Bad Goisern (Oberösterreich) – Kurz vor Mittag des 19. Januar 2026 rückten mehrere Feuerwehren zu einem Großbrand in der Ortschaft Wurmstein aus. Hoch über dem Talboden geriet ein landwirtschaftliches Anwesen in Brand, das Wohnhaus wurde dabei vollständig zerstört.
Mehrere Trupps der Feuerwehr vor dem bereits stark beschädigten Dachstuhl, aus dem weiterhin Flammen und Rauch austreten. (Bild: FF Bad Goisern)
Auf rund 800 Metern Seehöhe stiegen dichte Rauchschwaden über dem Anwesen auf, zu dem lediglich eine teils schmale und kurvenreiche Bergstraße mit etwa fünf Kilometern Länge führt. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand das überwiegend aus Holz errichtete Wohnhaus bereits in Vollbrand.
Anzeige
Unmittelbar nach der Lageerkundung startete die Feuerwehr mittels Tanklöschfahrzeugen einen Außenangriff mit mehreren Strahlrohren und schützten angrenzende Nebengebäude vor der Hitzestrahlung, wie Einsatzleiter Franz Rainer schildert. Wechselnde, teils starke Windböen fachten das Feuer immer wieder an und erschwerten die Brandbekämpfung zusätzlich.
Besonders herausfordernd gestaltete sich die Wasserversorgung an der Einsatzstelle. In der Anfangsphase speisten die Einsatzkräfte den Löschangriff aus den Tanks der Fahrzeuge, anschließend förderten sie über eine lange Zubringleitung Wasser von einem Hochbehälter zur Brandstelle. Da die vorhandenen Großtanklöschfahrzeuge im Gemeindegebiet nicht ausreichten, forderte die Einsatzleitung zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl mit einem Wechselladefahrzeug an. Mehrere Großtanklöschfahrzeuge sowie das Wechselladefahrzeug transportierten das Löschwasser im Pendelverkehr vom Tal zum Brandobjekt.
Mit einem Strahlrohr führen Atemschutztrupps einen Außenangriff durch, da wegen der Einsturzgefahr kein Vorgehen im Gebäude möglich ist. (Bild: FF Bad Goisern)
Wegen akuter Einsturzgefahr führten die Feuerwehren alle Maßnahmen ausschließlich von außen durch. Der Einsatz zog sich mit hohem Personal- und Materialeinsatz bis nach Einbruch der Dunkelheit. Auch während der Nacht stellten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung und den Löschwassernachschub sicher. Am Folgetag sollte der Einsatz fortgesetzt werden.
Das überwiegend aus Holz errichtete Wohnhauses liegt in exponierter Lage hoch über dem Goiserertal. (Bild: FF Bad Goisern)
Insgesamt standen 110 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Goisern, St. Agatha, Lasern, Weissenbach, Bad Ischl sowie der Betriebsfeuerwehr Steeg im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Roten Kreuz, der Polizei und dem Abschnittsfeuerwehrkommando Bad Ischl.