Vermisste 80-Jährige gerettet

Schwerverletzte bei Wohnungsbrand

Düsseldorf – Im Anbau eines Mehrfamilienhauses bricht am späten Sonntagabend ein Feuer aus. Der gemeldete Zimmerbrand im Stadtteil Wersten der Landeshauptstadt entpuppt sich bei Eintreffen als eine Wohnung in Vollbrand.

„Bei Alarmierung war den Einsatzkräften noch nicht klar, dass eine Person vermisst wird. Deshalb sind wir zunächst nur mit einem Löschzug ausgerückt. Durch das veränderte Lagebild beim Eintreffen erhöhte der Einsatzleiter auf ‚Feuer2 mit Personenrettung‘, was das Ausrücken eines zweiten Löschzugs nach sich zog“, erzählt Marcel Angenendt, beim Stab der Amtsleitung Düsseldorf zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

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Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz gehen zur Personenrettung in den Anbau eines Mehrfamilienhauses auf der Kölner Landstraße vor. Es gelingt ihnen, sieben leichtverletzte Personen sowie eine durch Verbrennungen und eine Rauchgasintoxikation schwerverletzte 80-Jährige aus der Brandwohnung zu retten. „Die Seniorin wurde bewusstlos aufgefunden und von unseren Feuerwehrleuten ins Freie verbracht. Der Rettungsdienst transportierte sie anschließend unter Reanimationsbedingungen in ein Krankenhaus. Bei ihr bestand Lebensgefahr“, so Angenendt.

Acht Personen rettet die Berufsfeuerwehr Düsseldorf Sonntagabend aus einer brennenden Wohnung im Stadtteil Wersten. © Foto: Patrick Schüller

Die Kräfte führen anschließend die Brandbekämpfung unter Vornahme mehrerer C-Rohre durch und kontrollieren die restlichen Wohnungen des Mehrfamilienhauses. Gegen 0 Uhr kann „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Noch etwa 2 Stunden lang finden umfangreiche Nachlöscharbeiten statt. Dafür öffnen Kräfte mit Spezialsägen das Dach des Anbaus und löschen Glutnester ab.

Rund 50 Einsatzkräfte befinden sich vor Ort an der Einsatzstelle. Darunter sind der B-Dienst, zwei Löschzüge der Feuerwache 4-Flingern und Feuerwache 7-Wersten (jeweils C-Dienst mit Einsatzleitwagen, zwei Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge, zwei Löschgruppenfahrzeuge, zwei Drehleitern), mit Gerätewagen Atemschutz sowie ein leitender Notarzt und acht Rettungswagen.

Der Sachschaden beträgt rund 100.000 Euro, zur Brandursache nimmt die Kriminalpolizei Ermittlungen auf.

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