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Worum handelt es sich beim Sicherheitsassistenten (SiAss) und wie funktioniert das Konzept? Im eDossier stellen wir den SiAss für Feuerwehren genau vor.
Studie an der Universität Paderborn angelaufen

Scheuen Feuerwehrleute Veränderungen?

Paderborn (NW) – Hat die Feuerwehr in Deutschland ein Problem mit Vielfalt beziehungsweise Verschiedenheit? Dieser Auffassung scheint man zumindest an der Universität Paderborn zu sein. “Heterosexuelle, weiße Männer aus der Arbeiterschicht sind bei der Feuerwehr unter sich”, hat eine Professorin festgestellt. Und diese Gruppe stehe Änderungen von Routinen und Arbeitsabläufen skeptisch gegenüber.    

Dieser Einsatz der Feuerwehr an der Universität Paderborn liegt schon einige Jahre zurück. Aktuell wird an der Universität zum Thema Diversität bei der Feuerwehr geforscht. Archivfoto: Hegemann

Eine wissenschaftliche Studie an der Universität Paderborn beschäftigt sich bis Ende 2020 mit der Vielfalt (Diversität) bei der Feuerwehr in Deutschland. Mit “Fortesy” ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt gestartet, das neue Ansätze zur Effizienz und Sicherheit im Feuerwehrwesen untersucht. Die ersten Aussagen lassen aufhorchen: „Weiße, heterosexuelle Männer aus der Arbeiterschicht stellen bei der Feuerwehr die Mehrheit dar und prägen das Bild des typischen Feuerwehrmannes“ und “Ein zentrales Problem in vielen Feuerwehren: Frauen und Migranten sind nicht nur unterrepräsentiert, sondern häufig auch unerwünscht”, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität.

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Doch worum geht es eigentlich? Sehr vereinfacht ausgedrückt, soll untersucht werden, welche Faktoren die Zusammenarbeit in Teams fördern und welche sie behindern. Es soll auch aufgedeckt werden, unter welchen Bedingungen sich die Organisationen gegenüber gemischten Einsatztruppen öffnen und welche Rolle Technik bei der Integration spielt. 

Feuerwehren gelten als veränderungsresistent

„Wir beziehen Daten zu Ausbildung, Mitgliedschaft und Funktion in unsere Studien ein“, erklärt Prof. Dr. Ilona Horwath, Inhaberin der Professur für „Technik und Diversität” an der Universität Paderborn und Leiterin der Studie. „Außerdem analysieren wir, welche Herausforderungen es aus Sicht der Feuerwehrleute gibt und weshalb Interkulturalität überhaupt als Problem empfunden wird.“ Dabei gelte es auch zu bedenken, welche Kompetenzen Feuerwehrleute in heterogenen Teams mitbringen müssten, um zu einer erfolgreichen Umsetzung beizutragen. Letztendlich sollen Gestaltungsempfehlungen entstehen, die auch anderen Organisationen an die Hand gegeben werden können. „Einrichtungen, die im Bereich der Migrations- und Flüchtlingsarbeit tätig sind, können von den Ergebnissen profitieren“, so die Wissenschaftlerin.

In der Forschungsliteratur gelten Feuerwehren als besonders veränderungsresistent. „Änderungen von lange praktizierten Routinen oder Arbeitsabläufen werden dann als kritisch angesehen, wenn zugrunde liegende Orientierungen und Werte infrage gestellt werden“, weiß Horwath. Der Spagat zwischen etablierten Verfahren, die gerade in Gefahrensituationen wichtig sind, und neuen Methoden sowie einer situationsspezifischen Ausgestaltung der Routinen sei schwierig, sagt die Expertin und ergänzt „Dabei könnten die interkulturellen Kompetenzen gewinnbringend eingesetzt werden, insbesondere vor dem Hintergrund unserer multikulturellen Gesellschaft.“  

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich bin angehöriger einer Freiwilligen Feuerwehr, “heterosexuell, weiß und ein Mann” offenbar ist dies schon ausreichend um sich von dieser Professorin in herabwürdigender Art und Weise beleidigen lassen zu müssen. In den letzten Jahren haben viele kleinere Feuerwehren einen stetigen Wandel erlebt. Es ist beschämend wie die Arbeit der Ehrenamtlichen Feuerwehrleute in dieser angeblichen wissenschaftlichen Studie denunziert wird. Die politisch handelnden Personen und Organe sind aufgefordert, diesem Spuk ein Ende zu setzen und endlich wieder die Arbeit der freiwilligen Helfer und auch Helferinnen den Rücken zu stärken und den täglichen Dienst für alle Menschen zu würdigen und aktiv zu fördern. Sonntagsreden haben wir schon viele gehört. Wir fragen bei einem Einsatz nicht ob es sich um eine „Professorin“, Frau, Mann, weiß, nicht-weiß, deutscher oder nicht-deutscher oder sonstwas handelt. Wir helfen.
    Neben den Presseberichten habe ich mich auch mit der Studie beschäftigt (soweit diese zugänglich ist).

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  2. Ohne der Kollegin zu nahe treten zu wollen — warum man eine Juniorprofessorin mit der Spezialisierung Leichtbau im Automobil an eine solche Studie setzt, die eindeutig nach soziologischem und kulturwissenschaftlichem Fachwissen verlangt, ist mir undeutlich. Gleichzeitig ist eine Menge daran so, wie es hier natürlich aufgenommen werden musste, viel zu plakativ. Natürlich sind zur Zeit noch geschätzt 80% der deutschen Feuerwehrleute weiße Männer. Schon die Bezeichnung “Arbeiterschicht” ist aber schlichter Unsinn, weil es die in dieser archaischen Form und Bezeichnungsweise schon gar nicht mehr gibt. Und dann hängt enorm viel an kleinteiligen Bedingungen vor Ort. Ich bin selbst Feuerwehrmann und habe aus Interesse angefangen, über Feuerwehren und ihre Zusammensetzung, über Motivationen und Zukunftsaussichten zu forschen, und ich sage: Wenn die Studie — die ich noch nicht kenne — nicht differenzierter ist als diese Schlagzeile, dann hätte man das Geld wirklich besser anderweitig ausgegeben. Die meisten Wehren, die ich kenne (und zwei Umzügen war ich mittlerweile in drei verschiedenen deutschen, plus einer amerikanischen), sind längst auf einem guten Weg in eine Diversität, die auch vor uns nicht halt macht. Es gibt sicher Dinosaurier, die keine Frauen wollen, und keine Ausländer, keine Leute mit höherem Bildungsabschluss und am liebsten auch niemand von weiter weg als dem eigenen Landkreis. Die sind aber am Aussterben. Die anderen machen ihre Sache gut, und wer sich dem Ideal der Feuerwehren verschreibt — wir tun für andere, was wir können, weil wir es können, weil es jemand machen muss, und weil wir uns dazu entschlossen haben — der kann in aller Regel mitmachen und wird auch integriert. Wobei die Prozesse manchmal etwas holperig ablaufen, und nicht immer erfolgreich sind, aber hey, wo sonst in der Gesellschaft klappt wirklich alles?
    Lassen wir uns durch diese Studie — ich seh sie mir an, versprochen – nicht aus der Ruhe bringen.
    Wolfgang (Prof. Dr.)

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  3. Der gute Herr Danisch hat bereits alles zu dieser wissenschaftli…, quatsch, soziologischen Studie gesagt:

    http://www.danisch.de/blog/2019/01/12/brauchen-wir-eine-loeschdebatte/

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  4. Dass Ehrenamt war doch schon immer ein gern benützter Prügelknabe. Aber solche Leute wie sie sind die ersten die dann maulen wenn sich keiner mehr für ein solches Amt findet und wenn es einer macht, dann ist er der Arsch und alle anderen können es besser. Fragen sie mal ihre Lieblingskandidaten warum sie nicht bei der Feuerwehr sind und verurteilen nicht die, die ihre Zeit für andere opfern. Allein die Beschreibung eines Feuerwehrmannes in dem Bericht ist ja Diskriminierung pur!!! Da wird die Hautfarbe die sexuelle Orientierung und der beruflicher Hintergrund genannt und jetzt ändern sie mal nur einen dieser 3 Komponenten und schon müssen sie Angst vor einer Anzeige wegen Diskriminierung haben.
    Und nur so: Frauen sind bei jeder Feuerwehr willkommen wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit!!

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  5. Guten Tag,

    ich denke, daß diese Expertise, finanziert von einem Ministerium des Bundes, voll ins “Schwarze” trifft.
    Vorwärts immer , rückwärts nimmer Genossen.
    Deshalb werde ich in diesem Zusammenhang meinen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr als Maschinist quttieren, um die Quote der “Weißen heterosexuellen Männer” zu senken.
    Oder bleibe ich doch bei der Feuerwehr, um Menschen, Tiere und Sachen zu schützen ? Ich glaube ja.

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  6. @Bälle flach halten

    Merken Sie es nicht selbst?! Wenn Sie versuchen für die akademische Welt eine Lanze zu brechen, dann fällt Ihnen schnell wieder die “praktisch relevante” Forschung ein. Dann weichen Sie nur zu gerne auf das “toxisch männliche Feld des Ingenieurwesens” aus. Ein soziologisches feuerwehrrelevantes Beispiel fiel Ihnen nicht ein… Wieso nur???

    Der “Jünger Florians” hat vollkommen Recht, was soll auch aus so einer Studie rauskommen, die selber mit Vorurteilen, schamlosen Diffamierungen und völlig überkommenen Realitäten an den Start geht? Die leitende Professorin wirft derart mit undifferenzierten Stereotypen um sich, dass sie nach m.M. völlig unqualifiziert ist, eine solche Studie auch nur ansatzweise objektiv zu leiten. Es gibt keinen(!) guten Rassismus, Sexismus, Altersdiskriminierung oder Proletariats-Bashing. Hier liegt, um es Ihnen zu verdeutlichen, auch der Kern des “Problems” – NICHT der akademische Elfenbeinturm an sich ist das Problem sondern die bösartig gewalttätigen Grundannahmen, die durch handelnden Personen kommuniziert werden, so nehme ich das zumindest bei den Wehren im Umkreis wahr.

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  7. Der Satz in der Pressemitteilung zu den weißen, heterosexuellen Männern verweist auf bestehende Aussagen in der Forschungsliteratur. Nirgends steht, dass die Studie davon ausgeht oder diese Aussagen beweisen will. Ich halte es da lieber mit der Unschuldsvermutung. Dass die Aussage an sich so gar nicht geht, steht dabei außer Frage.

    Aber wenn man Probleme in Integrationsfragen bei der Feuerwehr verneint (ob man es nun mehr oder weniger große Skepsis oder blanke Ablehnung nennt … egal … ob nun geflüchtet, weiblich, homosexuell, mit gefärbten Haaren, Schlipsträger oder was auch immer … egal) oder wenn man behauptet, Sexismus gäbe es bei der Feuerwehr nicht – der lebt irgendwie in einer Parallelwelt.
    Und dass die beiden vorgenannten Themen und auch viele andere einen sehr großen Einfluss auf die Mitgliedergewinnung haben und im Endeffekt die Arbeit im Einsatz als Team (und nicht als eingeschworener Haufen von Individualisten!) beeinflussen, ist auch nicht weg zu diskutieren.

    Studien erscheinen für die Macher am Einsatzort sicher oft sinnlos. Aber wie rausgefunden wird, wie ein Feuer mit möglichst effizientem Löschmitteleinsatz gelöscht wird? Oder wie ein Hohlstrahlrohr konstruiert sein muss? Oder wie man mit Beteiligten bei einem MANV umgehen muss? Oder wie sich große Menschenmengen verhalten? Alles Studien … und zwar jede Menge Studien …

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  8. Ist das euer Ernst? Leute die anderen in Not helfen, selber oft Bilder zu sehen bekommen die alles andere als schön sind, sich mit Schaulustigen und aggressiven Autofahrern rum ärgern müssen und oft die eigene Gesundheit gefährden so an den Pranger zu stellen?
    Wer sind diese Wissenschaftler überhaupt? Sind sie bei der Feuerwehr aktiv oder wollen sie nur anderen ihr Weltbild aufdrücken. Die Realität ist doch leider so, dass viele Feuerwehren Nachwuchsprobleme haben und froh sind wenn wer neues kommt egal ob Mann oder Frau, schwarz oder weiß. Denn für den Feuerwehrdienst muss man eine gewisse Grundeistellung haben sonst würde man sein eigenes Leben nicht für andere riskieren und da spielt Religion, Herkunft und Geschlecht keine Rolle so wie sie das darstellen.
    Dass was hier steht ist an Vorurteilen und Diskriminierung kaum zu überbieten.
    Seit doch froh dass es Menschen gibt die anderen Helfen aber nein sie stellen den weisen Mann der Arbeiterklasse in die Rassisten und Frauenhasser Ecke der keine Veränderungen mag.
    In welcher Zeit lebt ihr??????
    Veränderungen können uns das Leben retten!
    Geht mal aus euerm Büro raus mit zu den Einsätzen und dann könnt ihr euch vielleicht annähernd ein Bild von der Realität machen bevor ihr so einen Mist schreibt.

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  9. Frauen in der Müllabfuhr und Straßenreinigung – das wäre doch mal etwas für die Gleichberechtigung bezw. 4 Geschlechter.
    Und das auch noch staatlich finanziert

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  10. @Bälle flach halten

    Offensichtlich hast Du nur das Abstract gelesen, denn die eigentliche Projektbeschreibung beschreibt verschwurbelt eher die heiße Luft, die da untersucht wird. Ferner kann man zwischen den Zeilen all die diskriminierenden Vorurteile erkennen. die Frau Horwath sonst so absondert.

    Was soll bitteschön aus einer Studie rauskommen, die ideologisch überladen davon ausgeht das das Integrationsproblem “…weiße, heterosexuelle Männer der Arbeiterklasse” wären. Die darüber hinaus alle per se klar frauenfeindlich sind und sowieso Ausländer hassen (“…unerwünscht”). Die geistig verblendete Stoßrichtung, dass nur “farbige lesbische Doktorixen” zur Effizienzsteigerung beitragen können, wird wohl das bereits feststehende Ergebnis prägen.

    Um mit Steuergeldern derartige Personen durchzufüttern, die sich auf unserem Rücken austoben, dafür haben wir nicht genug davon.

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  11. Ich empfinde nur noch blanken Zorn, für welchen Schxxx meine Steuern rausgehauen werden, während sich unsere Feuerwehren inzwischen sogar von denen angreifen lassen müssen, die sie zur Hilfe gerufen haben.
    Für mich ist und bleibt die freiwillige Feuerwehr die Königsdisziplin unter den Ehrenämtern.

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  12. So richtig weiß das niemand…

    Die gute Frau Professorin bezeichnet ihr Projekt auf ihrer eigenen Internetseite und in der Pressemitteilung der Uni mal als “FORESTY” und mal als “FORTSY”. Ich werte das mal als Qualitätsmerkmal, sein eigenes Projekt nicht zu kennen. #LACH#

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  13. A. Hain ist nur zuzustimmen. Bin weiß, heterosexuell und Akademiker. Was die professorale Dame Howath von sich gibt und wissenschaftlich geründen will, ist widerwärtig, diffamierend und schlich ekelerregend. Ich erlebe seit zwei Wochen, was der weiße heteroseuelle Mann aus der Arbeiterschaft so alles treibt. Diesem ‘white trash’ gebührd meine vollste Hochachtung, ich habe mich voller Demut vor diesen Männern zu verneigen. Mit aller Hochachtung und in tiefer Dankbarkeit. Die Jungs und Mädels haben mir und einer Menge anderen Menschen hier zu Berchtesgaden den Arsch, das Leben und noch viel mehr gerettet. Seit zwei Wochen sind allein hier in Berchtesgaden hunderte junge Mirglieder freiwilliger Feuerwehren Tag und Nacht im Dauereinsatzt, riskieren durchaus ihr eigenes Leben um andere zu retten, jongielren im Dauereinsatz in luftiger Höhe auf tief verschneiten Dächer, um die von der tonnenschweren Schneelast zu befreien. Das ist übelste Schwerstarbeit, Konachenarbeit unter Lebensgefahr vollbracht. Die Helfer der Feuerwehr kommen aus ganz Bayern herangereist, machen dies Schwerstarbeit freiwillig, sind ehrenamtlich unterwegs, selbstredend unbezahlt. Nicht wenige nehmen eigens Urlaub! um helfen zu können. Das sind wahrhaft stille Helden. Wie gesagt: 1000mal Danke, Danke, Danke. Schande auf das Bundeswissenschaftsministerium, dass es die sogenannte wissenschaftliche Studie der Dame zu Paderborn finanziert.

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  14. Hat sich mal jemand die Projektbeschreibung angeschaut? Ist gar nicht lang und durchaus verständlich geschrieben …
    Es geht letztlich um Mitgliedergewinnung, (voneinander) Lernen sowie das sichere und effiziente Erlernen und Anwenden von Technologien in Teams mit verschiedensten Menschen …
    Vielleicht nicht gleich den Reflex “ist die denn eine Feuerwehrfrau und hat die Ahnung wie das bei uns läuft?” auspacken, sondern erst mal die Lage checken (kennt man als Feuerwehrmann doch … oder 😉 )
    Im Übrigen darf man sich ziemlich sicher sein, dass da kein Geld vom Forschungsministerium fließen würde, wenn auch nur der Verdacht einer möglichen Diskriminierung bestehen würde …

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  15. Schon die Grundannahmen triefen von Vorurteilen und Ideologie…

    Die Aussagen der Studienleiterin sind im Hinblick auf die Ausgangsthesen bedenklich und grenzwertig diffamierend, wenn im akademischen Raum ernsthaft und völlig realitätsfern angenommen wird, dass in der Feuerwehr an der Aufrechterhaltung eines Ideals gearbeitet wird, dass sich als weiß, heterosexuell, männlich und proletarisch definiert. Man möge die Aussagen in einem Gedankenspiel adaptieren und sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wie groß der Aufschrei (zu Recht) wäre, wenn ein durchgeknallter Kollege behaupten würde: Schwarze, lesbische Akademikerinnen sind “…veränderungsresistent” oder gar ein “…Effizienzhindernis”.

    Wer heutzutage ernsthaft behauptet „Frauen und Migranten“ seien bei uns häufig sogar „…unerwünscht“ disqualifiziert sich für einen weiteren Diskurs völlig, da man sich hierzu nur mal 5sec eine Stellenausschreibung und das Bewerbungsverfahren einer Berufsfeuerwehr ansehen sollte, um bei solchen “Aussagen” nur noch müde zu lächeln.

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  16. Bei uns in der Wehr sind in mehreren Zügen mittlerweile Flüchtlinge eingegliedert. Dort gab es von der Wehrführung die Vorgabe, dass diese einen Deutschkurs besuchen mussten und sich diesen Besuch auch zertifizieren lassen. Eine Maßnahme, die meiner Meinung nach absolut notwendig ist.
    Mir ist es völlig egal mit wem ich in den Innenangriff gehe, Hauptsache mein Partner leistet das gleiche wie ich und ich kann mit ihm/ihr reden. Kann ich das nicht, kann ich ihr/ihm nicht Vertrauen.

    Was die Frauen angeht: Von 60 Aktiven haben wir 8 Frauen. Wenn es mehr werden ist das schön, wenn nicht ist das so.

    Homosexuelle sind mir im Einsatzdienst relativ egal, die machen den gleichen Job und was die privat mögen ist deren Sache. Es geht ja auch keinen was an worauf ich stehe…

    Diese Studie ist rausgeschmissen Geld.

    Auf diesen Kommentar antworten
  17. Sehr geehrte Frau Professerin Dr. Ilona Horwath sind Sie Spezialistin für Feuerwehr? Aber Feuerwehrfrau sind Sie nicht, oder doch? Auch bei uns sind überwiegend Männer aus der Arbeiterschicht. Mittlerweile auch einige Frauen, auch aus der Arbeiterschicht. Akademiker sind fast keine vertreten. Die haben ja alle “sooooooooooooo” wichtige Aufgaben und haben für die Feuerwehr keine Zeit mehr. Aber fürn Gemeinderat und sonstige Ehrenämter, wo es um Macht geht, findet man diese Personengruppe schnell wieder. Das gleiche Bild geben die regelmäßigen Aufräumaktionen in der Gemeinde. Auch hier keine Akadamiker! Interkulturelle Kompetenzen? Nicht böse gemeint, aber was soll mir ein Ähtiopier, Eritreer, Sudanese, Lybier, Kongolese, etc. in Löschtechniken einbringen? War selbst viermal in Äthiopien. Sehr nette Menschen, aber feuerwehrtechnisch erstmal in Ausbildung zu schicken. Und Kommunikation: Die Sprache muß sitzen! Eine klare Verständigung ist eine Überlebensfrage! Und weiter gehts bei der Feuerwehr erstmal um körperliche Belastbarkeit, handwerkliche Geschicklichkeit und technische Versiertheit! Und das leistet eher die Arbeiterschicht, egal ob Mann oder Frau. Multikulti hat hier keine Aussage – in keine Richtung. Aber Hauptsache wir haben eine Studie einer Professorin 🙂 Sehr geehrte “Oberprofessorin”, starten Sie durch bei Ihrer nächsten Feuerwehr. Am besten gleich mit Atemschutz. Macht rund 28kg persönliche Schutzausrüstung. Dazu noch Werkzeug. Schafffen Sie das? Aber da brauchts wohl erst wieder eine Studie für Sie, oder!
    Das habe ich jetzt alles aus meiner über 30-jährigen Erfahrung vollständig ohne Studie geschrieben 🙂

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  18. Danke! Sie sprechen mir aus der Seele.

    Auf diesen Kommentar antworten
  19. Umgekehrt könnte man daraus auch schließen, dass die restlichen Gruppen sich nicht für die Gesellschaft engagieren wollen…
    Diese Aussage ist genauso sinnvoll wie das Ergebnis der Studie… Das Geld dafür hätte vielleicht eher in Mitgliederwerbung gesteckt werden sollen…

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  20. Hallo Herr Fries,
    danke. Haben wir geändert.

    Auf diesen Kommentar antworten
  21. Also wir haben sowohl Hetero- als auch Homosexuelle Mitglieder, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in der Wehr. Migranten haben wir noch nicht, hat sich aber bis jetzt schlicht nicht ergeben. Das manche davon unerwünscht sein sollen ist mir komplett neu und auch nicht verständlich. Das gilt für die eigenen Wehr aber auch für die im Landkreis. Dass weiße, heterosexuelle Männer aus der Arbeiterschicht bei der Feuerwehr die Mehrheit darstellen und das Bild des typischen Feuerwehrmannes prägen ist ja wohl eher ein natürliches Phänomen würde ich sagen.

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  22. Der wahrscheinlich dümmste Haufen Müll, denn ich jemals lesen durfte. Als hätte es mit dem Gesicht auf der Tastatur herumgerollt und das veröffentlicht.

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  23. „Dabei könnten die interkulturellen Kompetenzen gewinnbringend eingesetzt werden, insbesondere vor dem Hintergrund unserer multikulturellen Gesellschaft.“

    1. Wie soll das gewinnbringend eingesetzt werden? Was ist der Gewinn?
    2. Deutschland ist keine multikulturelle Gesellschaft, wenn überhaupt eine bikulturelle Gesellschaft.

    Schönen Tag.

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  24. Mit Sicherheit sind wir ein eingeschworener Haufen Individualisten. Wer ist sonst schon bereit in Gebäude oder sonstige Gefahren freiwillig hinein zulaufen. Wir hatten vor einigen Jahren in einer nachbar Gemeinde folgendes Problem. Ein engagierter, zukünftiger Kamerad wollte Feuerwehrmann werden.
    Gescheitert ist es daran, dass er auf Grund seiner sehr schlechten Deutsch Kenntnisse nicht in der Lage war die an ihn gegebenen Befehle umzusetzen und auszuführen. Solche Dinge müssen bei solchen Studien aber mit berücksichtigt werden. Zu mindestens sollten alle so ziemlich die gleiche Sprache sprechen. Ich muss mich zumindest mit meinem Trupppartner unterhalten können wenn ich ihm mein Leben anvertraue.umd was die wenigen weiblichen kameradinnen angeht. Zumindest bei uns sind sie herzlich willkommen, aber wir brauchen mit Sicherheit keine Quote, genauso wie in der Politik. Wer kommen mochte, sehr gerne und wer nicht macht halt was anderes.

    Auf diesen Kommentar antworten
  25. Lieber Herr Hegemann,
    das interessante Projekt der Uni Paderborn heißt FORTESY, nicht “Foresty”, sieh aktuell: https://mb.uni-paderborn.de/technikdiversity/projekte/fortesy/
    Herzliche Grüße aus dem Hochstift
    Jörn Fries

    Auf diesen Kommentar antworten

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