Leere Kasse – Löschfahrzeug wird gemietet

Bad Lobenstein (TH) – Das LF 16-TS der Feuerwehr Bad Lobenstein (Saale-Orla-Kreis) ist nun 24 Jahre alt. Bei der Hauptuntersuchung im April wurden gravierende Mängel festgestellt, deren Reparatur unwirtschaftlich wäre. Wie die “Ostthüringer Zeitung” schreibt, fehlen der Stadt zurzeit aber die finanziellen Mittel für einen Ersatzkauf, obwohl beim Freistaat Thüringen bereits im Jahr 2012 ein Zuschuss von 75.000 Euro beantragt wurde. Als Nachfolger ist ein Hilfeleistungsleistungslöschfahrzeug (HLF) 10 vorgesehen, dessen Kosten sich auf bis zu 300.000 Euro belaufen könnten. Für die nächsten zwei bis drei Jahre wird nun erst einmal ein Ersatzfahrzeug angemietet. Solange will die Kommune sparen, um dann ein neues oder jüngeres Fahrzeug zu kaufen oder zu leasen.

Artikel: “Feuerwehr-Fahrzeug wird Bad Lobenstein geleast” (Artikel: Ostthüringer Zeitung, 27. Juni 2014)

21 Kommentare zu “Leere Kasse – Löschfahrzeug wird gemietet”
  1. Naja einen Löschzug besteht ja in diesem fall auch ohne das LF16 aber ein solches Fahrzeug ist bei Brandeinsätzen (=viel Atemschutz) schon goldwert. Immerhin gibt es erstmal ‘gemieteten Ersatz’ aber es zeigt sich eben auch das bei solchen Summen die Kommunen langfristig planen müssen (ohne die Planung in diesem Fall zu kennen). Unsere neue Drehleiter geht Stück für Stück durch den Haushalt 🙂 häufig fehlt die langfristige Planung und endet dann wie in diesem Fall. Unnötig und teuer!

  2. “Leere Kasse” o. “Finanzielle Engpässe” sind doch mittlerweile Argumente o. Ausreden auf Platz Nr. 1 fast jeder Kommune, Stadt, Politik o.ä.! Mich würden mal die grundsätzlichen Probleme dieser o.ä. Begründungen interessieren, wo die her kommen? Nicht nur kleinere Kommunen, auch mittlerweile größere Städte müssen Rechnen, was Neue o. zumindest “bessere” Ausrüstung betrifft! Liegt es daran, das die Technik immer teurer wird o. am falschen Umgang mit Finanzen seitens der Politik o. Gemeinden bzw. Städten? Gibt es in Deutschland überhaupt noch Gebiete, deren Rettungseinheiten problemlos Fahrzeuge o. jegliche andere Ausrüstung bekommen können, OHNE die Ablehnung mit den allgemein bekannten Begründungen? :-/

  3. Da müsst sie die Regierung in Berlin mal damit befassen für jedes anderes Land ist Geld da aber um seine eigenen Bürger zu schützen keins. Wo sind wir nur hin gekommen?

  4. Diese Misere ging doch mit der Abschaffung der Feuerschutzabgabe los. Ich bin dafür diese wieder zu diskutieren und einzuführen. Es ist doch nur recht, wenn wir Feuerwehrler unsere Freizeit zum Schutz unserer Mitmenschen opfern, dass diese dann auch einen Beitrag dazu bezahlen, damit wir entsprechend ausgerüstet sind.

  5. Mathias Fischer

    Die BF Trier hat, nachdem der Tüv bei einer gebrauchten DLK (Von BF Frankfurt schon abgeschrieben) völlig überraschend den Segen verweigert. Bis die 2 neuen Leitern da sind, behilft man sich seit ca. 2 Jahren mit Leihleitern. das selbe mit dem Unimog TLF der BF: Da macht die Kiste 10 Jahre lang mucken und geht dann völlig unerwartet kaputt. Dabei war er noch gar keine 30 Jahre alt. Ergebnis: Seit 7 Monaten fährt der U20 Vorführer MLF von Lentner ( Ex-FF Bad Honnef) als Leihwagen.

  6. Das ist Klagen auf hohen Niveau. Die Gemeinde hat sich dazu entschieden ein Fahrzeug vorügbergehend zu mieten um auf ein geeignetes Fahrzueg anzusparen. Von dieser Lösung hat die betroffenen Einheit wesentlich mehr als wenn ihn ein Fahrzeug von der Stange oder eines welches auch schon in die Jahre gekommen ist.Hier hat die Einheit jetzt noch die Möglichkeit Austattungsmerkmale mitzugestalten. Klar ist es augescheinlich nicht schön wenn man feststellt das die Kassen leer sind, aber bitte Freunde vergesst nicht es sind viele andere Bereiche in denen auch gespart werden muss. Man darf vor allem nicht vergessen, dass es hier nicht um ein wichtiges Sonderfahrzeug geht. Ich finde die Lösung mit der Miete erstmal gut. Wenn ich mir den ganzen Aufwand einer Ausschreibung anschauen und wieviel Zeit da ins Land zieht ist die Mietlösung für die Wehr die optimale Übergangslösung.

  7. Traurig traurig das der DEUTSCHE STAAT JETZT SCHON BE Feuerwehrfahrzeugen sparen will .Armseelig sowas einfach Armseelig DAS NENNE ICH am falschen punkt gespart

  8. Falsch. Die (verfassungswidrige) Beschränkung der damaligen Feuerwehrabgabe nur auf männliche Gemeindebewohner hätte man leicht umgehen können, indem man sie auch für weibliche Gemeindebewohner erhebt. Hat man aber nicht, denn das Bundesverfassungsgericht hat ebenfalls festgestellt, dass die Erhebung einer Feuerwehrabgabe als sog. parafiskalischen Abgabe finanzverfassungsrechtlich gegen Art. 105 Abs. 2 und 2a Grundgesetz verstößt.

  9. Andreas

    Ach Leute, manche Kommentare sind schon ganz schön dämlich. Sicher ist es nicht schön wenn kein Geld für ein neues Fahrzeug da ist, aber das sich die Kommune auch Gedanken macht wie man die Zeit bis man genügend Geld beisammen hat überbrückt erkennt keiner. Klar kann man auch über den Bund schimpfen, aber Brandschutz ist Ländersache, hier wäre es also der Freistaat Thüringen in der Pflicht.

  10. Kommunikation

    Andreas:
    Zumindest in NRW ist die Gemeinde für eine leistungsfähige Feuerwehr verantwortlich. 😉

  11. @Robert In BaWü wird die Feuerwehr u.a. aus der Feuerschutz Steuer der Gebäudeversicherung finanziert. Den Rest müssen die Gemeinden sus ihrem Steueraufkommen(Grundsteuer , Gewerbesteuer, Ek-Steuer) finanzieren

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