Produkt: Download Verfügbarkeitssysteme
Download Verfügbarkeitssysteme
Wer kommt beim Alarm zum Einsatz? Reichen die Kräfte aus? Welche technischen Lösungen bietet der Markt für einen schnellen Überblick?
Wann ist die Feuerwehr zuständig?

Tipps zum richtigen Vorgehen bei der Tierrettung

Dackel im Fuchsbau, Pferd in Morast, Kuh in Güllegrube und Schlange in Wohnung – die Liste der Alarmierungsstichworte ließe sich endlos weiterführen. Aber wann ist die Feuerwehr verpflichtet zu helfen und wann handelt es sich um einen Gefallen für die Tierbesitzer.

Die Regelung, wann die Feuerwehr zu einer Tierrettung ausrücken muss, ist von Bundesland zu Bundesland verscheiden. Eines haben alle Landesgesetze gemeinsam: Um eine Zuständigkeit der Feuerwehren begründen zu können, muss das Tier in Gefahr sein. Unter einer Gefahr ist eine Sachlage zu verstehen, die bei ungehindertem Geschehensablauf mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit zu einem Schaden – also einer Verletzung oder dem Tod des Tieres – führen wird.

Anzeige

Tipps zur Tierrettung
Symbolfoto: Sven Buchenau

Maßgeblich ist dabei die Prognose eines fähigen, sachkundigen und besonnenen Feuerwehrmannes zum Einsatzzeitpunkt. Typische Beispiele: Kühe aus einem brennenden Stall retten, Schweine aus einem umgestürzten Transporter befreien. Aus dieser Definition ergeben sich zwei Anhaltspunkte, an denen angesetzt werden kann, um ein Ausrücken der Einsatzkräfte einzugrenzen.

Zum Ersten muss eine  hinreichende Wahrscheinlichkeit bestehen, dass das Tier zu Schaden kommen kann. Daraus folgt, dass die reine Möglichkeit einer Verletzung des Tieres nicht ausreicht. Es müssen vielmehr konkrete Tatsachen vorliegen.

Tierrettung
Das Fachbuch Gefährliche Tiere im Feuerwehreinsatz von Kohlhammer soll eine Grundlage für den sicheren Umgang mit gefährlichen Tieren im Einsatz schaffen. Unfälle sowie Verletzungen von Helfer und Tier sollen vermieden werden. Dazu werden die wesentlichen Eigenschaften der verschiedenen Giftschlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen ebenso erläutert wie die verschiedenen Gifte und ihre Wirkungen. Hinweise zu Bissunfällen, Fanggeräten und Fangmethoden runden den Inhalt ab. Der Autor ist Stephan Zobel, Brandoberinspektor bei der Berufsfeuerwehr München. Hier könnt Ihr das Buch Gefährliche Tiere im Feuerwehreinsatz bestellen.

Passend zum Thema:

Die Wahrnehmung der Bevölkerung

Die rechtlichen Grundlagen bei einer Tierrettung sind die eine Seite. Doch wie sieht es mit der öffentlichen Wahrnehmung der Handlungen der Feuerwehr aus? Ein Bürger bittet die Feuerwehr um Hilfe und die kommt einfach nicht. Schlecht. Es empfiehlt sich deshalb, bei freien Kapazitäten eine Führungskraft in einem Kommandowagen zur Lageerkundung zu entsenden. Im persönlichen Gespräch vor Ort kann der besorgte Bürger vermutlich beruhigt oder es können eventuell weitere erforderliche Schritte eingeleitet werden. Der Betroffene wird so in seiner Not nicht alleine gelassen und gut betreut. Gerade “auf dem Lande” wird das von der Feuerwehr erwartet.

Produkt: Download Recht “Krank zum Einsatz”
Download Recht “Krank zum Einsatz”
Krank zum Feuerwehreinsatz - was ist erlaubt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren