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Unfall in der Biogasanlage - was ist beim Feuerwehreinsatz zu beachten?

Rettungspunkte: Schneller zum Einsatzort

Düsseldorf – Ein Rettungspunkte-Konzept für die Wälder in Nordrhein-Westfalen könnte es künftig den Rettungskräften ermöglichen, schnellstmöglich den Einsatzort im Wald zu erreichen. Vorgestellt wurde das Konzept vom Gemeindewaldbesitzerverband NRW, der Arbeitsgemeinschaft der großstädtischen Kommunalforstbetriebe sowie dem Verband der Feuerwehren in NRW. 

“Bei Unfällen von Waldarbeitern, Joggern, Nordic-Walkern oder Mountainbikern kommt es im Wald immer wieder zu Problemen bei der Ortung und möglichst schnellen Hilfeleistung für Personen in Notsituationen”, erläutert Martin Gust, Leiter der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Hagen, den Hintergrund des Konzeptes. Lokale Lösungsansätze fest definierter Waldrettungspunkte gebe es zwar bereits in einzelnen Städten, soetwa in Köln, Aachen und Hagen. Da ein Notruf per Mobiltelefon allerdings an vielen Stadt- und Kreisgrenzen mit Leitstellen verbunden werde, deren Einsatzleitrechner die digital verorteten Rettungspunkte der Nachbarkommunen häufig nicht identifizieren könnten, würden die zuständigen Rettungskräfte nicht immer auf schnellstem Wege zum Einsatzort geleitet werden.

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“Aus diesem Grund haben Forstbeamte und Feuerwehrleute der Stadt Hagen gemeinsam ein einfaches, kostengünstiges und sicheres Verfahren entwickelt, welches landesweit von Rettungskräften der Feuerwehr und der Polizei eingesetzt werden könnte”, so Gust. Mithilfe einheitlicher Schilder, deren Waldstandorte in den Einsatzleitrechnern und Kartensystemen von Feuerwehr und Polizei digital erfasst werden, können in Not geratene Personen die Einsatzadresse im Wald einfach und sicher melden, ohne selbst über Ortskenntnis zu verfügen. Die Rettungskräfte wiederum können in diesem Fall den Einsatzort im Wald durch den vorab im Einsatzleitrechner festgelegten optimalen Anfahrtsweg auf schnellstem Wege erreichen.

Das Konzept wurde in den einschlägigen Fachgremien der kommunalen und staatlichen Forstverwaltungen sowie der Feuerwehren NRW vorgestellt und von diesen zur landesweiten Umsetzung empfohlen. Sie werben nun in den Städten und Gemeinden des Landes dafür, das Rettungspunkte-Konzept flächendeckend einzuführen. “Schnelle Hilfe in Notlagen ist der Garant für lebensrettende Maßnahmen und gibt Menschen ein Gefühl der Sicherheit. Das vorgeschlagene Konzept ermöglicht eine einheitlich schnelle und ortungssichere Hilfe. Es wäre schön, wenn diese Idee eine weite Verbreitung findet”, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger. NRW-Umweltminister Johannes Remmel ergänzte: “Das Rettungspunkte-Konzept der Stadt Hagen ist vorbildhaft und sollte Grundlage für ähnliche Vorhaben in Nordrhein-Westfalen sein. Bei der Erarbeitung und Einführung ähnlicher Projekte werden wir die NRW-Kommunen beraten und begleiten.”

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