vermieden werden können, wenn in der Planungsphase entsprechende Baugrunduntersuchungen und ggf. auch Kernbohrungen durchgeführt worden wären.
    Was die Ausfahrt angeht, so haben wohl mehrere Beteiligte ihre Arbeit nicht ernst genommen. So etwas muss sowohl einem bauausführenden Fachmann als auch der kommunalen Bauüberwachung vor dem Einbau der bituminösen Trag- und Deckschicht auffallen – oder gibt es dort so etwas wie Nivelliergeräte nicht?
    Das Problem durch Anheben der vorbeiführenden Straße zu lösen (so wurde es in dem Filmbeitrag dargestellt) ist mit den kalkulierten 300.000€ möglicherweise die teuerste Variante. Vielleicht ist es einfacher und auch günstiger, die Feuerwehrausfahrt auf einer Länge von 5-10m abzusenken. Aber das können die Fachleute vor Ort eher entscheiden.

  2. Thunder-McNeil sagt:

    Wenn ich so was sehe krieg ich glatt Zahnstein!

    So was muss man doch beim Bau sehen! Ich meine jetzt die Arbeiter welche die Einfahrt gebaut haben. Haben die nicht gemerkt das da offenbar was nicht stimmt? Ich meine wir reden hier nicht über eine Abweichung von 2-3 Zentimetern, nein das ist glatt ein halber Meter, so was muss man doch merken und sich sagen: „Moment, ist das auch richtig was wir hier machen?“
    Es sei denn die haben sich alle vor Arbeitsbeginn jeder zwei Bier, zwei kurze und drei Jägermeister reingeschraubt, und das jeden Tag, dann kann man das erklären.

    Und wie Peter Lauxen schon sagte, warum die Straße anheben? Ist doch viel einfacher und vor allem billiger die Zufahrt anzupassen wobei das bereits im Vorfeld hätte getan werden können wenn die Arbeiter wie gesagt mal die Augen aufgemacht hätten.

  3. Lars Reiter sagt:

    @ Thunder-McNeil…die Unterstellung des Alkohol Konsum der Bauleute halte ich für eine Frechheit!!! Aber ich unterstelle Ihnen mal Fachliche Unkenntnis und kann es daher entschuldigen. Solche „baulichen Mängel“ entstehen nicht durch Pfusch in der baulichen Ausführung,sondern durch Fehlplanung der Behörden. Und diese halten sich leider viel zu oft für unfehlbar. DER BAUPLAN IST HEILIG!!! Fehlplanungen,welche sich während der Bauphase aufzeigen,werden leider viel zu selten sofort korrigiert…dann müssten die Verantwortlichen ja Fehler eigestehen. Ich bin seit mehreren Jahren in der Baulogistik und kenne viele solcher Beispiele…und jedesmal hat die Bau ausführende Firma Fehler aufgezeigt,ohne das reagiert und korrigiert wurde. Es kostet ja nur Steuergelder wenn im Nachhinein eine „Totalreparatur“ erforderlich ist.

  4. Penzenstadler Franz sagt:

    Hab die Sendung zufällig selbst kurz gesehen.Mich das schon gewundert u. Zweifel angesetzt.
    Viele Sender sind ja leider nur noch auf Berichterstattung über Probleme im privaten u.öffentlichen Bereich scharf. Eben diese Schlagworte ,,Hammer der Woche„, weiters auch Beiträge bei Brisant usw.,…. Nur noch Schlagzeilen zählen.Oder Familienprobleme etc. Deutscher Fernsehzuschauer wie lässt Du Dich verblöden.
    War selber über 20 Jahre leitend in der FFW als Kdt u. KBR tätig u. war bei vielen Gerätehausbauten beteiligt. Beruflich selbstständiger Bauunternehmer sowie auch Planer.
    Es passieren Fehler, die so nicht geschehen hätten dürfen. Es stimmt auch dass sich dazu Planer oft herausreden,eventuelle Mehrkosten auf den Auftraggeber zurückfallen. Kenn dies wirklich zur Genüge u. oft zum eigenen beruflichen Nachteil.
    Wenn man sich aber diesen ,,Hammer der Woche„ genau anschaut fällt auf :
    – Die dargestellte Ausfahrt ist ja eine neben der FW Ausfahrt erstellte
    Straße. Zwischen dieser u.dem Vorplatz des Gerätehauses ist ein Bordstein
    eingebaut.
    – Die Kameraeinstellung bei der Vorbeifahrt vermittelt ein Bild als wenn
    der Rand der Vorfläche in 1/2 Torhöhe läge.
    – Eine weitere Einstellung, längsseits an der Fahrbahnkante zeigt aber klar,
    dass die eigentliche Ausfahrt fast höhengleich mit der Strasse liegt, nur
    Anpassungen erfolgen müssen.
    – Einige andere Kurzeinstellung lassen dies ebenfalls erkennen. Siehe
    Detailbild Höhe Entwässerungsrinne. Dies fällt aber eben auch nur einem
    Fachmann auf.
    – Wie kämen beispielsweise auch die 2 Firmenfahzeuge (1 x vor dem Tor) sonst
    auf diese Niveau ?
    – Kosten für die Änderung von 300 000 € sind eine reine Luftnummer.
    Das kostet ja nicht mal der gesamte Vorplatz als Gesamtmaßnahme.
    Woher nimmt das ZDF diesen Ansatz ? Haben sie dafür ein eigenes Ing. büro
    mit der Kostenermittlung beauftragt ?
    – Befragung Passanten, Unbeteiligte, Laien. Wenn ich solchen Leuten was sehr
    Negatives mit bestimmten Nachdruck, Überzeugungskraft sowie auch mit
    überheblichen Hinweis auf Steuergelderverschwendung präsentiere sprechen
    viele so wie dargestellt. Weiters bringt man ja auch nur diese Beiträge !!
    Sicher gab es auch etliche andere Wortmeldungen.
    Diese passen aber halt nicht zum Thema ,, Hammer der Woche„
    – Könnte man vorab bei den Aufnahmen den Inhalt der Sendung erkennen,
    müßte man ein solches Filmteam verjagen.

    Abschluß :
    Jede Sendeminute kostet … tausend €. Dieser – blöde- Beitrag verschlang somit viele tausend Euronen.
    Nutzen :
    Allgemein gar nichts. Richtige Information der Zuschauer nur negativ. da falsch. Nur Panikmache.
    Dem Feuerwehrwesen allgemein gar nichts, da ja der Gerätehausneubau als
    Prestigebau dargestellt wurde.
    Resultat eines Feuerwehridealisten :
    Würde man dem Feuerwehrwesen diese Sendeminuten zur Verfügung stellen, könnte man sehr viel Positives für diese Einrichtung ausführen. Mit dazu beitragen daß diese Hilfseinrichtung beispielsweise gute Nachwuchswerbung machen kann.
    Vor allem auch die ehrenamtliche u. verantwortungsvolle Arbeit für die Allgemeinheit herausstellen.

    Dies bringt aber leider eben keine Einschaltquoten.Der Zuschauer will heut Sensationen a Mass haben.

    Ein überzeugter Feuerwehrmann aus dem bayerischen Wald, Bayern.

  5. Mathias Gerl sagt:

    Schilda ist überall

    Ansonsten ohne Worte

  6. Polle2 sagt:

    Da fällt mir sofort ein Filmtitel ein:

    Was nicht passt, wird passend gemacht.

  7. F-W P sagt:

    Solche Fehler entstehen immer dann, wenn man daran glaubt, dass die Baupläne, die am „Grünen runden Tisch“ entstanden sind auch in der Realität passen. Wenn wahrscheinlich die Verantwortlichen (Planer, Bauherr, Ausführende, …) sich den Plan genommen hätten und in der Realität einmal alle Masse verglichen hätten, dann wäre dieser Fehler schon bei der Planung, und nicht erst nach der Ausführung aufgefallen.

    Das ganze dann aber in „Bild-Zeitungs-Manier“ im Fernsehen zu vermarkten nutzt niemanden. Stattdessen hätten sie das Geld für die Sendung besser zur Korrektur des Missstandes angelegt. Wäre sicher eine gute Anzahlung gewesen, die den Steuerzahler letztendlich entlastet hätte.

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