Nach Frachter-Brand: Berufsverband Feuerwehr Hamburg fordert bessere Ausstattung

Hamburg – Rund 83 Stunden dauerte der Einsatz der Hamburger Feuerwehrkräfte bei dem Brand auf dem Frachter „Arauco“. Der Berufsverband der Hamburger Feuerwehr (BvFw) fordert nun dazu auf, die im Einsatz deutlich gewordenen Ausstattungsdefizite zu beheben.

Luftaufnahme der Brandstelle. Foto: Polizei
Luftaufnahme der Brandstelle. Foto: Polizei

Vor allem wurden nach Ansicht des Verbandes schon bekannte Probleme erneut sichtbar. Dazu gehört eine zu dünne Personaldecke und das seit Jahren fehlende große Löschboot. Schiffe der Größenordnung „Arauco“ sind im Hamburger Hafen keine Seltenheit mehr. Von daher bestehe hier dringender Handlungsbedarf.

Weiter fordert der BvFw, dass ein Bereitschaftszug geschaffen wird, der es ermöglicht, eine personalintensive Einsatzlage zu entzerren. Ein zeitgleiches Großfeuer in einem Hamburger Stadtteil führte dazu, dass Kollegen der Feuerwehr teilweise über 6 Stunden in den fordernden Frachter-Brand eingebunden waren.

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Die in den letzten Tagen aufkommende Kritik an der Einsatztaktik hält der Verband auch unter Berücksichtigung dieser Defizite für unbegründet. Vielmehr sei die Politik gefordert, den Einsatz zu analysieren und die deutlich gewordenen Mängel zu beheben.

2 Kommentare zu “Nach Frachter-Brand: Berufsverband Feuerwehr Hamburg fordert bessere Ausstattung”
  1. Was ist ein “Bereitschaftszug” in diesem Zusammenhang (ein Zug besteht üblicherweise aus irgendetwas zwischen 16 und knapp 30 FA) – und wie soll der konkret bei so einer Lage die Personalbelastung von wie vielen (50, 100?) stundenlang eingesetzten Einsatzkräften entschärfen?

  2. Christian G.

    Es ist wie ich bereits mehrmals gesagt habe:

    Es brennt zwar nur alle Jubeljahre mal ein Schiff im Hamburger Hafen, aber wenn, dann richtig.

    Daher ist es fast schon zwindend nötig die nun, erneut, aufgetauchten Probleme schnellstens zu lösen, sonst endet das irgendwann trotz aller Bemühungen zwangsläufig in einer richtigen Katastrophe.
    Das neue Löschboot ist da als einer der ersten Punkte anzusehen.

    Der Entwurf dafür sieht ja schon ganz gut aus.
    Allerdings würde ich bei dem Löschboot auch wie bei einem Schlepper den Rumpf polstern, so dass das Löschboot zur Not auch als Schlepper fungieren kann.
    Des weiteren wäre ein ausfahrbahrer Löscharm wie bei einem Flugfeldlöschfahrzeug sicher auch eine große Hilfe, da man so auch von weiter oben an den Brandherd kommen kann.
    Kann ja auch ein Kran sein an dem ein Monitor befestigt werden kann ähnlich dem System der Feuerwehr Ulm, nur etwas kleiner.

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