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Großbrand: 19 Feuerwehrleute verletzt

Lüneburg (NI) – In der Nacht zu Sonntag brach in einem Holzfachhandel im Gewerbegebiet Goseburg in Lüneburg ein Großfeuer aus. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund zwei Millionen Euro. 19 Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt, zwei von ihnen mussten im Klinikum versorgt werden. Die Polizei kann als Brandursache weder Brandstiftung, noch einen technischen Defekt ausschließen.

Um 0.38 Uhr lief für die Lüneburger Feuerwehr ein Einsatz auf: “Feuerschein im Gewerbegebiet, weiteres unklar!” Durch einen weiteren Anruf, bei dem von meterhohen Flammen berichtet wurde, erhöhte die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle umgehend auf 2. Alarm (zwei Löschzüge benötigt). Der starke Feuerschein ermöglichte den Einsatzkräften eine Lage auf Sicht.

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Den ersten Kräften bot sich eine bedrohliche Lage: Eine von drei hölzernen Lagerhallen für Holzprodukte brannte zu gut einem Drittel. Das Feuer breitete sich schnell über weitere Teile der Halle aus. Der Einsatzleiter ließ die Alarmstufe für die vier Lüneburger Feuerwehren auf Vollalarm erhöhen, orderte eine Schnelle Einsatzgruppe des Rettungsdienstes zur Eigensicherung sowie die Feuerwehr Bardowick zur Unterstützung nach. Die weitläufige, unübersichtliche Einsatzstelle wurde in drei Einsatzabschnitte gegliedert. Im weiteren Verlauf wurde im Einsatzabschnitt 1 noch ein Unterabschnitt gebildet, der von der Gemeindefeuerwehr Ilmenau weitgehend eigenständig übernommen wurde.

Die Einsatzkräfte stellten eine umfangreiche Wasserversorgung, auch aus der nahen Ilmenau her. Zwei Drehleitern und ein Teleskopmastfahrzeug kamen zum Einsatz. Weitere Feuerwehren wurden nach und nach alarmiert um Atemschutzgeräteträger sowie Material an den Einsatzort zu bringen. 19 Feuerwehrleute wurden leicht verletzt, 15 Brandwunden und zwei Schnittverletzungen konnten vom Rettungsdienst vor Ort versorgt werden, zwei weitere Kräfte kamen mit Rauchgasintoxikation sowie einer Handverletzung ins Klinikum. Sie konnten dieses jedoch schon am Morgen wieder verlassen. Neben Schäden an der Einsatzkleidung war nach Angaben der Feuerwehr auch eine durch Wärme bedingte Beschädigung einiger Fahrzeuge nicht zu verhindern.

Drei Wenderohre, sieben Wasserwerfer sowie eine hohe Anzahl B- und C-Strahlrohre kamen zum Einsatz. Die gute Ortskenntnis bei der Firma half den Kameraden. Das Unternehmen stellte der Feuerwehr regelmäßig ihr Gelände zu Übungszwecken zur Verfügung, so dass insbesondere auch Zuwegungen zum offenen Gewässer vielen Einsatzkräften bekannt waren und diese nicht erst anhand von Feuerwehrplänen und örtlichen Kennzeichnungen gesucht werden mussten.

Trotz enormer Wärmestrahlung, massiven Funkenfluges und Einsturzgefahr am Brandobjekt konnten die Kräfte das Unternehmen vor noch Schlimmeren bewahren: Eine benachbarte Halle hatte bereits im Dachbereich Feuer gefangen, konnte jedoch gehalten werden. Die auf dem Dach befindliche, permanent Starkstrom führende, Photovoltaikanlage wurde durch den Übersprung des Feuers stark in Mitleidenschaft gezogen und musste später von extra alarmierten Fachleuten abgeklemmt werden.

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Praxisbeispiel für die Verpflegung an der Einsatzstelle: Wie ein GW-Küche der Feuerwehr helfen kann.

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