Großfeuer zerstört Diskothek Capitol

Oyten (NI) – Die Diskothek Capitol in Oyten (Kreis Verden) ist in der Nacht von Sonntag auf Montag komplett abgebrannt. Die Brandursache ist noch unklar. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Diskothek hatte zum Zeitpunkt des Brandausbruchs geschlossen. Die Polizei schätzt den Schaden auf über eine Million Euro.

Gegen 21.13 Uhr hatte eine Autofahrerin am Sonntag den Brand entdeckt. Sie alarmierte Polizei und Feuerwehr. Als die ersten Kräfte nur wenige Minuten später am Brandort in einem Oytener Gewerbegebiet eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Gebäude. Kurz danach gab es eine Art Durchzündung. Das Einsatzstichwort wurde auf “Brand 3” – Gebäudevollbrand – heraufgesetzt und somit sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehren Oyten und Bassen hinzualarmiert. Ein Innenangriff war zu keinem Zeitpunkt möglich. Von außen nahmen die Feuerwehrleute einen massiven Löschangriff mit zahlreichen Strahlrohren und Wenderohren vorgenommen.

Über 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Immer wieder zündete der Rauch durch, der aus dem Dach und den Türen herausquoll. Temperaturen knapp unter Null ließen das Löschwasser gefrieren und verwandelten einige Bereiche der Einsatzstelle in eine gefährliche Eisfläche. Einen Imbisswagen, der vor dem Eingang aufgestellt war, konnten die Feuerwehrleute  rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich ziehen.

Insgesamt kamen rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Oyten und Bassen sowie der Kreisfeuerwehr zum Einsatz. Der Schlauchwagen aus Verden wurde genauso nach Oyten gerufen wie der neue Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr und der Gerätewagen-Mess der Feuerwehr Achim. Zur Stärkung der Einsatzkräfte rückte die SEG-Verpflegung mit Getränken, heißen Würstchen und Brötchen an. Vor Ort waren außerdem zahlreiche Kräfte von Polizei und Rettungsdienst; letztere standen zur Eigensicherung der Feuerwehrleute in Bereitschaft.

Brandmeldung verbreitete sich rasend schnell über das Internet

Die Nachricht über das Großfeuer in der weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Disco verbreitete sich rasend schnell im Internet. Zahlreiche Schaulustige fuhren zur Einsatzstelle nach Oyten. Immer wieder behinderten die “Gaffer” und ihre Fahrzeuge den Einsatz.

Die Polizei nahm noch während der Löscharbeiten erste Ermittlungen auf, die in den kommenden Tagen fortgesetzt werden sollen. Zur Ursache des Brandes gibt es noch keine Angaben. Die Löscharbeiten, die die ganze Nacht über andauerten, müssen erst völlig abgeschlossen sein, bevor die Brandstelle eingehender untersucht werden kann. Die Disco brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Die Disco Capitol in Oyten steht in Vollbrand. Foto: KFV/Buhrke
2 Kommentare zu “Großfeuer zerstört Diskothek Capitol”
  1. Yamahaner

    Ich finde es sehr gut, das sich die SEG-Verpflegung um das Wohl der eingesetzten Kameraden gekümmert hat! Dies läuft niccht immer bei allen Wehren so ab.Wenn die Kameraden unter solchen Bedingungen ihre ganze Kraft und ihr Engagement zur Verfügung stellen, dann sollte eine ordentliche Verpflegung zur Erhaltung der Einsatzkraft und zur Stärkung der Moral der eingesetzten Kräfte wohl das Mindeste sein.Ein Dank an die umsichtige Organisation.

  2. Redaktion Feuerwehr-Magazin

    Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz teilte am 19. Januar 2012 mit:

    Das Großfeuer, das am Sonntagabend das “Capitol” in Oyten zerstört
    hat (wir berichteten), ist offenbar auf einen Technischen Defekt
    zurückzuführen. Zu dieser Einschätzung gelangten Brandermittler der
    Polizeiinspektion Verden/Osterholz und ein von der Staatsanwaltschaft
    Verden beauftragter Sachverständiger nach einer eingehenden
    Untersuchung des Brandortes am Mittwoch. Nach Ansicht der Experten
    dürfte der Brand durch einen Wärmestau im Bereich des DJ-Pultes am
    Rand der Tanzfläche ausgebrochen sein, wo zahlreiche elektrische
    Einrichtungen und Kabel verbaut waren. Hinweise auf eine vorsätzliche
    Brandstiftung ergaben sich nicht. Durch den Brand am Sonntagabend war
    die weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Großraumdisco bis auf
    die Grundmauern niedergebrannt. Die Höhe des entstandenen Schadens
    wird auf zirka 3 Millionen Euro geschätzt.

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