Großbrand in Essen über 40 Stunden

Essen (NW) – Freitagabend geriet ein Lager eines Recycling-Unternehmens in Essen in Brand. Für die Feuerwehr begann ein etwa 40 Stunden langer Großeinsatz. Alle Einheiten der Stadt waren eingebunden.

Gegen 20.25 Uhr gingen am Freitagabend gleich mehrere Notrufe bei der Leitstelle der Feuerwehr Essen aufgrund eines Feuer im Stadtteil Bergeborbeck ein. Es brannten mehrere überdachte Matratzenlager in einem Recycling-Unternehmen. Bereits aus einigen Kilometern Entfernung konnten die anrückenden Einsatzkräfte Feuerschein und massive Rauchentwicklung erkennen. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr, breiteten sich die Flammen auf weitere Unterstände aus. Das Matratzenlager stand auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern in Flammen. Zunächst galt es, eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.

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Lichterloh brannte ein Matratzenlager, als die Feuerwehr Essen am Freitagabend mit den ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintraf. Foto: KDF-TV

Die Wasserversorgung für den umfassenden Löschwassereinsatz stellten die Einsatzkräfte aus dem Rhein-Herne-Kanal. Zur aktiven Brandbekämpfung setzten sie Wasser und Schaum ein. Erste Löscherfolge zeichneten sich nach einigen Stunden noch in der Nacht zum Samstag ab. An manchen Stellen kamen die Kräfte jedoch nicht an das Feuer heran, weil die Dachkonstruktionen auf den brennenden Matratzenberge gestürzt waren. Ein Abrissunternehmer räumten am Samstag mit Spezialgerät die Stahlträger und Teile des eingestürzten Daches von dem Brandgut. Die Nachlöscharbeiten dauerten dann noch bis Sonntagmittag an.

Während der Löschmaßnahmen führten zunächst die Feuerwehr und später das Landesamt für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz Schadstoffmessungen im Umfeld der Einsatzstelle durch. Die Ergebnisse waren negativ.

Über 85 Kräfte von Berufs- und freiwilliger Feuerwehr kamen zum Einsatz. Weitere Freiwillige besetzten die verwaisten Berufsfeuerwehrwachen. So waren alle Feuerwehreinheiten der Ruhrgebiets-Metropole in den Einsatz eingebunden. Am Einsatzort unterstützte das Technische Hilfswerk mit Räumgerät die Feuerwehr. Aus Gelsenkirchen belieferte ein Tanklastzug die Einsatzstelle mit 18.000 Litern Schaummittel. (Text: Thomas Weege & Christian Patzelt)

Bereits Ende Januar 2011 wütete in dem Recycling-Betrieb ein Großbrand.

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