Donnerstag, 23. Februar 2017

Filmstar, Designpreisträger und Flughafenlöschfahrzeug: 11 Dinge, die jeder über den Panther wissen muss

1. Februar 2017 von  

Leonding (Österreich) – Nicht nur Kinder bekommen glänzende Augen, wenn sie dieses große und beeindruckende Feuerwehrfahrzeug auf einem Flughafen entdecken: den Panther. Das Standardlöschfahrzeug für Flughafenfeuerwehren weltweit. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengefasst, die jeder über das Flughafenlöschfahrzeug (FLF) wissen muss.

Panther_Evergreen

Der Panther 6×6 in der neusten Version. Bereits 1991 rollte der erste Panther vom Band, seitdem wurde das Flughafenlöschfahrzeug stetig weiter entwickelt. Hier ein Modell der aktuellen Baureihe. Foto: Hegemann

Die Raubkatze aus Österreich

1.) Bereits 1991 rollte der erste Panther im österreichischen Leonding vom Band. Über 1.000 PS, eine Spitzengeschwindigkeit von 135 km/h und ein eigener Motor für die Pumpe, mit diesen Eigenschaften begeisterte das neue Flaggschiff im Rosenbauer-Programm schon damals. Die ersten beiden Fahrzeuge der neuen Baureihe gingen nach Genf und Leipzig.

2.) Das futuristische Design und die markante Form brachten der Raubkatze verschiedenste Preise ein. 1991 sicherte sich der Panther bereits den österreichischen Staatspreis für Design. 2006 folgte der red dot product design Award und 2007 auch der deutsche Staatspreis für Design in Silber.

3.) 1998 ging die 2. Generation des Löschfahrzeuges an den Start. Weitere 7 Jahre später präsentierte Rosenbauer auf der Interschutz 2005 bereits den Panther der 3. Generation.

Panther_8x8_002_Prototyp_1991

Der ersten Panther, hier in noch als Prototyp, gingen an die Flughäfen in Genf und Leipzig. Schon damals unverkennbar: Das markante Design des neuen Fahrzeuges. Foto: Rosenbauer

FLF kontinuierlich weiterentwickelt

4.) Die Entwicklung des größten Flugfeldlöschfahrzeuges von Rosenbauer schritt voran. Bereits auf der Interschutz 2015 stellte Rosenbauer den neuen Panther 4×4 und 6×6 der vierten Generation vor. EInmal mehr setzte Rosenbauer den Maßstab in dem Segment. Erstmals erfüllte ein Flughafenlöschfahrzeug die umweltfreundliche Euro-6-Norm. Die neue Konstruktion des Fahrerhauses aus Stahlrohrrahmen erhöhte die Sicherheit für die Fahrzeugbesatzung. Besonders die Ausstoßrate der Wasserwerfer wurde weiter verbessert, sodass nun Wurfweiten von bis zu 90 Metern kein Problem sind.

5.) In Werk 2 in Leonding sowie in Werk Wyoming (USA) wurde der Panther schon über 1.500-mal gebaut. Damit zählt er zu den am meisten produzierten Serienfeuerwehrfahrzeugen der Welt. Auf den Flughäfen weltweit ist er die klare Nummer 1.

eDossier2016_RosenbauereDossier: 150 Jahre Rosenbauer

Was 1866 mit einem kleinen Feuerwehr-Ausrüstungs-Geschäft in Linz (Österreich) begann, entwickelte sich
zu einem globalen Branchenriesen. Rosenbauer ist zu seinem 150-jährigen Jubiläum im Jahr 2016 der größte Hersteller
von Feuerwehr-Fahrzeugen und -geräten. Eine Reportage über Erfolgsmodelle und Exoten.

                                        Hier klicken, und downloaden!

6.) Im Heck des Fahrzeuges sitzen Antrieb sowie die Motoren für Fahrt und Pumpe. In der aktuellen Variante 6×6 kommen die 750 PS aus einem 6-Zylinder-Common-Rail-Dieselmotor von Volvo Penta. Wie bei den meisten Flugfeldlöschfahrzeugen verfügt auch der Panther über einen Allradantrieb.

7.) Für Flugfeldlöschfahrzeuge gibt es keine einheitliche Norm, würde man jedoch die deutsche Industrienorm für Feuerwehrfahrzeuge auf den aktuellen Panther 6×6 anwenden, hätte man ein FLF 90/120+250P+100CO2. Das Fahrzeug in der neusten Ausführung verfügt also über eine Pumpe mit einer Leistung von 9.000 Liter pro Minute bei 14 bar, einem 12.000 Liter großen Wassertank, 250 kg Pulver und 100 kg Kohlenstoffdioxid. Hinzu kommen noch 1.500 Liter Schaummittel.

Panther 4x4-Air Freightliner Brasilien, Verladung in Herkules,11-2003 002

Der Panther 4×4-Air wird von zahlreichen mitlitärischen Flughafenfeuerwehren genutzt. Grund: Das Fahrzeug passt in die meisten Transportflugzeuge und kann damit auch sehr einfach zu Behelfsflugplätzen gebracht werden. Foto: Rosenbauer

Erstmals ein Feuerwehr-Erlkönig

8.) In der Variante des 4×4 Air bietet Rosenbauer ein Löschfahrzeug der Pantherreihe, welches durch Form, Gewichtsverteilung und Bauart ideal für die Luftverlegung durch das Militär geeignet ist. So findet das Löschfahrzeug trotz 9 Meter Länge 2,49 Meter Breite und einer Höhe von 2,59 Metern Platz in einer Lockheed C-130 Hercules Platz. Die Maschine wird neben dem österreichischen Bundesheer auch vom Militär in 80 weiteren Staaten genutzt. Es ist eins der verbreitesten militärischen Transportflugzeuge weltweit. Damit kann das Flugfeldlöschfahrzeug auch an behelfsmäßigen Flugplätzen genutzt werden – beispielsweise in Krisengebieten. Insgesamt bietet Rosenbauer den Panther in fünf verschiedenen Spezialvarianten an.

9.) Bereits im Januar 2015 war er in Österreich auf der Straße sehen: der Panther der neuersten Generation. Wie für Prototypen der Autoindustrie üblich, hatte man den Panther für Testfahrten in ein Erlkönig-Gewand gehüllt. Durch das unregelmäßige Muster verwischten Formen und Konturen des neuen Fahrzeuges. Ob die Tarn-Bekleidung wirklich seinen Sinn hatte oder doch nur ein einfallsreicher Werbegag war, sei dahin gestellt. Im Juni auf der Interschutz erfolgte dann die offizielle Enthüllung.

neuer-panther-rosenbauer_evergreen

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind…? Als Erlkönig war der Panther der vierten Generation während seiner Testfahrten 2015 unterwegs. Erst zur Interschutz 2015 wurde sein wahres Aussehn bekannt. Foto: Rosenbauer

Mehr als nur ein Feuerwehrfahrzeug…

10.) Im Action Spielfilm Transformers 3 – „Die dunkle Seite des Mondes“ (2011) verwandelt sich „Sentinel Prime“ (ein intelligentes Maschinenwesen) in einen Panther 6×6. Das Feuerwehrfahrzeug ist bei Science-Fiction-Fans in den USA seitdem bekannt – und ectrem beliebt. Bei Treffen der Fangemeinde zum Film ist es die Fotokulisse schlechthin. Damit ist der Panther der bekannteste österreichische Filmstar nach Arnold Schwarzenegger.

11.) Der erste Großauftrag für die Fahrzeuge der 4. Generation kam aus Indien. Die Airports Authority of India (AAI) bestellte beim österreichischen Hersteller gleich 50 Einsatzfahrzeuge auf einmal. Bis Ende 2016 wurden die Fahrzeuge ausgeliefert und auf regionale und internationale Flughäfen im Land verteilt. Der Panther wird damit aktuell an knapp 90 Flughäfen weltweit genutzt.

Ähnliche Artikel zum Thema:

(Artikel-ID 197)

Kommentare

1 Kommentar zu “Filmstar, Designpreisträger und Flughafenlöschfahrzeug: 11 Dinge, die jeder über den Panther wissen muss”
  1. Thomas sagt:

    Ein direkter Vergleich zum Ziegler Z8 wäre mal nett. Ich habe den Eindruck, dass diese zumindest auf deutschen Flughäfen verbreiteter sind?

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!