Führungszeugnis als Voraussetzung für Aufnahme?

Hannover – Sollten potentielle Mitglieder ihre Unbescholtenheit mit einem polizeilichen Führungszeugnis nachweisen müssen, bevor sie in die freiwillige Feuerwehr aufgenommen werden können? Der niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Bachmann möchte prüfen lassen, ob eine entsprechende Auflage im Brandschutzgesetzt verankert werden könnte. Das berichtet die “Kreiszeitung”. Hintergrund ist ein Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Salzhemmendorf (Kreis Hameln-Pyrmont), an dem Angaben zufolge ein Feuerwehrmitglied mit rechter Gesinnung beteiligt gewesen sein soll. In anderen Bundesländern gäbe es bereits entsprechende Vorgaben. 

Artikel: “Helfen nur mit Führungszeugnis?” (kreiszeitung.de, 9. September 2015)

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Symbolfoto: Brandstiftung durch ein Feuerwehrmitglied. In Niedersachsen wird um die verpflichtende Abfrage eines polizeilichen Führungszeugnisses diskutiert. Foto: Preuschoff
Symbolfoto: Brandstiftung durch ein Feuerwehrmitglied. In Niedersachsen wird um die verpflichtende Abfrage eines polizeilichen Führungszeugnisses diskutiert. Foto: Preuschoff
4 Kommentare zu “Führungszeugnis als Voraussetzung für Aufnahme?”
  1. Vereinzelt wird dieses Führungszeugnis schon jetzt verlangt und ich finde das zwar gut.

    Allerdings darf man nicht vergessen, dass da nur Vorstrafen aufgeführt sind, aber das Zeugnis nichts über die Gesinnung und Straftaten aussagt, die nciht ans Tageslicht gelangt sind.

    Eine hundertprozentige Sicherheit wird mit demokratischen Mitteln ncht durchführbar sein.

  2. joachim zimmermann

    Das fände ich gut,Leute mit einer rechten Gesinnung gehören nicht in die Feuerwehr. Hier werden hoheitliche Aufgaben übernommen.

  3. Für ehrenamtliche Sanitäter bei DRK, MHD, JUH, ASB u.s.w. schon seit ewigkeit Pflicht warum also bei der Feuerwehr nicht?
    Ich bin auf jeden Fall dafür, auch wenn dies natürlich niemals eine Sicherheit gibt.

  4. Für die Jugendarbeit musste ich auch ein entsprechendes Zeugnis vorlegen.
    Der Träger der Jugendarbeit kann durch Kontrolle des Zeugnisses nachweisen, dass “zum Antritt der Tätigkeit nichts gegen die Person vorgelegen hat”. Schützt also nur vor Wiederholungstätern. Auch ein Ersttäter sorgt für einen massiven Imageverlust des Trägers der Jugendarbeit, ganz zu schweigen von den Schäden der Betroffenen.

    So wird es auch bei der Feuerwehr sein. Die Führung muss weiterhin auf verdächtiges Verhalten und Äußerungen achten.

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